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New York (USA) – Er schrieb Welthits und füllte mit seiner Band über Jahrzehnte die Arenen. Jetzt erschüttert eine traurige Nachricht die Rock-Welt: Foreigner-Gründer Mick Jones (81) ist so schwer an Alzheimer erkrankt, dass er kaum noch mit seinen engsten Weggefährten kommunizieren kann. Die großen Lieder, all die spektakulären Riffs und Noten – er kann sie nicht mehr spielen. Er hat sie größtenteils vergessen.

2019 stand Mick Jones noch mit auf der Bühne, 2022 verabschiedete er sich von den Live-Gigs
Foto: picture alliance/Jens Niering
Rockstar kämpft gegen das Vergessen
Die britisch-amerikanische Kultband feiert in diesem Jahr ihren 50. Band-Geburtstag. Jones war von Anfang an dabei. Er war der Beginn und das Herz der Gruppe und der kreative Kopf hinter Mega-Hymnen wie „I Want to Know What Love Is“ oder „Urgent“.
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Sänger Lou Gramm (75), der für ausgewählte Shows zur Band zurückgekehrt ist, spricht offen über den Zustand seines alten Freundes. Im Podcast „Lipps Service“ sagt er bedrückt: „Er befindet sich im Endstadium von Alzheimer. Ich kann nicht sagen, wie es ihm geht. Er ist distanziert.“

Lou Gramm (damals 27, r.) mit Mick Jones (damals 32) bei einem Auftritt im Jahr 1978
Foto: United Archives/Lindinger
Schon länger hatte sich abgezeichnet, dass es Jones gesundheitlich schlecht ging. Bereits 2022 stand er schon nicht mehr mit Foreigner auf der Bühne. Anfang 2024 machte er seine Parkinson-Erkrankung öffentlich. Trotzdem blieb der Musiker im Hintergrund aktiv – so lange es eben ging. Inzwischen scheint selbst das nicht mehr möglich zu sein.

Mick Jones (damals 41) war über Jahrzehnte der kreative Kopf hinter den Hits von Foreigner
Foto: Allstar
Für Fans weltweit ein schwerer Schlag: Denn Mick Jones war mehr als nur Gitarrist. Er war der Motor, das Mastermind, der Architekt des unverwechselbaren Foreigner-Sounds. Ohne ihn gäbe es viele der größten Rockballaden aller Zeiten nicht.
Foreigner kommt nach Deutschland
Umso emotionaler ist die aktuelle Jubiläums-Tour der Band. Lou Gramm sagt deutlich, warum er zurück ist: „Ich mache es im Namen der Band und für Mick.“ Als er Jones von den Plänen erzählte, habe ihn das „sehr gefreut“. Ein kleiner Lichtblick in einer sonst dunklen Zeit.
Die Tour wird damit auch zu einer bewegenden Hommage an einen Mann, der Rockgeschichte geschrieben hat – und nun still im Hintergrund verschwindet.
Foreigner spielen live in Deutschland, Österreich und der Schweiz:
7.6. Bassum, Freudenburg, 9.6. Hamburg, 10.6. Gelsenkirchen, 12.6. Northeim, 14.6. Mainz, 23.6. Stuttgart, 24.6. Lörrach, 25.6. Zürich (Schweiz), 2.7. München, 3.7. Klam (Österreich), 4.7. Eisenstadt (Österreich)