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Washington – Ist das Tischtuch zerschnitten? Nachdem der Kanzler harte Kritik an Trumps Iran-Krieg übte, attackiert dieser Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hart zurück! Merz habe „keine Ahnung, wovon er spricht“, schreibt der US-Präsident – und schickt einen Seitenhieb mit: „Kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht.“
Trump auf „Truth Social“: „Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hält es für in Ordnung, wenn der Iran Atomwaffen besitzt. Er hat keine Ahnung! Hätte der Iran Atomwaffen, wäre die ganze Welt in Geiselhaft. Ich unternehme jetzt etwas mit dem Iran, was andere Nationen oder Präsidenten schon längst hätten tun sollen. Kein Wunder, dass es Deutschland wirtschaftlich und in jeder anderen Hinsicht so schlecht geht!“

Nach seinem Washington-Besuch Anfang März wurde der Kanzler dafür gelobt, wie gut er mit Trump könne. Hat er’s sich jetzt mit ihm verscherzt?
Foto: AP
Merz hatte Trumps Iran-Strategie hart kritisiert
Eine Reaktion auf Merz’ Sätze vom Vortag? Am Montag hatte der Bundeskanzler ziemlich undiplomatisch vor Schülern über den Iran-Krieg gesprochen. Seine Analyse lautete: „Eine ganze Nation“ werde „gedemütigt durch die iranische Staatsführung, vor allem durch diese sogenannten Revolutionsgarden“.
Das Iran-Regime sei „offensichtlich stärker als gedacht“, hatte der Kanzler außerdem gesagt. Zudem hätten die Amerikaner „offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie“. Trump sei „ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen“, was die Lage kompliziert mache. Die Mullahs würden „offensichtlich sehr geschickt verhandeln – oder eben sehr geschickt nicht verhandeln.“
Wichtiges Verhältnis könnte zerbrochen sein
Bundeskanzler Friedrich Merz war zuletzt am 3. März zu Besuch im Weißen Haus. Beim gemeinsamen Presseauftritt vor dem Kamin im Oval Office war die Stimmung gut, Trump feixte mit ihm. Merz bekam anschließend Lob für seinen geschickten diplomatischen Auftritt. Damit habe er die für Europa wichtigen Themen – Ukraine, Zölle und Iran – gut ansprechen können.
Ist dieses gute Verhältnis zum Weißen Haus jetzt kaputt? Wird Trump Merz fortan auf dem Kieker haben wie Briten-Premier Keir Starmer (63)? Es ist zu befürchten, dass Trump kein offenes Ohr mehr für den Kanzler haben wird.