Bechtold untersucht das Auto als Projektionsfläche gesellschaftlicher Vorstellungen von Fortschritt, Individualität und Status, betonte Kaspar-Eisert. Als er den ersten Betonporsche realisierte, galten sowohl das Auto als auch Beton als Ausdruck technologischer Zukunft. Heute habe sich diese Lesart verschoben: “Beton zählt zu den größten CO2-Emittenten der Bauindustrie, gleichzeitig stehen Individualverkehr und der Flächenverbrauch durch Autos im urbanen Raum im Zentrum gesellschaftlicher Debatten.” Ökologie sei 1971, als er den ersten Betonporsche goss, noch “ein Randthema gewesen”, sagte Bechtold.