Smartwatches sind gereift: Sie zählen längst nicht nur Schritte, sondern vereinen Fitness, Gesundheit und Kommunikation. Der Markt ist vielfältig – von der robusten Outdoor-Uhr bis zum filigranen Designstück.
In unserem aktuellen Test traten Topmodelle und günstige Alternativen gegeneinander an. Das Ergebnis überrascht: Zwischen Apple, Garmin und deutlich günstigeren Marken liegen oft nur Nuancen – teilweise entscheidet die zweite Nachkommastelle.
Während die Marktführer mit ausgeklügelter Integration glänzen, holen Newcomer bei Akkulaufzeit, Genauigkeit und Funktionsumfang auf – zum Bruchteil des Preises. IMTEST zeigt, welche Modelle sich wirklich lohnen.
IMTEST-Testsieger: Die besten Smartwatches im Überblick
In diesem Abschnitt präsentiert IMTEST die Top-Favoriten. Wir zeigen, welche Smartwatches im Test besonders überzeugt haben und warum sie der Konkurrenz einen Schritt voraus sind.
Testsieger: Apple Watch Ultra 3
Die Apple Watch Ultra 3 knüpft nahtlos an die Linie ihrer Vorgänger an. Sie präsentiert sich als äußerst widerstandsfähiger Begleiter, der für Nutzer gedacht ist, die gerne in anspruchsvollen Umgebungen unterwegs sind.
Apple Watch Ultra 3
Neu ist die Option, Nachrichten und Notrufe auch dann abzusetzen, wenn kein Mobilfunknetz zur Verfügung steht, da die Smartwatch nun auch über Satellitenverbindungen kommuniziert. Zusätzlich unterstützt das Modell erstmals 5G, was vor allem durch schneller Datenverbindungen für mehr Komfort sorgt.
Beim Design bleibt Apple dem vertrauten Erscheinungsbild treu. Das 49 Millimeter große Titan-Gehäuse bieten die US-Amerikaner in Schwarz oder Natur an. An schmalen Handgelenken wirkt die Uhr gewohnt wuchtig, dafür punktet sie mit hoher Robustheit.
Die Apple Watch Ultra 3 ist nicht nur bis 100 Meter wasserdicht, sie zeigt auch die aktuelle Tiefe an. © IMTEST
Überarbeitet wurden die Displayränder, die nun einen Tick schmaler ausfallen. Das neue Wide-Angle-OLED verbessert minimal die Lesbarkeit aus engen Blickwinkeln. Mit einer Spitzenhelligkeit von 3.000 Nits bleibt die Anzeige auch bei direktem Sonnenlicht klar erkennbar.
Weiterhin verfügbar: EKG, Blutsauerstoff, Hauttemperatur, Atemfrequenz und Schlafanalyse. Neu sind Warnhinweise bei auffälligem Blutdruckverhalten – basierend auf abgeleiteten Daten wie Herzfrequenz und Bewegungsmustern. Eine direkte Blutdruckmessung findet nicht statt.
Mit dem neuen Schlafindex orientiert sich Apple an Lösungen von Garmin. Der Index bezieht unter anderem Atemfrequenz, Bewegung und Schlafphasen ein.Die Uhr liefert umfangreiche Gesundheitsdaten – ersetzt aber keine ärztliche Diagnose.
Beim Sport überzeugt die Ultra 3 mit Dual-Band-GPS für präzise Ortung. Sie eignet sich für Laufen, Radfahren, Schwimmen und Triathlon. Die Pulsmessung zählt zu den genauesten am Markt. Wer auf Satellitenkommunikation verzichten kann, erhält mit dem Vorgänger eine fast gleichwertige Alternative.
PRO
5G und Satelliten-Kommunikation, top Bildschirm, erstklassiges Zusammenspiel mit iPhone, beste App-Auswahl
KONTRA
etwas groß und „klobig“
IMTEST-Ergebnis:
sehr gut 1,51
Preis-Leistungssieger: Xiaomi Redmi Watch 5
Die Xiaomi Redmi Watch 5 kostet rund 110 Euro und bietet ein 2,07-Zoll-AMOLED-Display mit kräftigen Farben.
Xiaomi Redmi Watch 5
Im Test überzeugte sie mit 13 Tagen Akkulaufzeit im Alltag und 50 Stunden Sportmodus – ein starker Wert. Sie ist leicht zu tragen, wirkt an schmalen Handgelenken aber wuchtig. Das Gehäuse und Armband aus Kunststoff mindern den Eindruck der Wertigkeit.
