Nach vielen Bemühungen der Helfer einer privaten Rettungsinitiative ist der vor der Ostseeinsel Poel gestrandete Buckelwal, von vielen „Timmy“ oder „Hope“ genannt, auf einem Lastkahn (einer sogenannten Barge) unterwegs.
Mithilfe eines Schleppers soll der Meeressäuger nun in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dort freigelassen werden. Doch Experten sind sich uneins darüber, ob der geschwächte Wal den langen Transportweg überstehen wird und ob „Timmy“ in der Nordsee oder im Atlantik in Freiheit überleben kann. Verfolgen Sie hier die Entwicklungen im Newsticker und Livestream:
Wal-Rettung im News5-Livestream:
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10:07 Uhr: Zwei Meter hohe Wellen – der Schlepper muss abdrehen
Das Transportschiff hat nach tagelanger Reise nun fast die Nordsee erreicht. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst „Vesselfinder“ befand es sich am frühen Morgen etwa 11 Seemeilen (rund 20 Kilometer) vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt. Doch dann wendete der Schlepperverband plötzlich.
Der Schlepperverband mit Wal „Timmy“ dreht kurz vor Dänemarks Nordspitze wieder ab. (Stand: 9.10 Uhr, 1.4.2026)
© Vesselfinder / Screenshot: TSP
Nach Informationen der „Bild“ sollen bis zu zwei Meter hohe Wellen den Schlepper offenbar daran hindern, weiter Kurs zu halten. Möglicherweise suche die private Rettungsinitiative vor dem Skagerrak eine ruhige Stelle, um auf einen Wetterwechsel zu warten, mutmaßt die Springer-Zeitung. Auch die Videonachrichtenagentur News5, die den Schlepperverband mit einem Boot verfolgt, berichtet von „zwei Meter hohen Wellen und rauer See“.
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Auf der Karte von „Vesselfinder“ war zu sehen, wie einige Schiffe und Boote östlich und nahe der schützenden Landzunge bei Skagen verharrten. Experten warnten bereits zuvor, dass die Barge, in der sich der Buckelwal aktuell befindet, nicht hochseetauglich ist.
20:53 Uhr: Fortuna B fährt auf Höhe von Aalborg
Mit nun wieder reduzierter Geschwindigkeit von rund acht km/h schippert der Schlepper an Jütland entlang und befindet sich mittlerweile auf Höhe der dänischen Stadt Aalborg. In wenigen Stunden will man Skagen erreichen und in die Nordsee biegen.
18:43 Uhr: Dänische Botschaft: „Für Wale sind zur Einreise keine zusätzlichen Impfungen nötig“
Auch für Wale ist die Einreise nach Dänemark laut der dänischen Botschaft in Berlin „ganz einfach“. In einem „konsularischen Service-Post“ bei Facebook erklärten die Diplomaten mit einem Augenzwinkern, „vorsorglich die Regeln für Reisen mit Tieren“ geprüft zu haben.
Demnach seien für Wale „Stand heute“ keine zusätzlichen Impfungen oder tierärztlichen Zertifikate erforderlich. Entsprechend wünsche man Wal Timmy „eine gute Weiterreise Richtung Nordsee“.
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Wie geht es nach „Timmys“ Freilassung weiter? „Pudelwohl“ und „heim zu Mutti“? Die Wal-Aussagen von Minister Backhaus im Faktencheck Wal-Initiative spricht über „Plan B“ Was geschieht, wenn „Timmy“ nach seiner Freilassung zu schwach ist? 17:15 Uhr: Wal „singt melodischer und kraftvoller“
Gute Laune an Bord: Buckelwal Timmy singt laut einer der Geldgeberinnen seiner Rettung, Karin Walter-Mommert, nun „melodischer und kraftvoller“. Er sei „lebhafter“ und schwebe in seinem Schwimmbad, sagte Walter-Mommert „Bild“. Timmy ist förmlich in Wallung.
16:50 Uhr: Schlepperkapitän gibt Gas
In ruhigerer See erhöht die Fortuna B die Geschwindigkeit. Der Walkonvoi fährt aktuell etwa 5,2 Knoten schnell, was ungefähr 10 km/h entspricht. Bei rauerer See war man am Mittag auf 3,6 Knoten heruntergegangen.
16:28 Uhr: Gut für Timmys Nieren: Wasser wird salziger
Timmys geschundene Walhaut freut sich über den steigenden Salzgehalt auf dem Weg in die Nordsee. Vor der Insel Poel lag der Salzgehalt des Meeres bei circa einem Prozent. Nun, da der Buckelwal durch den Kattegat gefahren wird, hat sich der Salzgehalt schon auf zwei Prozent erhöht. Im Skaggerak, wo man morgen ankommen will, beträgt er schon drei Prozent. Ideal sind für Wale 3,5 Prozent – die herrschen dann in der Nordsee.
