Joker Ercan Kara hat Rapid in der 29. Runde der ADMIRAL Bundesliga einen späten 1:0-(0:0)-Heimsieg gegen Red Bull Salzburg beschert. Mit seinem sechsten Saisontreffer sicherte Kara Grün-Weiß in einem „Taktik-Schmankerl“ in der 88. Minute den ersten Dreier nach vier Partien, in der Tabelle ist man drei Punkte hinter Tabellenführer LASK Vierter.

Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup änderte vor 24.166 Fans seine Startformation vom 0:2 gegen Hartberg leicht, Janis Antiste und Jakob Schöller kamen neu in die Elf. Bei Salzburg änderte sich nur eines: Der beim jüngsten 3:1 über die Austria gesperrte Stefan Lainer kehrte rechts hinten zurück.

In dieser Formation übten die hochstehenden Gäste zu Beginn viel Druck auf die Wiener aus, fielen ganz vorne aber eher mit Abstimmungsproblemen denn gefährlichen Aktionen auf. Karim Konate sorgte in dieser Phase für den einzigen echten Abschluss der Bullen vor der Pause, sein Schuss ging aber über das Tor (6.). Rapid wiederum lauerte in einem von Vorsicht geprägten Duell auf Konter, denen freilich kaum Erfolg beschieden war. Bei der vorerst besten Gelegenheit verarbeitete Antiste nach schöner Vorlage Bendeguz Bollas den Ball aber nicht gut genug für Tormann Alexander Schlager (24.).

Partie über weite Strecken zerfahren

Salzburg war aktiver und zweikampfstärker, Rapid hatte mehr Ballbesitz, agierte zwar geduldig, aber zu behäbig und suchte immer wieder mit langen Bällen Antiste. Der Franzose nahm sich das Spielgerät in der 36. Minute in bester Position schlecht mit und kam nicht mehr zum Abschluss. Sechs Minuten später beendete Salzburg seine Offensivflaute, Konate brachte nach einer scharfen Hereingabe den aufspringenden Ball aus Kurzdistanz nicht mehr aufs Tor.

Die zweite Hälfte begann für die Hausherren mit dem verletzungsbedingten Aus von Rapid-Verteidiger Nenad Cvetkovic, der durch den dynamischen Nikolaus Wurmbrand ersetzt wurde (51.). Momente danach entschied sich Bolla am Fünfer für die Mitnahme und gegen den Volley, seine Topchance machte schließlich Schlager per Fuß zunichte (52.). Das Spiel wurde lebhafter, Salzburg-Coach Daniel Beichler brachte mit Moussa Yeo und Karim Onisiwo noch vor der Stundenfrist frische Offensivkräfte (57.).

Kara erlöst Rapid

Nach einem schwachen Schuss Yeos, der für Hedl kein Problem darstellte, (63.) fiel das Geschehen aber für einige Minuten wieder in den Lauer-Modus zurück. Hoff Thorup reagierte mit der Einwechslung von Yusuf Demir und Kara (69.), Letzterer zielte nach Hereingabe von Ersterem aus Kurzdistanz daneben (72.). Grün-Weiß drückte der Rapid-Viertelstunde dann seinen Stempel auf und belohnte sich spät. Wieder war es eine Co-Produktion Demir-Kara. Der 1,92-m-Mann schoss im Zentrum ins lange Eck ein.

Das Tor:

Tor – 1:0 Ercan Kara (88.)

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(APA/Red.)

Bild: GEPA