Gesundheitsfunktionen wie Puls- und Sauerstoffmessung sind vorhanden, aber weniger umfangreich als bei teureren Uhren. Über 150 Sportarten können getrackt werden, die Auswertung bleibt jedoch oberflächlich.
Die Redmi Watch 5 hat viele Sportarten zur Auswahl, die Auswertung der Daten ist jedoch ausbaufähig. © IMTEST / Sandra Fischer
Positiv fiel die sehr genaue GPS-Leistung auf, negativ das Fehlen einer Navigationsfunktion. Insgesamt stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Einzeltest der Xiaomi Redmi Watch 5 zeigt IMTEST alle Eigenschaften dieses Geräts.
PRO
günstiger Preis, hoher Tragekomfort, super Akkulaufzeit
KONTRA
wenig smarte Funktionen, Gesundheits- und Trainingsfunktionen
IMTEST-Ergebnis:
befriedigend 2,67
Weitere empfehlenswerte Smartwatches
Neben den Spitzenreitern gibt es weitere Smartwatches, die durch spezielle Features oder ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis punkten. Diese werden hier vorgestellt.
Garmin Fenix 8 Pro
Die Garmin Fenix 8 Pro liefert endlich jene Ausstattung, die viele Outdoor-Sportler seit Langem fordern. LTE und Satellitenkontakt direkt am Handgelenk bringen spürbare Vorteile für die Sicherheit, vor allem für Menschen, die laufend, radelnd oder wandernd ohne Telefon unterwegs sind.
Garmin Fenix 8 Pro
Dazu kommen die vertrauten Stärken wie das widerstandsfähige Gehäuse, eine präzise Ortung, umfangreiche Kartendarstellung und die immer noch einmalig umfangreichen Sport- und Fitnessfunktionen von Garmin.
Allerdings zeigen sich ebenso klare Schattenseiten. Erstens schießt Garmin langsam, aber sicher bei den Preisen übers Ziel hinaus (hier eine UVP von 1.199 Euro). Zweitens koppelt Garmin ausgerechnet die Notruffunktion an ein kostenpflichtiges Abo. Für ein Gerät mit so einem Preisschild ist das mindestens fragwürdig. Wer eine hochwertige Outdoor-Uhr erwirbt, darf erwarten, dass ein Hilferuf (wie bei Apple und Google) in den ersten zwei Jahren ohne weitere Kosten möglich ist. Und drittens ist das System der Fenix 8 Pro technisch kein vollwertiges LTE, sondern arbeitet ausschließlich über Garmins eigenen Dienst. Nutzer sind daher weder über ihre normale Rufnummer erreichbar noch können sie selbst darüber Nachrichten verschicken. Beide Seiten sind stattdessen mehr oder weniger gezwungen die Garmin Messenger App zu verwenden.
Die Fenix 8 Pro hat spezielle Kommunikations-Apps an Bord. © IMTEST
Erschwerend kommt hinzu, dass das Modell für zahlreiche Nutzer zu groß ausfällt. Gerade Personen mit schmaleren Handgelenken, darunter viele Frauen, profitieren zwar besonders von den Sicherheitsfunktionen, werden jedoch durch Größe und Gewicht abgeschreckt. Ein kleines Modell bietet Garmin nicht an.
Auch das Display enttäuscht ein wenig. Eine Premium-Uhr, die 2025 lediglich 1.000 Nits liefert, macht keine gute Figur, wenn günstigere Modelle teilweise die zwei- bis dreifache Helligkeit erreichen.
Am Ende bleibt die Fenix 8 Pro trotzdem eine der spannendsten Smartwatches für den Outdoor-Einsatz. Wer maximale Unabhängigkeit und Sicherheit sucht, erhält hier das derzeit leistungsstärkste Garmin-Modell. Alle anderen sollten prüfen, ob nicht die reguläre Fenix 8, die T-Rex 3 Pro oder die Apple Watch Ultra 3 die passendere Option sind.
PRO
LTE und Satellitenfunk, umfangreiche Sportfunktionen, robuste Bauweise
KONTRA
SOS-Funktion nur mit Abo, kein „echtes“ LTE
IMTEST-Ergebnis:
sehr gut 1,54
Apple Watch Series 11
Die Apple Watch Series 11 kommt im gewohnten, kompakten Lieferumfang mit einer Aluminiumgehäuse-Variante, einem schwarzen Sportarmband und einem USB-C-Schnellladekabel. Die Verpackung ist schlicht, aus Pappe und Papier gefertigt. Das Design ist hochwertig verarbeitet, und die Uhr sitzt dank verschiedener Größen und Armbandoptionen bequem am Handgelenk. Der Schnellverschluss ermöglicht einen einfachen Armbandwechsel.