Wichtig ist das auch für die Nieren des Wals. Der Stoffwechsel von Buckelwalen ist auf ein Leben in einer salzigen Umgebung ausgelegt. Ein längerer Aufenthalt in niedrig salzhaltigem Wasser, was Timmy gerade hinter sich hat, stört den Blut- und Elektrolythaushalt und belastet die Nieren. Das ist ungefähr vergleichbar mit anhaltendem Durchfall beim Menschen, auch wenn der Mensch dabei eher dehydriert und der Wal eher überwässert.
Die an Meerwasser angepasste Walhaut ist wiederum in süßerem Wasser anfälliger für Infektionen und Parasitenbefall.
16:15 Uhr: „Grundsätzlich nicht“ – Dänemark würde Wal bei Strandung nicht retten
Das dänische Umweltministerium erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass gestrandete Meeressäuger in Dänemark grundsätzlich nicht gerettet werden. Solche Strandungen würden als „natürliches Phänomen“ betrachtet, weshalb Wale im Allgemeinen nicht durch menschliches Eingreifen befreit oder gestört werden sollten. Zu dem konkreten Vorfall eines an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwals äußerte sich das Ministerium nicht.
16:02 Uhr: Backhaus soll Treffen zum Schutz der Ostsee-Wale wegen „Timmy“ abgesagt haben
Umweltminister Till Backhaus soll laut „Spiegel“ ein Treffen mit Naturschutzverbänden und Fischereivertretern abgesagt haben. Bei dem Termin am 15. April sollte es eigentlich um den Schutz der Ostsee-Wale gehen. Stattdessen nahm Backhaus wegen einer Pressekonferenz zum Wal „Timmy“ nicht teil. Nach Angaben des Ministeriums wurde er jedoch von einer Abteilungsleiterin vertreten.
15.20 Uhr: Experte kritisiert fehlende Transparenz der Rettungsinitiative
Fachleute kritisieren, dass weder Medien noch Behörden den Wal-Transport begleiten. Dadurch würden unabhängige Einblicke fehlen. Außenstehende könnten derzeit nicht nachvollziehen, was mit dem Tier geschieht, da Informationen ausschließlich von der privaten Initiative bereitgestellt werden.
Der Meeresbiologe und Walforscher Fabian Ritter fordert daher gegenüber „t-online“ mehr Transparenz. Es sei entscheidend, Auskunft über aktuelle Untersuchungen, Maßnahmen und deren Ergebnisse zu erhalten. „Die Daten des Senders müssen öffentlich gemacht werden, um den Weg des Wals nach einer möglichen Freilassung nachvollziehen zu können“, sagte er.
13:45 Uhr: Windiges Wetter und hoher Seegang angekündigt
Der Wetterbericht für die kommenden Tage könnte die Rettungsinitiative vor Herausforderungen stellen. Das dänische Meteorologische Institut prognostiziert für Freitag im Skagerrak starken Wind sowie Wellen bis zu zwei Metern Höhe. Am restlichen Wochenende soll der Wind jedoch wieder abnehmen.
12.31 Uhr: Wal soll „kraftvoller“ und „lebhafter“ wirken
Der Schlepper mit dem Buckelwal „Timmy“ an Bord kommt gut voran. Laut dem Onlinedienst „VesselFinder“ sind es nur noch etwa 170 Kilometer, bis die Crew Richtung Nordsee abbiegen kann. Die Geldgeberin Karin Walter-Mommert ist sich sicher, dass das Tier spüre, dass das Ziel immer näher rücke. „Er singt melodischer und kraftvoller. Insgesamt ist er lebhafter, er schwebt und floatet in seinem Schwimmbad“, sagte sie der „Bild“.
Unterdessen kritisiert die Wildtierärztin Kerstin Alexandra Dörnath im Gespräch mit „MDR Aktuell“ die Rettungsaktion. Für sie ist die Tatsache, dass der Wal sich nicht von Anfang an gegen die Rettungsgurte gewehrt hat, ein Zeichen, dass er „hochgradig angeschlagen“ ist. Sie vermutet, der Wal könnte nach der Aussetzung „untergehen und ertrinken wie ein Stein“.
10.49 Uhr: Wal soll laut Initiative in guter Verfassung sein
„Dem Wal geht es gut“, sagte ein Reporter von News5 im laufenden Livestream via YouTube. Die süddeutsche Nachrichtenagentur berichtet seit dem ersten Tag live von den Geschehnissen vor Ort und begleitet die Schlepperkolonne in einem kleinen Boot im gebührenden Abstand.
Es gab über Nacht wohl keine Verschlechterung.
