Mit „Es tut mir doch so leid“ hat F-Raz vor gut 20 Jahren eine herrlich kitschige Schmachtballade veröffentlicht, die bis heute als Klassiker des deutschen R’n’Bs gilt. Im Laufe der Zeit wurde dem Song schon so manch eine Neuinterpretationen gewidmet, unter anderem auch von beslik. Der äußert in einem TikTok-Video nun Kritik an F-Raz und dessen Umgang mit dem Urheberrecht.

F-Raz lässt besliks „Es tut mir doch so leid“ sperren 

Wer sich besliks „Es tut mir doch so leid“-Version auf YouTube anhören möchte, wird dieses Verlangen aktuell nicht stillen können. Denn „aufgrund eines Urheberrechtsanspruchs von F-Raz“ lässt sich das dazugehörige Video mittlerweile nicht mehr anschauen. beslik hatte seinen Song damals ausschließlich auf der Plattform hochgeladen, weil F-Raz nicht zu erreichen gewesen sei, wie er in seinem neuen TikTok-Video erklärt.

Es habe schlicht keinerlei Social Media-Accounts und auch keine Mailadresse gegeben, über die er den Musiker hätte erreichen können. Auch habe er weder ein Management noch ein Label ausfindig machen können. Über ein paar Wochen hinweg hätten beslik und sein Team aber dennoch versucht, F-Raz auf irgendeine Art und Weise zu kontaktieren. Ein solches Sample möchte schließlich freigegeben werden. Als sämtliche Versuche erfolglos blieben, haben sie sich dazu entschieden, den Song auf YouTube, nicht aber auf Spotify hochzuladen, um nicht „fett Kohle“ auf dem Nacken von F-Raz zu machen. „Wir dachten, wir sind korrekt“, sagt beslik.

Dass dieser nun einen Urheberrechtsanspruch geltend macht, findet beslik „nicht gut“. Schließlich sei das originale „Es tut mir doch so leid“ auch nur eine Kopie von „Look Into My Eyes“ von Deemah und Say-On. Deshalb richtet beslik die Bitte an F-Raz, den Song wieder freizugeben. Zumindest würde er sich freuen, überhaupt irgendeine Reaktion von ihm zu erhalten. 

„Es tut mir doch so leid“ von beslik ist 2022 erschienen. Den möglichen Grund dafür, warum sein Song jetzt Jahre später geclaimt wurde, glaubt er selbst zu kennen: Im letzten Jahr hat F-Raz seinen 2000er-Classic auf Spotify hochgeladen und damit inzwischen selbst knapp sechs Millionen Streams generiert. Wenige Monate später veröffentlichte eine Person mit dem Benutzernamen Jakob57 ganz ohne Absprache besliks Version bei der Streamingplattform. Dabei wurde F-Raz direkt verlinkt. Der könnte dadurch überhaupt erst auf seine Neuinterpretation aufmerksam geworden sein, vermutet beslik – denn der Song tauchte in der Folge auch auf dem Künstlerprofil von F-Raz auf, wo er im Übrigen bis heute noch zu finden ist.

Hier kannst du dir das TikTok-Video von beslik anschauen: