gridX, ein Anbieter smarter Energiemanagementsysteme und eine Tochtergesellschaft von E.ON, hat seinen Ladereport 2026 veröffentlicht. Dieser befasst sich mit dem Markt und der Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Europa. Das Unternehmen konnte dabei einen deutlichen Wandel ausmachen.

Elektroauto laden: So ist die Situation in Europa

So gibt es laut dem Report inzwischen 1,2 Millionen öffentliche Ladepunkte für Elektroautos in Europa; ein natürliches Plateau bei der Skalierung wird sichtbar. Der Ausbau der öffentlichen Ladepunkte ging jedoch 2025 zurück. Doch die installierte Ladeleistung wuchs dagegen beschleunigt und erreichte ein Plus von 36 Prozent. Für gridX ist das „ein klares Signal für den Wandel hin zu leistungsstärkerer Infrastruktur“.

Das ist enorm wichtig, denn immer mehr elektrisch betriebene Fahrzeuge sind mittlerweile auf den Straßen Europas unterwegs. So teilt gridX mit: „Mit 63 neuen BEV-Modellen [Battery Electric Vehicle] im Jahr 2025 und sinkenden Endkundenpreisen stieg die Marktdurchdringung von BEVs. Verbesserte Batterieeffizienz und höhere Reichweiten reduzieren die Reichweitenangst und stabilisieren die Nachfrage.“ Damit sind Engpässe im Ladenetz eine große Herausforderung und können zur Hürde beim Umstieg auf E-Mobilität werden.

Osteuropa holt auf

Um dies zu bewältigen, zeigt sich zuletzt ein klares Umdenken. So geht es, wie der Report zeigt, nicht mehr nur um reine Netzwerkerweiterung, sondern um Ladeoptimierung. Es lässt sich ein klarer Trend zu High-Power-Charging feststellen. Trotz langsamen Ausbaus von Ladepunkten stieg die durchschnittliche Ladeleistung auf 43 Kilowatt, und der Anteil ultraschneller Ladepunkte (über 150 Kilowatt) erhöhte sich auf 11,8 Prozent.

Doch regional gibt es einige Veränderungen in Europa. So bleiben die nordischen Länder und die Benelux-Staaten weiterhin ganz vorne, was die Ladeinfrastruktur angeht. Doch Osteuropa wird zur neuen Wachstumsregion. Länder wie Estland, Lettland und Rumänien führen inzwischen beim Ausbau der Ladekapazität, so gridX.

Trotzdem zeigt sich in Europa ein „fragmentiertes Bild“ bei der Ladeinfrastruktur von Elektroautos, erklärt das Unternehmen. Dieses erläutert: „In einigen Märkten wurde Infrastruktur dem Bedarf voraus aufgebaut. In anderen wächst der BEV-Bestand schneller als die Ladeinfrastruktur. Nur wenige Länder zeigen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beidem.“

Topaktuell

Quelle: gridX

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