News5-Reporter
Über Nacht habe es „keine Verschlechterung“ des Gesundheitszustands gegeben, sagte der Reporter und berief sich auf „frische Informationen“ direkt von der privaten Rettungsinitiative vor Ort.
09.37 Uhr: Schlepperverband von weiterem Schiff begleitet
Am Morgen war auf der Karte des Schiffsortungsdienstes „VesselFinder“ zu sehen, wie der Schlepperverband offenbar von einem weiteren Schiff begleitet wurde. Das Fischereischutzboot „Arne Tiselius“ fuhr dicht neben dem Barge-Schlepper „Fortuna B“ und der als Shuttle für die Helfer fungierenden „Robin Hood“ vor der dänischen Halbinsel Djursland im Kattegat in Richtung Nordsee.
Der Schlepperverband mit Wal „Timmy“ wird von der „Arne Tiselius“ begleitet. (Stand: 09.37 Uhr, 30.04.2026)
© Vesselfinder / Screenshot: TSP
Die „Arne Tiselius“ ist ein dänisches Spezialschiff der Reederei „O.S. Energy“, die vor allem als Dienstleister im Sektor Offshore-Windindustrie bekannt ist, aber auch für Projekte im maritimen Forschungs- und Vermessungsbereich tätig ist. Das Multifunktionsboot unter dänischer Flagge mit einer Länge von 31 Metern wird laut „O.S. Energy“ als Wachschiff, für Forschungszwecke oder für Vermessungs- und Kartierungsaufgaben eingesetzt. Wie die „Bild“ berichtet, sollen sich an Bord der „Arne Tiselius“ weitere Mitglieder der privaten Rettungsinitiative befinden.
09.01 Uhr: „Timmys“ Haut wird mit Sonnensegeln geschützt
Um die stark angegriffene Haut des Buckelwals vor weiterer Sonneneinstrahlung zu schützen, wurden zwei Sonnensegel über dem Tier aufgespannt. Die Barge wurde zuvor mit Sand gefüllt, sodass „Timmy“ während der Überfahrt auf einem Sandbett liegt.

© dpa/Jens Schwarck
Über „Timmy“ zwei Sonnensegel, unter ihm ein Sandbett – dem Wal soll die Überfahrt so bequem wie möglich gestaltet werden.
05.57 Uhr: Schlepperverband vor der dänischen Küste
Am frühen Morgen fuhr der Schlepperverband vor der dänischen Küste in Richtung der Westküste Schwedens. Laut dem Schiffsortungsdienst Vesselfinder war das Schiff gegen 4.45 Uhr etwa 3 Seemeilen (rund 5,5 Kilometer) südwestlich der dänischen Insel Sejero unterwegs.
Das dänische Umweltministerium teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass man gestrandete Meeressäugetiere in Dänemark prinzipiell nicht rette. Strandungen seien demnach „ein natürlich vorkommendes Phänomen“ und Wale sollten generell „nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört“ werden. Zu dem konkreten Fall des an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwals äußerte sich das Ministerium nicht.

© dpa/Bodo Marks
Die „Fortuna B“ sieht die Barge samt Buckelwal „Timmy“ nun durch dänische Gewässern in Richtung Nordspitze.
21.12 Uhr: „Timmy“ soll es angeblich gut gehen – Lastkahn passiert Großer-Belt-Brücke
Nach Angaben des Senders „News5“ geht es Buckelwal „Timmy“ weiterhin gut. Seine Atmung sei normal und auch sein Herz unauffällig. Im Wasser bei ihm sei heute aber noch niemand gewesen, hieß es. Wal-Experten kommen dagegen zu einer ganz anderen Einschätzung und rechnen damit, dass das geschwächte und wahrscheinlich schwer kranke Tier nach seiner Freisetzung nicht lange überleben wird.
Derweil passiert der Lastkahn mit „Timmy“ an Bord die Großer-Belt-Brücke, wie auf der Karte des Schiffsortungsdienstes „VesselFinder“ zu sehen war.
16.20 Uhr: Schlepperverband von Tankern umgeben
Zeitweise war der Schlepperverband samt Buckelwal „Timmy“ im Lastkahn in der dänischen Meerenge Langelandbelt zwischen Langeland und Lolland von gleich mehreren großen Tankern umgeben.
Immer wieder kommen Containerschiffe der Schleppekolonne nahe. Augenzeugen berichten von größeren Wellen nach Überholmanövern.
© dpa/Bodo Marks
Dem Entfernungsmesser des Schiffsortungsdienstes „VesselFinder“ zufolge war der Wal-Schlepper „Fortuna B“ zeitweise etwa 580 Meter von dem entgegenkommenden Frachtschiff „Falkkfjord“ entfernt. Auch das aus Norwegen kommende Frachtschiff „Aasfoss“ passierte den Schleppverband in einigen Hundert Metern Entfernung. Der 115 Meter lange Schüttgutfrachter „Aurora One“ kam dem Lastkahn des Buckelwals bei einem Überhomanöver bis auf etwa 360 Meter nahe.