Apple Watch Series 11
Die Smartwatch überzeugt mit einem brillanten Always-On-OLED-Display und einer einfachen Bedienung über die digitale Krone. Sie bietet viele Funktionen wie Musikstreaming, Zugriff auf den App Store, Apple Pay und eine Vielzahl von Gesundheitsmessungen wie Blutdruck und EKG. Allerdings bleibt die Akkulaufzeit ein Schwachpunkt, mit nur 25 Stunden im Alltagstest. Die Series 11 punktet außerdem mit einer neuen Farboption und verbesserten Materialien, jedoch gibt es keine revolutionären Veränderungen im Vergleich zur Series 10.
Eine der verbauten Gesundheitsfunktionen: die Messung der Herzfrequenz. © IMTEST / Sandra Fischer
Für Bestandsnutzer der Series 10 sind die Neuerungen wie 5G-Konnektivität und die erweiterte Akkulaufzeit eher kleine Verbesserungen, die nicht zwingend ein Upgrade erforderlich machen. Neueinsteiger oder Nutzer, die von den neuen Funktionen profitieren möchten, finden in der Series 11 eine vielseitige und gut integrierte Smartwatch, die weiterhin in Sachen Akkulaufzeit hinter der Konkurrenz zurückbleibt.
Im Einzeltest der Apple Watch Series 11 zeigt IMTEST alle Eigenschaften dieses Geräts.
PRO
sehr individualisierbar, gutes Display, viele Smart- und Gesundheitsfunktionen
KONTRA
kurze Akkulaufzeit, mäßig viele Trainingsfunktionen
IMTEST-Ergebnis:
gut 1,61
Galaxy Watch 8 Classic
Die Galaxy Watch 8 Classic kombiniert ein Edelstahlgehäuse mit 46 Millimetern Durchmesser. Ein weitere Unterschied zur herkömmlichen Watch ist die physische Drehlünette, die als markantes Bedienelement dient und der Smartwatch einen klassischen Auftritt verleiht.
Galaxy Watch 8 Classic
Die Bedienung hebt sich durch die Drehlünette klar ab. Menüs lassen sich präzise steuern, ergänzt durch den programmierbaren Quick-Button. Unabhängig davon entspricht die Classic technisch vollständig der Watch 8: Exynos W1000, 2 GB RAM, 32 GB Speicher und Wear OS 6 mit One UI Watch 6. Auch die KI-Funktionen wie Sprachsteuerung, Trainingspläne, Energie-Score oder Gesundheitsanalysen sind identisch.
Das Sensorpaket umfasst Herzfrequenzmessung, Körperanalyse, SpO2, EKG, Blutdruck, Hauttemperatur, Schlafanalyse, Energie-Tracking sowie den AGE-Index. Beim Sport-Tracking zeigt sich die gleiche Präzision wie beim Standardmodell. Das Dualband-GPS arbeitet zuverlässig, die Laufanalyse liefert detaillierte Werte. Unterschiede ergeben sich allein in der Bedienung, nicht in der Messqualität.
Die Galaxy Watch 8 Classic (oben) setzt im Gegensatz zur „normalen“ Watch 8 auf einen klassischen Look. © IMTEST
Auch die Akkulaufzeit bleibt trotz größerem 445-mAh-Akku nahezu deckungsgleich mit der Watch 8. Samsung nennt 30 bis 40 Stunden, im Test waren es 26 bis 38. Geladen wird per Magnetpad in etwa einer Stunde. Preislich startet die Watch 8 Classic bei 529 Euro, die LTE-Version bei 579 Euro. Angeboten wird sie in Schwarz und Silber. Wer klassischen Look und haptische Bedienung bevorzugt, findet hier eine passende Wahl.
PRO
Vielfältige Gesundheitsfunktionen, starke Gemini-KI, einfache Bedienung
IMTEST-Ergebnis:
gut 1,66
Garmin Tactix 8
In der Tactix 8 steckt die gleiche Technik wie in der Fenix 8, nur dass Garmin dieses Modell mit zusätzlichen taktischen Features für Militär und Outdoor-Profis. Das lassen sich die US-Amerikaner mit einer UVP von 1.400 Euro fürstlich bezahlen.
