In der Meistergruppe der Bundesliga führt der LASK drei Runden vor Schluss punktegleich mit Sturm Graz (je 30) die Tabelle an. Die Linzer Athletiker, die ganz schlecht in die Saison gestartet waren, aber seit der Amtsübernahme von Didi Kühbauer den kompletten Turn-Around vollzogen haben, segeln auf Double-Kurs.

Teil eins steht eben heute im Klagenfurter Wörthersee-Stadion auf dem Programm: 61 Jahre nach dem letzten Cuptitel 1965 will der LASK endlich wieder einen großen Titelgewinn feiern. „Wir müssen klar in unserem Kopf bleiben, auch wenn nicht alles funktioniert“, warf Kühbauer, den man als Spanien-Legionär und 55-fachen Teamspieler als heimische Fußballlegende führen darf, in den Ring.

„Don Didi“ hat mit dem vorjährigen Cuptitel mit dem WAC bewiesen, dass er auch als Trainer weiß, wie man Titel gewinnt. Es komme darauf an, da zu sein. Im Moment und punktgenau. Dass ein Hoffnungsträger an vorderster Front Sasa Kalajdzic heißt, ist ein offenes Geheimnis.

Das „Duell“ auf den Trainerbänken führt auch zu einem Tiroler: Ex-Kufstein-Coach Ognjen Zaric, der nach einigen (Lehr-)Jahren in der Schweiz (Basel, Winterthur) erst im Winter übernommen hat, führte den SCR Altach ins erste Cup-Endspiel und zur historischen Chance, erstmals den Cuptitel feiern zu können. Dabei räumten die Vorarlberger auch schon zuhause Meister Sturm und auswärts Salzburg aus dem Weg.

Nach dem Cupsieg mit dem WAC 2025 will Didi Kühbauer den Titel jetzt auf der LASK-Bank verteidigen.

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„Wir müssen auf den Platz bringen, was uns auszeichnet, und dürfen nicht zu sehr auf den LASK schauen“, erklärte Zaric, der schon nach dem WSG-Heimspiel in der Quali-Gruppe zu Protokoll gab: „Ich bin sehr klar in dem, was ich mir vorstelle.“ Gegenüber Kühbauer steckt er an der Outlinie in der Außenseiterrolle, signalisiert mit 37 Jahren in Richtung der nachkommenden Trainergeneration aber, dass man weit kommen kann: „In Altach haben sie mich offenbar nicht unterschätzt. Ich bin Schritt für Schritt gegangen und habe meinen Trainer-Rucksack für mich gefüllt“, erklärt der serbisch-österreichische Fußballtrainer. Dass die Rollenverteilung bei einem Blick auf die Marktwerte der beiden Teams (Altach/9,8 Millionen Euro bzw. LASK/33,3 Millionen) „sehr schnell klar“ sei, weist auch Zaric nicht von der Hand.

Ob Toptorschütze Patrick Greil im Finale wieder einsatzbereit ist, blieb unter Verschluss. Die Frage ist auch, wie viel Risiko sein Einsatz birgt. Denn im Abstiegskampf in der Quali-Gruppe ist Altach mit 23 Zählern vor dem kommenden Montags-Heimspiel gegen Schlusslicht WAC (19) auch noch nicht ganz aus dem Schneider.

Heute grassiert das Cupfieber. Obwohl man die Clubfarben (Schwarz-Weiß) teilt, kann nur ein Titel-Traum am Weg zum Europacup-Ticket wahr werden.