Der Schlepperverband mit Wal „Timmy“ bog in den dänischen Langelandbelt ein. (Stand: 16.17 Uhr, 29.04.2026)
© Vesselfinder / Screenshot: TSP
16.10 Uhr: Was macht die Wal-Initiative, wenn die Rettung scheitert? Wal-Initiative spricht über „Plan B“ Was geschieht, wenn „Timmy“ nach seiner Freilassung zu schwach ist? 15.01 Uhr: Schlepperverband biegt in dänische Meerenge ein
Auf der Karte des Schiffsortungsdienstes „VesselFinder“ war zu sehen, wie der Schlepperverband mit dem Buckelwal „Timmy“ am Nachmittag in die dänische Meerenge zwischen Langeland und Lolland einbog. Der sogenannte Langelandbelt verbindet die Ostsee mit dem Fehmarnbelt und ist an seiner engsten Stelle etwa 12 Kilometer breit, wie der Entfernungsmesser von „VesselFinder“ zeigte.
Der Schlepperverband mit Wal „Timmy“ bog nachmittags in den dänischen Langelandbelt ein. (Stand: 15.01 Uhr, 29.04.2026)
© Vesselfinder / Screenshot: TSP
13.22 Uhr: Backhaus äußert sich zum Gesundheitszustand des Wals
Am Mittag äußerte sich Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus zum Gesundheitszustand des Buckelwals. Im Hafen vor Poel berichtete der SPD-Politiker vor Pressevertretern, dass der Meeressäuger bei der Rettungsaktion „keine Verletzungen“ davongetragen habe. „Es geht ihm in der Barge sehr gut. Er soll heute Nacht gesungen haben“, sagte er und ergänzte: „Er hat heute Nacht angeblich vokalisiert.“
Wenn alles gut läuft, ist er in 2 Tagen in der Nordsee. Das Allerschlimmste hat er hinter sich.
Till Backhaus zur Wal-Rettung
Der Minister betonte: „Der Transport des Tieres war die letzte Chance für ihn.“ Wäre der Wal vor der Insel Poel verendet, dann wäre sein Körper zur wissenschaftlichen Untersuchung „in die Sektion“ gekommen – dann hätte man geguckt, woran er gestorben ist. Wir machen mit solchen Skeletten keine Geschäfte, sondern es wäre ein Beitrag für die Wissenschaft gewesen.“ Er überlege nun, ob er für den an der Ostsee gestrandeten Buckelwal ein kleines Denkmal errichten wolle: „Meine Idee war es ja, ihm ein kleines Denkmal zu setzen. Da werden wir uns in aller Ruhe nochmal drüber unterhalten.“ Mit der Rettungsaktion habe man „ein Stückchen Wal-Geschichte geschrieben“.

© dpa/Helena Dolderer
Wir haben ein Stückchen Wal-Geschichte geschrieben.
Till Backhaus
13.02 Uhr: Meeresbiologe dämpft Erwartungen
Der Meeresbiologe Fabian Ritter äußerte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur eher skeptisch zu einem möglichen Erfolg der laufenden Rettungsaktion für Buckelwal „Timmy“. „Ja, es steckt Lebenswille in ihm, keine Frage“, räumte der Experte ein. Allerdings sei der Ausgang der Rettungsaktion aus seiner Sicht noch völlig offen. Der Lastkahntransport sei für das Tier sehr stressig. „Wir wissen nicht, was das mit dem Wal macht“, sagte er und erklärte, dass es für Prognosen keinerlei Präzedenzfälle gebe.
Ganz grundsätzlich sei der Gesundheitszustand des Tieres nicht gut. „Das sagen alle, auch die Befürworter der Rettungsaktion.“ Der Buckelwal habe sich in den vergangenen Wochen und Monaten in Netzen verfangen, sei ewig herumgeirrt und habe fünf Selbststrandungen hinter sich. „Das sind deutliche Zeichen, dass der Wal alles andere als fit ist.“ Den Moment der Freilassung in der Nordsee bezeichnete Ritter als entscheidend. Dann müsse sichergestellt werden, dass der Wal Nahrung aufnehmen, normal schwimmen und tauchen könne. Letzteres sei fraglich nach so langer Liegezeit, die sich auf die Muskulatur und die inneren Organe auswirke.

© dpa/Serdar Dogan
Von einer Rettung kann erst gesprochen werden, wenn der Wal über Wochen nach der Freilassung normales Verhalten zeigt.