Garmin Tactix 8
Ausgestattet mit Funktionen wie Nachtsichtmodus, ballistischer Berechnung und einer Militärstandard-Zertifizierung, hebt sich die Tactix 8 auf jeden Fall deutlich von herkömmlichen Smartwatches ab. Besonders beeindruckend ist die Akkulaufzeit, die im Test bei alltäglicher Nutzung 10,5 Tage betrug und im Sportmodus bis zu 50 Stunden erreichte.
Zudem besticht sie durch ihr robustes Outdoor-Design: Die Garmin Tactix 8 kombiniert Titan-Lünette, kratzfestes Saphirglas und ein 1,4-Zoll-AMOLED-Display. Die Steuerung gelingt nach kurzer Übung über Touchscreen und Tasten. Im Test zeigte sich die Uhr größer als klassische Modelle wie die Huawei Watch GT 5. Wer schmale Handgelenke hat, dürfte sie im Alltag als zu wuchtig empfinden.
Zum Navigieren ist die Garmin Tactix 8 sehr gut geeignet. © IMTEST / Sandra Fischer
Die Garmin Tactix 8 beherrscht aber auch Alltagsfunktionen wie Telefonieren, Nachrichtenempfang und Musiksteuerung. Sportler profitieren von genauen Messungen der Herzfrequenz und der Sauerstoffsättigung. Auch die Navigation überzeugte im Test: Mehrfrequenz-Empfang von GPS, Galileo und Glonass sorgt für exakte Routenaufzeichnung.
Im Einzeltest der Garmin Tactix 8 zeigt IMTEST alle Eigenschaften dieses Geräts.
PRO
Robuste Verarbeitung, sehr gute Akkulaufzeit, viele taktische Funktionen
KONTRA
etwas groß und „klobig“, keine Blutdruckmessung, Bedienung etwas schwierig
IMTEST-Ergebnis:
gut 1,67
Samsung Galaxy Watch 8
Die Samsung Galaxy Watch8, mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 409 Euro, setzt auf verbesserte Sensoren, KI-Funktionen und ein überarbeitetes Design. Im Test zeigt sich das Modell besonders in den Bereichen Gesundheitsmonitoring und Display stark. Die Akkulaufzeit konnte dagegen nicht überzeugen. Bei alltäglicher Nutzung hielt der Akku nur etwa 40 Stunden durch, was im Vergleich zu anderen Smartwatches wie der Amazfit Balance 2 enttäuschend ist.
Samsung Galaxy Watch 8
Das 1,5-Zoll-Super-AMOLED-Display der Galaxy Watch 8 überzeugte im Test mit kräftigen, brillanten Farben und exzellenter Lesbarkeit. Die Bedienung erwies sich jedoch als weniger intuitiv: Bei einem Klick auf die Knöpfe passierte oft nichts, und die Menüführung erforderte Eingewöhnung. In Bezug auf die Gesundheitsfunktionen ist die Galaxy Watch8 sehr gut ausgestattet. Sie bietet sogar die Möglichkeit, den Blutdruck zu messen und ein EKG durchzuführen, was sie zu einer der umfassendsten Uhren im Gesundheitsbereich macht.
Die Bedienung der Watch8 gestaltet sich im Test nicht immer intuitiv. © IMTEST / Sandra Fischer
Mit über 100 Sportarten und vielen Trainingsfunktionen bietet die Galaxy Watch 8 für Sportler eine Vielzahl an Auswertungen. Die GPS-Messung war zudem äußerst präzise. Ein Highlight ist die Nutzung von Google Maps zur Navigation, wobei es jedoch keine Zurück-zum-Start-Funktion gibt, was beim Joggen in unbekannten Gebieten fehlen könnte. Insgesamt überzeugt die Samsung Galaxy Watch 8 durch ihre starke Leistung im Bereich Gesundheitsmonitoring und App-Angebot, lässt jedoch in puncto Akkulaufzeit und Bedienung noch Raum für Verbesserungen.
Im Einzeltest der Samsung Galaxy Watch8 zeigt IMTEST alle Eigenschaften dieses Geräts.
PRO
große App-Auswahl, viele Gesundheitswerte trackbar
KONTRA
schlechte Akkulaufzeit, etwas schwierige Bedienung
IMTEST-Ergebnis:
gut 1,68
Amazfit T-Rex 3 Pro
Die Amazfit T-Rex 3 Pro tritt als robuste und günstige Alternative zu den High-End-Modellen von Garmin an. Das neuste Modell der T-Rex-Reihe will dabei mit Saphirglas, LED-Taschenlampe und routingfähige Offline-Karten punkten.
