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Der Hamburger SV scheint bei der Nachfolge-Regelung nach dem Aus von Stefan Kuntz (63) als Sportvorstand zum Jahresende 2025 kurz vor dem Abschluss zu sein. Dabei könnte es sich um eine faustdicke Überraschung handeln: Nach SPORT BILD-Informationen soll dabei Kathleen Krüger (40) vom FC Bayern die besten Chancen haben. Zurzeit ist sie als Leiterin Organisation und Infrastruktur für den neuen Deutschen Meister und Champions-League-Halbfinalisten aus München tätig.
Kathleen Krüger auf der HSV-Liste
Der HSV hat eine Headhunter-Agentur für die Suche eingeschaltet. Nach bestätigter SPORT BILD-Info wurde Krüger von dieser Agentur für die Aufgabe in Hamburg kontaktiert. Bekannt wurde Krüger als jahrelange Teammanagerin der Profi-Mannschaft, vor allem an der Seite von Star-Trainer Pep Guardiola (55). Die ehemalige Spielerin in der Frauen-Bundesliga-Mannschaft des FC Bayern wurde eines der bekanntesten Gesichter des Rekordmeisters. Nun soll sie die Hamburger verstärken.
Der HSV-Aufsichtsrat, der für die Neu-Besetzung verantwortlich ist, hat sich zuletzt wieder über das Thema ausgetauscht und sich in den vergangenen Wochen mit mehreren Kandidaten beschäftigt. Mit dem Klub in Verbindung gebracht wurden unter anderem Borussia Dortmunds Ex-Sportdirektor Sebastian Kehl (46). Der ehemalige BVB-Meisterspieler wurde zuletzt auch als neuer Sport-Boss beim englischen Traditionsklub Tottenham Hotspur gehandelt.
Krüger liegt HSV-Angebot vor
Der HSV ließ sich nach dem Kuntz-Aus bewusst viel Zeit, was die Nachfolge-Regelung betrifft. Es wurde eine Shortlist erstellt. Es gab zahlreiche Kandidaten aus dem In- und Ausland – dazu kommen Namen, die von Personal-Beratern und Mitgliedern des Vereinskontrollgremiums ins Spiel gebracht wurden. Dazu zählte auch der jetzige Sportdirektor Claus Costa (41). Der soll seinen Posten behalten, Krüger Sportvorständin werden. Sie gilt als Top-Favoritin, hat ein Angebot vorliegen. Bei den Bayern laufen Gespräche wegen einer Freigabe. Dort hat sie einen unbefristeten Vertrag.
Der Aufsichtsrat hatte einen Anforderungskatalog mit fünf Punkten erarbeitet, nach dem alle Kandidaten bewertet werden sollten: Thema sportliche Erfolge. Thema Transfers. Thema Nachwuchsförderung. Thema Internationalisierung: Der neue Sportvorstand soll nicht nur gute Kontakte ins Ausland haben für Transfers, sondern auch mit seinem künftigen Kollegen Eric Huwer (42/derzeit Allein-Vorstand) den HSV international noch besser aufstellen, um neue Geschäftsfelder erschließen zu können. Thema Compliance: Hier geht es u. a. um eine professionelle und saubere Arbeitsweise.
Die fünf Kriterien wurden unterschiedlich gewichtet, am Ende ergab sich eine Gesamtnote. Die besten Kandidaten kamen in die Endauswahl. Krüger soll dabei sehr gut abgeschnitten haben. Der HSV war zu einer Stellungnahme am späten Mittwochnachmittag nicht zu erreichen.