Fabian Ritter, Meeresbiologe
12.55 Uhr: „Timmy“ bekommt in der Barge einen GPS-Sender
In seiner Transport-Barge soll Buckelwal „Timmy“ mit einem GPS-Senderchip ausgestattet werden, damit man ihn nach der geplanten Auswilderung in der Nordsee verfolgen kann. Juristin Constanze von der Meden zufolge wolle man dann die Koordinaten des Wals den Initiatoren der Rettungsaktion und dem Schweriner Umweltministerium zur Verfügung stellen – nicht aber der Öffentlichkeit.
„Wir wollen keinen Waltourismus generieren“, sagt die Anwältin der privaten Initiative. Dadurch solle vermieden werden, dass Menschen selbst losfahren und nach dem Wal schauten. Der neue Sender sei aus den USA eingeflogen worden und werde in diesen Stunden angebracht. Der Tracker sei nicht vorher an dem Tier festgemacht worden, um sicherzustellen, dass er sich nicht während des Heranführens an die Barge wieder löst.

© dpa/Philip Dulian
Innerhalb der Barge soll der Buckelwal mit einem GPS-Sender ausgestattet werden.
12.45 Uhr: Anwältin der Initiative zeigt sich emotional
Die Rechtsanwältin der privaten Rettungsinitiative, Constanze von der Meden, zeigte sich am Mittag auf der Insel Poel vor Medienvertretern sichtlich emotional. „Ich habe immer noch Gänsehaut“, sagte sie, auf die Geschehnisse am Dienstagnachmittag angesprochen, als der Buckelwal in den Lastkahn navigiert wurde. „Am 28. April um 14.20 Uhr ist der Wal, der schon einmal für tot erklärt wurde, aus eigener Kraft in die Barge geschwommen und hat es uns allen gezeigt.“
Darauf angesprochen, dass der Transport via Barge bei dem Tier sicherlich viel Stress auslöse, sagte die Anwältin: „Die Zugbewegung in die Barge löst natürlich einen gewissen Stress aus.“ Nun müsse man allerdings schauen, ob der Stress tatsächlich „so gewaltig“ sei, dass er langfristig bleibende Schäden hinterlasse. „Die Tierärztin konnte mir bestätigen, dass er wieder in eine ruhige Position gekommen ist.“

© dpa/Philip Dulian
Die Barge wird von dem Schlepper „Fortuna B“ in Richtung Nordsee gezogen. Die kleinere „Robin Hood“ dient den Helfern als Shuttle zwischen Schlepper und Barge.
12.31 Uhr: Stralsunder Meeresmuseum warnt vor Ertrinken des Wals
Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund äußerte sich skeptisch zum Rettungsversuch von Buckelwal „Timmy“ und erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Das Abladen des Tieres ins offene Meer birgt die Gefahr, dass es ertrinkt.“ Das Tier sei sehr geschwächt und finde im offenen Meer möglicherweise keine Möglichkeit, um sich abzulegen. „Von einer Rettung des Wales kann erst dann gesprochen werden, wenn er sich als Einzelindividuum selbstständig und dauerhaft auf seiner gewöhnlichen Route im Nordatlantik bewegt, wenn er selbstständig frisst und sich sein Gesundheitszustand verbessert“, betonte die Insititution.
12.12 Uhr: Sonnensegel soll „Timmys“ Haut schützen
Ein Mitglied der privaten Rettungsinitiative auf dem Schleppverband sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass man über dem Lastkahn am Vormittag ein Sonnensegel angebracht habe, um die ohnehin angegriffene Haut des Buckelwals vor zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen. Zudem sei „Timmy“ bewässert worden. Er floate in der Barge (also liege nicht auf) und bewege stetig seine Flipper. Gefüttert werden solle der Wal der Quelle zufolge nicht.
Der Schlepper „Robin Hood“, der die Barge zunächst bis Fehmarn gezogen hatte, soll nun laut Angaben eher als eine Art Shuttle für den jetzigen Schlepper „Fortuna B“ funktionieren, um Helfer zwischen der Barge und dem Schlepper hin und her zu transportieren. Man wolle zeitnah versuchen, eine Kamera direkt an der Barge zu installieren, um den Wal besser beobachten zu können.
11.45 Uhr: „Timmys“ langer Weg in die Nordsee 10.49 Uhr: Großes Containerschiff überholt Schlepperverband
Der Barge-Schlepperverband, der den Buckelwal in Richtung Nordsee transportieren soll, wurde soeben im engen Fehmarnbelt von einem großen Tanker flankiert. Auf der Karte des Schiffsortungsdienstes „VesselFinder“ war zu sehen, wie das große Containerschiff „Annalisa P“ den Verband mit etwa 10 Knoten (18 Kilometer pro Stunde) überholte. Die Entfernung betrug zeitweise etwas weniger als 700 Meter, wie der Entfernungsmesser von „VesselFinder“ zeigte. Die „Annalisa P“ ist 166 Meter lang und hatte als letzten Hafen Klaipėda in Litauen angesteuert.
