Ein Album vor dem Album
35 Jahre lang habe er in Kalifornien gelebt, erzählt er schon sehr früh an diesem schwungvollen Abend, dann war es aber endgültig Zeit, die grellbunte Großstadt mit all ihrem Lärm und der Geschäftigkeit gegen die Beschaulichkeit des gemütlichen Landlebens einzutauschen. „Goodbye California“ ist der dazugehörige Song und einer von gleich neun, die Sutherland schon vor Veröffentlichung des Albums feilbietet. „Grey“ heißt das gute Stück, das am 29. Mai das Licht der Welt erblicken wird, Überraschungen darf man sich darauf nicht erwarten, der einstige Hobby-Musiker hat es sich in seiner favorisierten Schiene bequem gemacht und seinen Stil gefunden, den er nur noch in Nuancen und wohl äußerst widerwillig adaptiert. Erdiger Country-Rock mit eingängigen Rhythmen ist angesagt. In guten Momenten weiß das stringent zu fesseln. In weniger guten wähnt man sich in einem nachgebauten Cowboy-Stadl, wo man nur noch auf die nächste Einheit Line-Dance wartet.