Amazfit T-Rex 3 Pro
Das kantige Design des Vorgängers bleibt erhalten, wahlweise in 48 oder 44 Millimetern. Trotz wuchtiger Maße fällt das Gewicht geringer aus, da Amazfit auf Kunststoff mit Titan-Elementen setzt. Das 1,5-Zoll-AMOLED mit 480 × 480 Pixeln erreicht 2.000 Nits und bleibt auch bei Sonne klar ablesbar. Die Bedienung läuft flüssig über Touch und Tasten.
Die wichtigste Neuerung ist die vollwertige Routennavigation. Routen lassen sich auf der Smartwatch planen, Rundkurse erstellen und POIs ansteuern. In der Praxis zeigten sich jedoch gelegentlich Fehlberechnungen und unpassende Wege. Die Kartenqualität reicht also noch nicht ganz an Garmin heran. Dafür entpuppt sich die integrierte LED-Taschenlampe (Garmin lässt wieder grüßen) im Alltag als äußerst nützliche Ergänzung.
Unabhängig davon liefert das Dualband-GPS sehr präzise Routenaufzeichnung, die Pulsmessung ist solide und externe Sensoren lassen sich per Bluetooth koppeln, ANT+ fehlt jedoch. Die Akkulaufzeit bleibt stark: bis zu elf Tage im Alltag und rund 25 Stunden GPS. Die Fitnessfunktionen decken Herzfrequenz, SpO2, Stress, Schlaf und über 180 Sportarten ab. VO2max, Trainingsbelastung und Erholungszeit werden ermittelt, wirken aber nicht ganz so ausgereift wie bei den Topmodellen von Garmin.
In der T-Rex 3 Pro steckt sogar ein Tauchcomputer. © IMTEST
Bei den smarten Funktionen bleibt die T-Rex 3 Pro allerdings eingeschränkt. Telefonate sind möglich, doch die Mikrofonqualität ist mäßig. Musik-Streamingdienste werden nicht unterstützt und der Zepp-Flow-Assistent bleibt rudimentär. Benachrichtigungen funktionieren immerhin zuverlässig, Android-Nutzer können sogar Bilder und Sticker sehen und per Sprachnachricht antworten. Unterm Strich bietet die T-Rex 3 Pro viel Outdoor-Leistung für unter 400 Euro. Navigation, Saphirglas, Taschenlampe und starke Laufzeit machen sie attraktiv, auch wenn die Smartfunktionen klar hinter teuren Konkurrenzmodellen zurückliegen.
PRO
Saphirglas und Titan-Lünette, top Akkulaufzeit, praktische LED-Taschenlampe
KONTRA
eingeschränkte smarte Funktionen
IMTEST-Ergebnis:
gut 1,73
Google Pixel Watch 4
Die Pixel Watch 4 soll Googles Smartwatch-Reihe erwachsener machen. Im Fokus stehen ein extrem helles Display, überarbeitete Hardware, bessere Fitnessfunktionen und erstmals ein Satelliten-Notruf. Optisch bleibt die Pixel Watch 4 bleibt aber dem runden, reduzierten Design der Serie treu, wirkt durch weichere Kanten noch einen Tick eleganter.
Google Pixel Watch 4![]()
Der neue Snapdragon W5 Gen 2-Prozessor sorgt ferner für flüssige Bedienung, ergänzt durch präzisere Vibrationen und klarere Lautsprecher. Positiv: Die Pixel Watch 4 zählt zu den wenigen reparierbaren Smartwatches, da sich Gehäuse und Akku über Schrauben öffnen lassen.
Der größte Fortschritt ist das Display mit 3.000 Nits. Inhalte bleiben selbst in direkter Sonne klar erkennbar, die leicht gewölbte Anzeige wirkt plastischer und durch kleinere Ränder großzügiger. Die Bedienoberfläche passt sich farblich an und wirkt besser auf die runde Form abgestimmt. Über den Play Store steht außerdem ein breites App-Angebot bereit.
Gemini ersetzt Google den Assistant – aktuell hat man damit die beste KI fürs Handgelenk an Bord. Komplexere Aufgaben benötigen aber eine Internet-Verbindung. Fitbit bleibt zentral für Training und Gesundheit. Intervall-Workouts, Readiness-Score, Cardio Load und ein späterer KI-Coach decken viele Bedürfnisse ab. Externe Sensoren lassen sich per Bluetooth koppeln.