Der Schiffsverkehr im Fehmarnbelt: Die „Annalisa P“ ist hier gelb markiert. (Stand: 10.46 Uhr, 29.04.2026)
© Vesselfinder / Screenshot: TSP
10.41 Uhr: Buckelwal liegt in der Barge auf Sand
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltministerium zufolge liegt der Buckelwal innerhalb des gefluteten Lastkahns auf einem Bett aus Sand. Das Tier sei während des Transports in Richtung Nordsee quasi sein eigener Anker, sagte ein Sprecher von Minister Till Backhaus am Dienstagmorgen in Schwerin. „Timmy“ soll innerhalb der Barge nicht angebunden sein und sich frei bewegen können, heißt es weiter. Zur Mittagszeit soll es in Kirchdorf auf der Ostseeinsel Poel ein weiteres Statement der Verantwortlichen geben.
10.22 Uhr: Wal-Schlepper steckt im Ostsee-Berufsverkehr fest
Der Barge-Schlepperverband bewegt sich derzeit nur sehr langsam vorwärts. Auf der Karte des Schiffsortungsdienstes „VesselFinder“ war zu sehen, wie die „Fortuna B“ und die „Robin Hood“ im Fehmarnbelt feststeckten. Die etwa 19 Kilometer breite Wasserstraße zwischen der Südküste Lollands und der Insel Fehmarn gilt als stark frequentiert und wird von vielen Schiffen angesteuert. Seit den frühen Morgenstunden passieren immer mehr Wasserfahrzeuge diesen Transportweg.
Im Fehmarnbelt staut sich am Morgen der Schiffsverkehr. (Stand: 10.36 Uhr, 29.04.2026)
© Vesselfinder / Screenshot: TSP
Die „Fortuna B“ ist nach Angaben von „VesselFinder“ zwischenzeitlich mit bis zu 4,5 Knoten im Fehmarnbelt unterwegs. Das entspricht umgerechnet etwa acht Kilometern pro Stunde.
08:20 Uhr: Wal-Transport wechselt Schleppfahrzeug
Auf seiner Reise Richtung Nordsee wird der Lastkahn „Timmy“ an Bord nun von einem anderen Schiff weitergezogen. Die „Fortuna B“ hat am Morgen vor 7.00 Uhr als Schleppfahrzeug übernommen, wie ein Mitglied der privaten Initiative, das an Bord ist, sagte.
Am Dienstagabend hatte zunächst der Schlepper „Robin Hood“ die Barge – also eine Art schwimmendes Becken – mit dem Wal am Ausgang der Kirchsee vor der Insel Poel übernommen. Anschließend fuhr er samt dem mit Wasser gefüllten Lastkahn in die Wismarbucht und weiter hinaus auf die offene Ostsee. Begleitet wurde er von dem Mehrzweckschiff „Fortuna B“, das nun die Schleppaufgabe übernimmt.
07:03 Uhr: Schleppverband mit Wal ist auf dem Weg in die Nordsee
Der Schleppverband mit „Timmy“ ist auf dem Weg Richtung Nordsee. Laut dem Schiffsortungsdienst „VesselFinder“ befand sich der Verband am frühen Morgen circa 6 Seemeilen (rund 11 Kilometer) südöstlich von Fehmarn. Der Transport bewege sich mit „sehr langsamer Geschwindigkeit“ in Richtung der Insel, sagte ein Sprecher der begleitenden Wasserschutzpolizei.
05:25 Uhr: Wal-Transport fährt auf Ostsee weiter Richtung Fehmarn
Der Transport hat die offene Ostsee erreicht. Ein Schiff der Wasserschutzpolizei Wismar begleitete das Gespann aus einem Schlepper und einer Barge samt Wal nördlich der Insel Poel bis zur offenen See, wie ein Sprecher am späten Dienstagabend erklärte. Die Polizei drehte dann wegen starken Windes ab. Der Transport fahre nun weiter in Richtung der Insel Fehmarn.

© dpa/Bodo Marks
Der Schlepper „Robin Hood“ zieht die Barge mit dem gestrandeten Wal an der Ostseeküste entlang.
22:04 Uhr: Wal trägt Peilsender, der extra aus den USA eingeflogen wurde
„Timmy“ trägt auf seiner Reise zurück in den Atlantik einen speziellen Peilsender. „Weil es ihn nicht in Europa gibt, wurde er in den USA gekauft und aus Washington eingeflogen“, erklärte Unternehmer Walter Gunz, der die private Rettung mitfinanzierte, gegenüber „Bild“.
