Kinder und Jugendliche mit ADHS haben ein höheres Risiko, Über- oder Untergewicht oder eine Essstörung zu entwickeln. Drei Autorinnen aus der Charité Berlin haben Tipps für einen strukturierten Ernährungsalltag mit ausgewogener Ernährung entwickelt.

Knapp jedes 20. Kind zwischen 3 und 17 Jahren in Deutschland ist mit einer Aufmerksamkeitsdefizit- (und Hyperaktivitäts)störung – AD(H)S – diagnostiziert. Jungen sind doppelt so oft betroffen wie Mädchen. Grund für die Entstehung dieser neuronalen Entwicklungsstörung sind genetisch bedingte Veränderungen in Neuronen im Bereich der Signalübertragung des Neurotransmitters Dopamin.

Betroffene haben Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, sind schnell ablenkbar, impulsiv (und hyperaktiv). Dies kann zu Problemen in der Alltagsbewältigung z. B. in der Schule und in sozialen Interaktionen führen.

Auch das Essverhalten ist häufig beeinflusst: Unaufmerksamkeit und Ablenkungen können zu einer geringeren Nahrungsaufnahme und Mahlzeitenfrequenz führen. Heißhungerattacken nach ausgelassenen Mahlzeiten können wiederum eine übermäßige Aufnahme energiedichter Nahrungsmittel mit nachfolgender Gewichtszunahme bewirken.

Als besonders relevant für eine gesundheitsfördernde Ernährung haben sich zuverlässige Strukturen und Mahlzeitenrhythmen mit einem Angebot nährstoffreicher Speisen und Snacks erwiesen. Die Familien haben hierbei einen entscheidenden Einfluss: Ein gutes Familienklima mit verlässlichen Strukturen, nicht nur bei der Nahrungsaufnahme, sondern über den ganzen Tag hinweg, hilft betroffenen Kindern, ihren Alltag und die Anforderungen ihrer Umwelt leichter zu bewältigen und sich gesünder zu ernähren.

Aus ihren Erfahrungen mit betreuten Kindern, Jugendlichen und deren Familien stellen die Autorinnen im Beitrag 8 Tipps zusammen, die Kinder mit AD(H)S bei einer bedarfsgerechten Ernährung unterstützen. Beispielhafte Tagespläne für jüngere und ältere Kinder ergänzen die Empfehlungen.

Weitere Informationen: Den vollständigen Artikel finden Sie in der ERNÄHRUNGS UMSCHAU 4/2026 auf den Seiten M241 bis M247. Auch für Nicht-Abonnent*innen steht der Beitrag kostenlos zum Download zur Verfügung.