Reihenhaus in Schottland: In Edinburgh ergaben sich die Gestaltungsideen von Pend Architects direkt aus dem herausfordernden Setting.

In Edinburghs historischer Altstadt erzählt die Architektur vom einstigen Leben in der Hauptstadt Schottlands. Von jener Zeit, in der sogenannte „Mews“ noch als Stallungen, Kutschenhäuser und als Unterkünfte für das Personal der herrschaftlichen Häuser dienten. „Mews sind kleinteilige städtische Strukturen. Sie wurden hinter den prächtigen georgianischen und viktorianischen Reihenhäusern errichtet“, erklärt der Architekt Jamie Anderson, der Pend Architects gründete. „Typischerweise stehen die bescheidenen, zweistöckigen Reihenhäuser als geschlossene Zeilen an schmalen, gepflasterten Gassen und orientieren sich von der Hauptstraße weg“, so Anderson.

Das dicht bebaute, historische Viertel Canonmills ist geprägt von Edinburghs typischer Farbpalette aus rötlichem und hellbraunem Backstein, flachen Steinmauern und der zweckmäßigen Architektur der ehemaligen Mews. In einer der ruhigen Seitenstraßen des Stadtteils lag jahrelang eine Baulücke brach, die Pend Architects schließlich erwarben. „Für die meisten Bauträger galt das Grundstück als zu klein und sehr kompliziert zu bebauen. Aber mit unserer Idee, Innenhöfe und Terrassen zu schaffen und das Erdgeschoss zu verglasen, gelang es uns, das verborgene Potenzial dieses Grundstücks zu nutzen und das Projekt rentabel zu machen“, erklärt der Architekt.

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Perfect fit für ein schmales Grundstück: Im Stadtzentrum von Edinburgh errichteten Pend Architects ein verschachteltes Doppelhaus und schlossen damit eine Baulücke.

Lorenzo Zandri