Händler gewähren satte Rabatte – und ein neues Firmware-Update soll die Pro-Version noch besser machen.**

Große Preisoffensive bei Apples Audio-Sparte: Zum Start des Frühjahrs haben zahlreiche Händler die Preise für die AirPods 4 und AirPods Pro 3 deutlich gesenkt. Zeitgleich veröffentlichte der Konzern ein neues Firmware-Update für die Pro-Modelle, das die Leistung optimieren soll. Die Entwicklung dürfte auch deutsche Verbraucher freuen – denn die Rabatte könnten bald auch hierzulande ankommen.

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Händler locken mit Tiefstpreisen

Seit dem 1. Mai 2026 bieten große Online-Händler wie Amazon die AirPods 4 für umgerechnet rund 90 Euro an – ein Nachlass von etwa 27 Euro gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung von knapp 120 Euro. Noch deutlicher fällt der Rabatt bei den AirPods Pro 3 aus: Sie kosten aktuell rund 180 Euro, das sind rund 20 Prozent weniger als die üblichen 225 Euro.

Die Schnäppchenjagd beschränkt sich nicht auf den US-Markt. In Japan etwa wurde die Variante mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) für umgerechnet rund 140 Euro gesichtet – ebenfalls ein Preisrutsch von rund 20 Prozent. Branchenbeobachter sprechen von den niedrigsten Preisen seit dem vergangenen Weihnachtsgeschäft.

Die Rabatte sind Teil einer größeren Preisbewegung bei Apple. Auch die Apple Watch Series 11 ist mit rund 270 Euro so günstig wie lange nicht, und das 15-Zoll MacBook Air M5 mit 24 GB Arbeitsspeicher und 1 TB SSD wird mit einem Rabatt von rund 200 Euro angeboten.

Besonders die AirPods 4 mit H2-Chip, personalisiertem Spatial Audio und USB-C-Ladecase (bis zu 30 Stunden Akkulaufzeit) sollen preisbewusste Kunden unter der 100-Euro-Schwelle anlocken.

Firmware 8B40: Mehr Tempo und StabilitätLesen Sie auch:Google Meet revolutioniert Meeting-Notizen mit KI-Steuerung

Parallel zu den Preisnachlässen hat Apple am 30. April 2026 ein neues Firmware-Update für die AirPods Pro 3 veröffentlicht. Die Version 8B40 ersetzt den Vorgänger 8B39 und bringt laut ersten Analysen spürbare Verbesserungen.

Zu den Neuerungen zählen:
– Schnelleres Wechseln zwischen Apple-Geräten
– Beschleunigtes Verbindungs-Pop-up beim Öffnen des Cases in iPhone-Nähe
– Optimierte Geräuschunterdrückung
– Stabilere automatische Pausen- und Fortsetzungsfunktion

Die Installation erfolgt automatisch: Die AirPods müssen per Bluetooth mit einem iOS-Gerät ab Version 26.4.2 verbunden sein, im Ladecase stecken, mit einer Stromquelle verbunden sein und sich in Reichweite eines WLAN-Netzwerks befinden. Erste Nutzerberichte deuten darauf hin, dass das Update zudem Probleme mit der Akkuanzeige und Verbindungsabbrüche behebt, die unter der Vorgängerversion aufgetreten waren.

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Strategischer Wandel: AirPods statt Vision Pro

Die kontinuierlichen Investitionen in die AirPods-Reihe stehen in auffälligem Kontrast zu Apples anderem großen Wearable-Projekt. Wie aus Branchenkreisen verlautet, hat der Konzern die Entwicklung der Vision Pro-Brille deutlich zurückgefahren.

Die im Oktober 2025 mit M5-Chip, 120-Hertz-Display und verbesserter Akkulaufzeit aktualisierte Brille konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Nach einem Startpreis von umgerechnet rund 3.150 Euro wurden insgesamt nur etwa 600.000 Einheiten verkauft – weit unter den internen Zielen. Das Vision Products Group-Team wurde Berichten zufolge weitgehend aufgelöst, die Ingenieure arbeiten nun am Siri-Team und an einem neuen Projekt: KI-gestützte Smart Glasses ohne integriertes Display.

Apple setzt offenbar auf leichte, alltagstaugliche Wearables statt auf schwere Hochpreis-Hardware. Die Technologie der Vision Pro galt als zu stromhungrig für eine Umsetzung im Brillenformat. Stattdessen arbeitet der Konzern unter dem Codenamen N50 an einer KI-Brille, die 2027 auf den Markt kommen soll.

Lieferkette: Chips werden billiger

Die Preisflexibilität bei den AirPods wird durch eine sich stabilisierende Halbleiter-Versorgungskette begünstigt. Zwar bleibt die Produktion modernster 3-Nanometer- und 2-Nanometer-Chips eng begrenzt, doch die weltweiten Silizium-Wafer-Lieferungen stiegen im ersten Quartal 2026 um 13,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Haupttreiber ist die KI-Nachfrage, die auch die Produktionspläne für ältere chip-Generationen wie den H2 normalisiert.

Zudem baut Auftragsfertiger TSMC seine Kapazitäten für 3-nm- und 2-nm-Chips im Laufe des Jahres weiter aus – langfristig ein Vorteil für das gesamte Apple-Ökosystem. Während die aufwendige Montage der Vision Pro bereits Anfang 2025 von Partner Luxshare eingestellt wurde, konzentrieren sich die Ressourcen nun auf die Massenproduktion der AirPods und die Integration fortschrittlicher KI-Funktionen in Siri.

Ausblick: Software wird zum entscheidenden Faktor

Der aktuelle Rabattzyklus und die Firmware-Aktivitäten deuten darauf hin, dass die AirPods 4 und AirPods Pro 3 bis auf Weiteres die Säulen von Apples Wearable-Strategie bleiben. Mit Preisen, die nun eine breitere Käuferschicht ansprechen, dürfte der Fokus zunehmend auf der Software-Integration liegen.

Branchenkenner erwarten weitere Firmware-Updates vor dem Start von iOS 26.5. Diese sollen die AirPods noch enger mit Apples wachsender KI-Palette verzahnen – möglicherweise unter Nutzung der umgelenkten Ingenieurskapazitäten des ehemaligen Vision-Pro-Teams. Während der Premium-Headset-Markt unsicher bleibt, zeigt sich das Audio-Segment unter 200 Euro weiterhin robust, gestützt durch regelmäßige Leistungsoptimierungen und aggressive Handelspartnerschaften.