21:02 Uhr: Schlepper übernimmt Barge mit gestrandetem Wal
Der Schlepper „Robin Hood“ hat die Barge mit dem Buckelwal übernommen. Am 2. Mai soll das Schiff gegen 12 Uhr Skagen in Dänemark passieren und damit in die Nordsee einlaufen. Schließlich soll Timmy in den Atlantik und zu einer Buckelwal-Familie gebracht werden. Die genaue Route ist geheim.
Ein aus Island eingeflogenes Team will sicherstellen, dass der Wal fit für die Auswilderung ist.
20:23 Uhr: Frachtkahn mit Wal tritt Weg in Richtung offenes Meer an
Der Frachtkahn mit „Timmy“ an Bord hat seinen Weg in Richtung offenes Meer angetreten. Wie Livebilder zeigten, bewegte sich die Barge aus der Bucht, in der das Tier zuvor aufgenommen worden war. In dem Kahn soll der Wal aufs offene Meer gebracht und dort in die Freiheit entlassen werden.
Nach Angaben des NDR ist es vor Ort „unfassbar laut“. Tierschützer hatten davor gewarnt, das geschwächte Tier Lärm auszusetzen. „Wale und Delfine leben in einer Welt des Schalls. Die sind da extrem empfindlich.“ Das wäre so, sagt Ritter, als würde man einem Menschen drei Tage lang eine helle Lampe ins Gesicht halten“, zitiert der Sender den Walexperten Fabian Ritter.
19:28 Uhr: Die Barge bewegt sich, Timmy sprüht eine Fontäne
In Poel kommt Bewegung in die Sache. Die Barge mit Wal Timmy dreht sich leicht. Wichtig ist, dass unter dem Wal 1,60 Meter Wassertiefe erreicht werden. Daher wird die Barge von Helfern noch hochgepumpt. Der Wal sprüht zwischendurch eine Fontäne. Laut NDR brummt er auch in kurzen Abständen.

© REUTERS/NonstopNews/Schwarck
Taucher begutachteten in der Barge immer wieder den Gesundheitszustand von Buckelwal „Timmy“.
17:24 Uhr: So geht es jetzt weiter
Die Barge soll noch heute Abend in Richtung Wismar bewegt werden, erklärte Chef-Taucher Fred Babbel gegenüber „Bild“. In der Barge hat der Wal eine Wassertiefe von 1,60 Meter. Helfer besprühen ihn immer wieder mit Wasser.
In der Wismarbucht soll dann ein anderer Schlepper den Lastkahn innerhalb der nächsten 10 bis 14 Stunden in Richtung Nordsee ziehen. Am Ende der Reise soll Timmy nördlich von Dänemark in den Atlantik gebracht werden.
16.52 Uhr: Wal „Timmy“ schwimmt in der Barge
Der Buckelwal „Timmy“ ist durch eine zuvor ausgebaggerte Wasserrinne auf den Transport-Kahn zugeschwommen und befindet sich nun innerhalb der sogenannten Barge. In einem Statement vor Pressevertretern am Hafen von Poel zeigten sich Umweltminister Till Backhaus und die verantwortlichen Tierärzte hochemotional und „überglücklich“. Backhaus bedankte sich „bei allen, die an Hope geglaubt haben“.
Ende gut – und für den Wal hoffentlich nun: alles gut!
Till Backhaus, Umweltminister
„Ich wünsche ihm nun eine gute Reise“, sagte der Minister und ergänzte, dass es für ihn ein besonderer Moment gewesen sei, als der Wal in die Barge eingeschwommen sei und sich „im Übrigen auch noch mit seinen Flippern und seiner Fluge aus der Kirchsee verabschiedet“ habe. In dem Lastkahn fühle sich der Wal aktuell „wirklich pudelwohl“, so Backhaus.
16.12 Uhr: Chef-Taucher wischt sich Tränen aus den Augen
Der maßgeblich an der Rettungsaktion beteiligte Tauchunternehmer Fred Babbel zeigte sich vor der Presse sichtlich emotional. „Das Tier ist in eigener Kraft in die Barge hineingeschwommen“, sagte er und betonte, dass ihm in diesem Augenblick die Worte gefehlt hätten. „Das waren 14 lange Tage“, resümierte der Taucher. „Die ersten paar Tage war es einfach ein Job. Alles andere, was jetzt so gekommen ist – da baut man eine Bindung auf und sagt: Den muss man einfach retten.“

© dpa/Jens Büttner
Tauchunternehmer Fred Babbel (Mitte) kamen die Tränen, als der Buckelwal in den Lastkahn hineinschwamm.
