Der Angeklagte musste sich bereits im Februar vor Gericht verantworten

Der Angeklagte musste sich bereits im Februar vor Gericht verantworten

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APA/GEORG HOCHMUTH

Am Dienstag ist ein 57-jähriger mutmaßlicher Mafioso in Wien zu sieben Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Der Schöffensenat sprach ihn des schweren Raubes in zwei Fällen sowie des Drogenhandels schuldig. Der Tatzeitraum lag im Jahr 2020. Der Angeklagte hatte sich demnach daran beteiligt, Dealern Drogen zu entwenden. Der 57-Jährige sah darin keinen Raub, sondern einen „Betrug“. Der Prozess fand unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt.

So war der Gerichtssaal von Polizisten abgesperrt. Besucher der öffentlichen Verhandlung wurden durchsucht und mit Metalldetektoren abgetastet. Der Angeklagte wurde bereits in Frankreich und Belgien zu Haftstrafen in der Höhe von insgesamt 15 Jahren verurteilt. Im Februar dieses Jahres wurde er in Wien im Zweifel freigesprochen. Ihm war damals vorgeworfen worden, an einer Entführung des Kavač-Clans mitgewirkt zu haben. Das konnte ihm aber nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. „Wir gehen davon aus, dass Sie zu der Partie gehören“, stellte der Richter im Februar fest.