
Warme Farbtöne, farbliche Akzente und von der Natur inspirierte Elemente sind derzeit beliebte Trends.
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Wir haben drei Innenarchitekten gefragt, welche Trends in diesem Frühjahr angesagt sind und welche nicht mehr.
Den Experten zufolge bringen immer mehr Menschen natürliche und persönliche Elemente in ihre Wohnungen ein.
Minimalistische Designs und helle Holztöne werden in Zukunft jedoch an Beliebtheit verlieren.
Mit den Trends in der Wohnraumgestaltung Schritt zu halten, ist nicht immer einfach, zumal sich die Stile schneller denn je zu entwickeln scheinen.
Deshalb hat BUSINESS INSIDER (BI) drei Innenarchitekten gefragt, welche Trends in dieser Saison im Kommen sind und welche sich dem Ende zuneigen. Hier sind ihre Antworten.
Persönliche, ausdrucksstarke Designelemente

Farbenfrohe Akzente liegen in dieser Saison im Trend.
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Laut Jessica Davis, Innenarchitektin und Gründerin des Designstudios Atelier Davis, entscheiden sich die Menschen zunehmend für verspieltere Elemente wie auffällige Muster und fröhliche Akzentfarben, um ihren Wohnraum individueller zu gestalten.
„Ich habe immer Spaß daran, mit Mustern wie Karos, Streifen und Gingham zu spielen, allerdings mit einem modernen Touch“, erklärte Davis gegenüber BI.
Sie sagte, dies könne so einfach sein wie das Austauschen von Textilien wie Zierkissen oder das Hinzufügen einer gemusterten Decke.
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Von der Natur inspirierte Elemente

Holzelemente und natürliche Strukturen sind Teil des biophilen Designs.
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Auch als biophiles Design bekannt, bringen naturinspirierte Innenräume durch natürliche Materialien und beruhigende Texturen Elemente der Natur ins Haus.
Laut Anita Yokota, Innenarchitektin und Autorin von „Grounded Living“, geht dieser Trend über Pflanzen hinaus und kann „Elemente wie Holz, Stein oder Naturfasern“ umfassen.

Geschirr kann so platziert werden, dass es wie bewusst gewählt wirkt.
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„Wir beobachten, dass immer mehr Alltagsgegenstände Teil der Einrichtung werden, sei es Küchenzubehör oder persönliche Gegenstände, die so arrangiert sind, dass sie schön wirken“, erklärte Leah Hook, Gründerin und Chefdesignerin von Gray Oak Studio, gegenüber BI.
Die Designerin sagte, dazu könne gehören, Küchenutensilien zu präsentieren oder bewusst arrangierte Gegenstände wie eine Küchenmaschine oder einen Messbecher auf der Arbeitsplatte stehen zu lassen.
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Wärmere Farbtöne finden immer mehr Anklang

Warme Farbtöne wie Salbeigrün liegen in dieser Saison im Trend.
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Alle drei Designer waren sich einig, dass warme Farbtöne in dieser Saison im Mittelpunkt stehen. Von Terrakotta und Hellbraun bis hin zu Mauve und Salbeigrün – erdige Farbpaletten liegen voll im Trend.
„Wir hatten eine Phase, in der sehr helle, freundliche und schlichte Einrichtungsstile vorherrschten, und jetzt beobachten wir eine Verlagerung hin zu etwas Wärmerem und Vielschichtigerem“, sagte Hook.
Der Minimalismus verliert an Beliebtheit

Der Minimalismus weicht zunehmend einem wohnlicheren Stil.
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Obwohl in den letzten Jahren der Minimalismus die Innenarchitektur dominiert hat, sagte Hook, dass viele Menschen sich zunehmend einem Stil zuwenden, der eher von „wohnlichem Luxus“ geprägt ist.
„Wir beobachten derzeit den Einzug eines sehr vielschichtigen Stils, bei dem sich jeder wünscht, dass sein Zuhause voller Persönlichkeit ist“, erklärte sie gegenüber BI. Die Designerin sagte, dass Galeriewände, gestapelte Bücher und gesammelte Objekte im Trend liegen werden, da die Menschen sich zunehmend zu Räumen hingezogen fühlen, die gemütlicher und wohnlicher wirken.
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Schnelllebige Möbel weichen hochwertigen Stücken

Viele Menschen entscheiden sich für hochwertigere Möbel, die sich langfristig bewähren.
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Davis sagte, die Menschen würden sich von Massenware abwenden und stattdessen zu Stücken tendieren, die langlebiger und persönlicher wirken. Infolgedessen investieren die Menschen in hochwertigere Produkte, die im Laufe der Zeit wiederverwendet oder aufgefrischt werden können.
„Ich glaube, die Menschen wünschen sich Dinge, die eher wie Erbstücke sind, die sie lange behalten können“, erklärte der Designer gegenüber BI. „Wenn man ein wirklich strapazierfähiges Sofa kauft, kann man es später neu beziehen.“
Helle Holztöne durch sattere Varianten ersetzt

Helle Holzoberflächen sind in diesem Frühjahr out.
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Jahrelang dominierten hellere Hölzer, doch laut Hook ist in letzter Zeit ein Trend zu tieferen, satteren Farbtönen zu beobachten.
„Lange Zeit sahen wir vor allem sehr helles, gebleichtes Holz, doch jetzt erleben wir ein Comeback tieferer Farbtöne wie sattes Nussbaumholz und Espresso“, erklärte sie gegenüber BI. Diese dunkleren Oberflächen können Tiefe und Kontrast verleihen, insbesondere in Kombination mit wärmeren Farbpaletten.
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