Die Pixel Watch 4 hat ihre Stärken vor allem im Alltag, weniger in der Natur. © IMTEST
Das Multiband-GPS arbeitet deutlich präziser als beim Vorgänger und auch die Pulsmessung zeigte im Test stabile Werte. Die Akkulaufzeit liegt bei rund zwei Tagen, GPS verbraucht etwa 10 Prozent pro Stunde. Neu ist Satelliten-SOS, das bei Netzausfall Notrufe ermöglicht, aktuell jedoch nur in den USA zur Verfügung steht. Insgesamt bietet die Pixel Watch 4 ein starkes Gesamtpaket, auch wenn Sport- und Outdoor-Funktionen nicht an reine Sportuhren heranreichen.
PRO
Umfangreiche Fitness- und Gesundheitsfunktionen, KI-Assistent Gemini, starkes Display
IMTEST-Ergebnis:
gut 1,77
Huawei Watch GT 6 Pro
Die Huawei Watch GT 6 Pro will ambitionierte Sportler ansprechen, die Wert auf exakte Messwerte, starke Navigation und lange Laufzeit legen. Im Test zeigt sie viel Profi-Potenzial, leistet sich aber Schwächen bei den smarten Funktionen.
Huawei Watch GT 6 Pro
Die Huawei Watch GT 6 Pro tritt in 47 Millimetern mit Titan-Gehäuse, Saphirglas und 1,47 Zoll großem AMOLED-Display mit 466 mal 466 Pixeln an. Huawei nennt 3000 Nits Helligkeit, im Alltag bleibt der Bildschirm tatsächlich auch in der Sonne sehr gut ablesbar.
Im Alltag läuft die Oberfläche flüssig, Widgets für Training, Herzfrequenz, SpO2, Schlaf und Wetter sind schnell erreichbar. Die Health-App bereitet Trainingslast, Erholung und Trends übersichtlich auf. Stark: Navigation mit Petal Maps inklusive Offline-Karten und Abbiegehinweisen sowie der direkte Import von Komoot-Routen. Der Akku überzeugt ebenfalls. Theoretisch verspricht Huawei bis zu 21 Tage, im Test waren mit Always-on knapp zehn Tage und im Mischbetrieb locker eine Woche realistisch. Beim Outdoor-Sport lag der Verbrauch bei rund fünf Prozent pro Stunde, also etwa 20 Stunden mit dauerhaftem GPS.
Beim Sport spielt die GT 6 Pro weitere Stärken aus. Über 100 Trainingsmodi, besonders tiefgehende Radfunktionen inklusive Steigungsanzeige, Trainingslast und virtueller Leistung in Watt gibt es bei keiner anderen Smartwatch. Externe Leistungsmesser lassen sich zudem per Bluetooth koppeln und sogar FTP-Tests sind möglich. GPS und Herzfrequenz lagen im Vergleich zur Garmin Fenix 8 dicht beieinander.
Stark: Die Huawei GT 6 Pro lässt sich sogar mit Leistungsmessern von Fahrrädern koppeln. © IMTEST
Die Schwachstelle bleibt das Ökosystem. Die App-Auswahl ist klein, Musik gibt es nur lokal, Bezahlen funktionierte im Test nur über eine eigene Frickel-Lösung mit einer speziellen Prepaid-Kreditkarte. Am iPhone fallen zudem wichtige Möglichkeiten weg. Wer für 379 Euro vor allem Training und Navigation im Blick hat, erhält jedoch eine sehr starke Sportuhr mit Profi-Einschlag.
PRO
innovative Sportfunktionen, starke Akkulaufzeit, wertige Verarbeitung
KONTRA
schwache smarte Funktionen
IMTEST-Ergebnis:
gut 1,77
Amazfit Balance 2
Die Amazfit Balance 2 überwacht körperliche Daten wie Herzfrequenz, Schlaf und Stresslevel. Sie kostet laut Hersteller 299,90 Euro und richtet sich an Nutzer, die eine vielseitige Alltagsuhr suchen. Im Test hielt der Akku bis zu 16 Tage ohne Sporttracking durch.
Amazfit Balance 2
Die Amazfit Balance 2 hat ein 1,5-Zoll-AMOLED-Display, das im Test bei Sonne wie im Dunkeln ablesbar war. Mehr als 250 Ziffernblätter stehen zur Auswahl. Die Bedienung erwies sich als übersichtlich. Kritik gab es am Tragekomfort: Eine Kante auf der Unterseite verursachte bei der Testerin Druckstellen – auch andere Nutzer berichteten davon.
