Auch nach der 29. Runde der Bundesliga liefert der VAR-Check wieder Diskussionsstoff – diesmal allerdings nicht aus der Meistergruppe, sondern aus der Qualifikationsgruppe. Jeweils eine Szene aus Wolfsberg sowie aus Innsbruck standen im Zentrum des Rückblickes am Montag. 

Zusammenprall in Wolfsberg sorgte für Diskussionen

Im Spiel zwischen dem RZ Pellets WAC und GAK 1902 krachte es in der 75. Minute ordentlich: WAC-Profi Fabian Wohlmuth ging mit viel Tempo und hoher Intesität in einen Zweikampf mit Ramiz Harakaté, rammte den Grazer Athletiker-Angreifer regelrecht nieder.

Der VAR schaltete sich nicht ein – und erklärte das auch klar. Wohlmuth sei „ballorientiert“ in die Aktion gegangen, habe den Ball gespielt und erst danach den Gegner mit Intensität getroffen. Entscheidend: Für die Video-Assistenten war das „nur“ ein rücksichtsloses Foul – also Gelb, aber keine Rote Karte. Und genau bei solchen Szenen greift der VAR laut Protokoll nicht ein.

Ganz anders sah das GAK  1902-Coach Ferdinand Feldhofer, der nach dem Spiel deutlich wurde und von „ganz klar Rot“ sprach. 

Ried-Tor zurecht aberkannt

Die zweite Szene ist regeltechnisch klarer, sorgt aber trotzdem für Frust – diesmal bei der SV Oberbank Ried. Beim vermeintlichen Führungstreffer von Joris Boguo hatte sich im Vorfeld ein Zweikampf im Fünfer abgespielt. WSG Tirol-Keeper Adam Stejskal war am Ball, wurde dann aber vom Rieder Angreifer Peter Kiedl, der später auch noch ein unglückliches Eigentor zum 1:0-Sieg für die Wattener fabrizierte, im Luftduell getroffen und verlor die Balance.

Der VAR begründet dazu: „Der WSG-Torhüter #40 und der SVR-Spieler #13 gehen im Torraum in einen Luftzweikampf. Dabei klärt der WSG-Torhüter den Ball mit den Händen. Der SVR-Spieler kommt zu spät in den Zweikampf, springt in den WSG-Torhüter und stößt mit dem rechten Arm gegen die Brust seines Gegners. Dadurch verliert dieser die Balance und geht zu Boden. Den nachfolgenden Torschuss kann der WSG-Torhüter durch das vorliegende Foulvergehen nicht abwehren. Der VAR bestätigt die am Spielfeld getroffene Entscheidung, da sie nachvollziehbar war.“

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Fotocredit: RiPu Sportfotos