Im Gespräch mit dem Spiegel erzählt Peter Kraus, wie er in den 50er Jahren erstmals auf sein großes Idol Elvis Presley aufmerksam wurde: „Ich hatte in der Zeitung von dem jungen Mann in Amerika gelesen, der auf der Bühne unsittliche Bewegungen machte. Von diesem Elvis gab es Fotos, aber ich hatte noch keine TV-Ausschnitte gesehen.“
Da Bewegtbilder von Elvis Presley nur schwer zugänglich waren, musste der junge Peter Kraus improvisieren, um seinem Vorbild nacheifern zu können: „Ich habe überlegt, wie das aussehen könnte. So habe ich die Drehung der Hüfte erfunden“, so der 87-Jährige. Den Hüftschwung, der später das Markenzeichen von Peter Kraus werden sollte, trainiert er bis heute. Er sei Teil seines täglichen Dehnungs- und Gymnastikprogramms, neben Kniebeugen und Liegestützen.
Mit seiner Musik und seinem Hüftschwung kam der gebürtige Münchner nicht nur in die Charts, er wurde zu einem der ersten deutschen Teenager-Idole. Die Zuneigung seiner Fans brachte den jungen Sänger zu dieser Zeit in teilweise abenteuerliche Situationen: „Eine junge Frau hat sich im Kofferraum meines Autos eingesperrt, eine andere lag auf meinem Fußabstreifer, eine weitere hat sich vor mein Auto geworfen“, erinnert sich Kraus im Spiegel-Interview.