Mit der Balance 2 hat es im Test sehr gut funktioniert, eingehende Anrufe anzunehmen oder selbst Kontakte anzurufen. © IMTEST / Sandra Fischer
Die Amazfit Balance 2 misst Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung zuverlässig. Über 170 Sportarten stehen zur Auswahl. Während des Trainings erfasst die Uhr unter anderem Körpertemperatur, Geschwindigkeit und Kadenz. Nach dem Sport liefert sie Auswertungen zu Belastung und Fortschritt. Angesichts der Funktionsvielfalt bietet sie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – beim Tragekomfort aber mit Abstrichen.
Im Einzeltest der Amazfit Balance 2 zeigt IMTEST alle Eigenschaften dieses Geräts.
PRO
beeindruckende Akkulaufzeit, viele Gesundheitswerte trackbar, große Anzahl an smarten Funktionen
IMTEST-Ergebnis:
gut 1,78
Huawei Watch GT 5
Die Huawei Watch GT 5 kostet 299 Euro und richtet sich an Nutzer, die Design und Fitnessfunktionen kombinieren wollen. Sie misst unter anderem Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung und Schlafqualität. Im Test hielt der Akku 7,5 Tage im Alltag und 8,3 Stunden im Sportmodus durch – solide, aber kürzer als bei Spitzenmodellen.
Huawei Watch GT 5
Die Huawei Watch GT 5 hat ein 1,32-Zoll-AMOLED-Display mit kräftigen Farben und guter Ablesbarkeit, auch bei Sonne. Die Bedienung erwies sich im Test als übersichtlich. Über 150 Ziffernblätter ermöglichen unterschiedliche Designs. Kritik gab es am Magnetarmband: Es weitet sich im Laufe des Tages, wodurch die Uhr lockerer sitzt und die Pulsmessung ungenau wird.
Eine sehr einfache Bedienung ist einer der Pluspunkte dieser Smartwatch. © IMTEST / Sandra Fischer
Die Huawei Watch GT 5 misst im Test Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung zuverlässig. Für das Training stehen über 100 Sportarten bereit, ergänzt durch Funktionen wie Trainingspläne und Erholungszeit. Problematisch zeigte sich die Navigation: Weil Google-Dienste fehlen, setzt Huawei auf Petal Maps, das sich nicht auf jedem Smartphone problemlos installieren lässt. Insgesamt bietet die Uhr gute Fitnessfunktionen und eine solide Akkulaufzeit, mit Abstrichen bei Navigation und Armband.
Im Einzeltest der Huawei Watch GT 5 zeigt IMTEST alle Eigenschaften dieses Geräts.
PRO
sehr gute Trainingsaufzeichnung, -auswertung und -planung; sehr einfache Bedienung
KONTRA
Navigation funktioniert nicht, Gesundheitswerte ausbaufähig
IMTEST-Ergebnis:
gut 2,30
Fazit
Der Smartwatch-Markt zeigt 2025 klar zwei Lager: hochintegrierte Ökosysteme mit maximaler Alltagstauglichkeit und spezialisierte Sportmodelle, die mit Ausdauer, Präzision und robusten Navigationslösungen punkten. Die Apple Watch Ultra 3 und die kleinere Schwester Apple Watch 11 bleiben der Maßstab für eine nahtlose Verbindung zwischen Handy und Smartwatch und praktische Helfer im Alltag. Im Android-Lager nehmen diese Rolle die Samsung Galaxy Watch 8 (Classic) und die Pixel Watch 4 ein.
Wer seinen Fokus auf Sport legt, sollte sich dagegen bei anderen Marken umsehen. Garmin ist hier weiterhin das Maß der Dinge, allerdings holen Marken wie Amazfit und Huawei immer weiter auf. Es fällt zunehmend schwer, stichhaltige Argumente für die heftigen Preisaufschläge der US-Amerikaner zu finden. Amazfit bietet etwa mit der T-Rex 3 Pro viel Outdoor-Leistung zu einem überraschend niedrigen Preis. Und auch die Huawei Watch GT 6 Pro punktet bei Sportlern mit exakter Messung, starkem Akku und durchdachter Navigation. Unterm Strich gilt: Die beste Smartwatch hängt heute stärker denn je vom persönlichen Schwerpunkt ab.
Test-Tabelle: Alle Kandidaten im Überblick
Im Folgenden präsentiert IMTEST die Testkandidaten in der detaillierten Test-Tabelle.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Smartwatches
Die häufigsten Fragen, die beim Kauf von Smartwatches auftreten, werden hier beantwortet, um mögliche Unklarheiten zu beseitigen.