15.40 Uhr: Technischer Leiter erklärt weiteren Ablauf
Der technische Leiter der Rettungsaktion, Felix Bohnsack, sagte am Poler Hafen vor Medienvertretern, dass alle an den Rettungsmaßnahmen Beteiligten am Ende an einem Strang gezogen hätten: die private Initiative, die DLRG, das Umweltministerium und weitere. Nur dadurch sei die Aktion letztlich geglückt.
Oliver Kahn sagte einmal: „Eier, wir brauchen Eier.“ Und die haben wir bis jetzt ziemlich gut bewiesen.
Felix Bohnsack, Technischer Leiter der privaten Initiative
„Wir sind aber noch nicht ganz über den Berg“, betonte er und verwies auf das weitere Vorgehen. „Jetzt muss die Barge wieder auf ein vernünftiges Niveau gepumpt werden, damit der Wal in der optimalen Strandungsposition landet.“ Grundsätzlich sei der Gesundheitszustand des Wals von den Tierärzten aber positiv bewertet worden. Sobald der Salzgehalt im Wasser bei der nun anstehenden etwa viertägigen Reise des Wals gen Nordsee weiter steige, würden auch „die Werte des Tieres weiter hochgehen“.
15.14 Uhr: Rettungsversuch laut Backhaus „geglückt“
Das Rettungskonzept mit dem Lastkahn sei dem SPD-Politiker zufolge aufgegangen. „Er fühlt sich in der Barge wirklich pudelwohl“, sagte er in Poel vor Medienvertretern kurz nachdem der Wal in den Lastkahn hineingeschwommen war. Noch am Abend soll der Buckelwal innerhalb des Lastkahns seine Reise in Richtung Ostsee antreten – solange die See weiterhin ruhig bleibt. Backhaus betonte in dem Zusammenhang: „Der Rettungsversuch ist geglückt. Wenn man zusammenhält, dann schafft man auch Lösungen.“

© dpa/Jens Büttner
Till Backhaus begleitete die Rettungsaktion von der schwimmenden Barge aus.
15.02 Uhr: Netz der Barge wird heruntergelassen
In dem Moment, als sich der Wal vollständig in der Barge befand, wurde ein oberhalb an dem Kahn befestigtes grünes Netz von den Helfern hinter dem Meeressäuger heruntergelassen. So soll während des nun geplanten, mehrtägigen Transports zum Eingang der Ostsee bis nach Skagen gewährleistet werden, dass konstant frisches Wasser in die Barge gelangt und der Wal im äußersten Notfall freigelassen werden kann. Der Meeressäuger soll während des Transports nicht mithilfe der Heckklappe in der Barge eingeschlossen werden.
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14.30 Uhr: Wal schwimmt in Richtung Transportkahn
Nachdem Helfer die letzte Sandbarriere unterhalb des festliegenden Wals abgesaugt hatten, um dem Tier den Weg in die tiefere Wasserrinne zu ermöglichen, schwamm das Tier ein gutes Stück in Richtung der Transport-Barge. Aktuell befindet sich der Meeressäuger nur noch wenige Meter vor dem geöffneten Heck des Transport-Kahns.
Trump lässt Munition im Milliardenwert verschießen Für Putin ist die Nato jetzt „verwundbar“ 14.01 Uhr: Wal „Timmy“ dreht sich
Die Versuche der Helfer, den Wal mittels Ziehen an einem Gurt in Richtung der Transport-Barge zu navigieren, scheinen zu funktionieren. Das Tier hat sich um 180 Grad in Richtung Lastenkahn gedreht. In Aufnahmen des Livestreams war zu sehen, wie die Heckklappe der Barge weit offenstand. Hier soll der Wal durch eine tiefere Wasserrinne hereinschwimmen, damit es in Richtung Nordsee transportiert werden kann. Aktuell wird sie letzte Sandbarriere, die den Wal bislang noch in der seichten Kuhle hielt, von den Helfern vor Ort weggespült, um den Weg freizugeben.
Helfer ziehen an einem Gurt, der sich unter der Brust des Wals befindet, um das Tier in Richtung Lastkahn zu drehen.
© AFP/Danny Gohlke
Der Meeresbiologe und Wal-Experte Fabian Ritter bezeichnete die Bilder in einer Sondersendung der „Bild“ allerdings als nur schwer aushaltbar und „gruselig“. Das Tier erleide mutmaßlich großen Stress. Zeitweilig sah es in den Videoaufnahmen so aus, als ob ein Helfer vor Ort auf den Rücken des Wals gestiegen sei. Darüber hinaus ziehen die Helfer stetig an einem Gurt, der sich unter der Brust des Wals befindet, um ihn in Richtung Lastkahn zu navigieren.
Die Helfer fahren im Boot zum Buckelwal. Von links nach rechts: Pedro Veranda, Anne Herrschaft, Danny Hilse und Tierärztin Kirsten Tönnies.
© dpa/Helena Dolderer
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(mit Agenturen)