Alexander Schriebl muss nach nur drei Siegen in 14 Spielen gehen. Ihm folgt der Däne Lars Söndergaard nach, der in Österreichs Fußball wohlbekannt ist.

Überraschend vermeldet das Frauen-Nationalteam am Mittwoch einen Wechsel an der Spitze. Lars Söndergaard übernimmt ab sofort die Funktion des Teamchefs und folgt damit auf Alexander Schriebl. Dieser hatte im Jänner 2025 die Nachfolge von Irene Fuhrmann angetreten, allerdings nur drei Siege in 14 Spielen verbucht. Auch den Verbleib in Liga A hatten die ÖFB-Frauen im Vorjahr nur knapp im Playoff geschafft. In der laufenden WM-Qualifikation halten die Österreicherinnen bei nur einem Punkt (0:0 gegen Deutschland), am 5. Juni geht es im Wiener Stadion des Sport-Club gegen Slowenien. Auch als Gruppenletzter besteht im Playoff im Herbst noch eine Chance auf die WM 2027 in Brasilien.

„Vor eineinhalb Jahren haben wir einen mutigen Neubeginn eingeleitet und dabei auch durchaus Risiko genommen. Dieses Projekt ist in einer insgesamt sehr herausfordernden Konstellation jedoch nicht in der gewünschten Form aufgegangen. Nach intensiven Gesprächen und umfassenden Analysen bin ich – trotz der zuletzt positiven Reaktion beim 0:0 gegen Deutschland -zur Überzeugung gelangt, hier eine Veränderung vorzunehmen. Ich bedanke mich bei Alexander Schriebl und auch seiner Assistenztrainerin Sara Schaible und wünsche ihnen alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft“, erklärte ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel.

Der 67-jährige Söndergaard ist im österreichischen Fußball bestens bekannt. In seiner Trainerlaufbahn war er unter anderem bei Austria Salzburg sowie beim FK Austria Wien tätig. In Dänemark fungierte er unter anderem als Cheftrainer von Viborg und Aalborg. Zuletzt betreute er über einen Zeitraum von sechs Jahren das dänische Frauen-Nationalteam und führte dieses sowohl zur Europa- als auch zur Weltmeisterschaft. „Mit Lars Söndergaard konnten wir eine anerkannte Persönlichkeit des europäischen Fußballs gewinnen. Er wird das Frauen-Nationalteam zunächst bis zum Ende der Kampagne für die WM 2027 in Brasilien betreuen“, so Schöttel. (red.)

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