Wie testet IMTEST Smartwatches?
IMTEST testet Smartwatches in unterschiedlichen Bereichen. Ein großer Oberpunkt sind Sportfunktionen. Hier wird unter anderem geschaut, für welche Sportarten sich Sportmodi starten lassen, welche Trainingsdaten die Uhr anzeigt und inwieweit sie das Training im Anschluss auswerten kann. Auch Funktionen zur Trainingsplanung und Motivation werden einbezogen. Die Navigation und GPS-Messgenauigkeit fallen ebenfalls unter diesen Testpunkt. Im Bereich Gesundheitsfunktionen prüft IMTEST, welche Werte wie Blutsauerstoffsättigung oder Stresslevel die Watch erfasst. Die Messgenauigkeit bestimmter Werte überprüft IMTEST ebenso.
Im Testbereich der smarten Funktionen testet IMTEST unter anderem, inwieweit das Telefonieren, Beantworten von Nachrichten, Musikabspielen und Bezahlen mit der Uhr möglich ist. Außerdem prüft IMTEST, wie lange der Akku der Smartwatches im Alltag und beim Sport hält, wie einfach die Bedienung des Geräts klappt, wie bequem das Modell am Handgelenk sitzt und wie gut es ablesbar ist.
Welche Smartwatch ist Testsieger?
Die Apple Watch Ultra 3 ist Testsieger, weil sie das derzeit perfekte Gesamtpaket liefert. Sie kombiniert ein extrem robustes Titangehäuse mit einem referenzverdächtig hellen Display und sehr hoher Messpräzision. Das intuitive watchOS und die riesige App-Vielfalt sind zudem ungeschlagen. Ein Highlight ist die neue Satellitentechnik für Kommunikation selbst im Funkloch. Zwar bieten Konkurrenten wie die Garmin Fenix 8 Pro mehr Ausdauer, doch keine Smartwatch meistert den Spagat zwischen Profi-Sporttool und smartem Alltagsbegleiter so kompromisslos gut wie die Ultra 3.
Welche Smartwatch ist Preis-Leistungssieger?
Preis-Leistungssieger ist die Xiaomi Redmi Watch 5, die für rund 110 Euro ein großes 2,07-Zoll-AMOLED-Display, starke Akkulaufzeiten (bis zu 13 Tage im Alltag) und präzises GPS bietet. Sie ist leicht und angenehm zu tragen, wirkt aber etwas wuchtig und nutzt Kunststoffgehäuse und -armband. Gesundheits- und Trainingsfunktionen sind vorhanden, bleiben jedoch einfach gehalten. Insgesamt überzeugt sie durch viel Leistung zum kleinen Preis und ein sehr gutes Gesamtpaket für Einsteiger.
Wie lange hält der Akku von Smartwatches?
Unser Test offenbart eine klare Zweiklassengesellschaft: Während vollgepackte Smart-Allrounder wie die Pixel Watch 4, die Apple Watch 11 oder Galaxy Watch Classic oft täglich an die Steckdose müssen (ca. 24 Stunden Laufzeit), spielen Outdoor-Spezialisten in einer anderen Liga. Modelle wie die Garmin Fenix 8 Pro oder Huawei Watch GT 6 Pro halten dank effizienter Systeme oft wochenlang durch. Der Testsieger Apple Watch Ultra 3 liegt im soliden Mittelfeld: Sie schafft locker zwei bis drei Tage, kommt aber an die extremen Ausdauer-Könige nicht heran.
Welche Smartwatch ist am besten für Sport geeignet?
Generell sind in diesem Bereich alle getesteten Smartwatches ordentlich aufgestellt. Für passionierte Sportler mit großen Ambitionen sind vor allem die Garmin Fenix 8 Pro und die Tactix 8 empfehlenswert: Sie bieten präzise Herzfrequenz- und Sauerstoffmessung, exakte GPS- und Navigationsergebnisse sowie ausgeklügelte Trainingsfunktionen. Wer hingegen im Apple-Kosmos zu Hause ist, erhält mit der Apple Watch Ultra 3 die höchste Messpräzision am Markt. Für preisbewusste Abenteurer ist die Amazfit T-Rex 3 Pro dank ihres extrem robusten Gehäuses und solider Tracking-Funktionen die beste Wahl. Und auch die Smartwatches von Amazfit und Huawei haben hier einiges zu bieten, allen voran die Huawei GT 6 Pro.
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