Zwischen roter Fahne und stiller Skepsis
Unter den Tausenden fällt Reinhard auf: Er kommt aus Tirol, ist eigentlich Grün-Wähler – und trotzdem hier. „Wir machen alle Jahre einen Wien-Ausflug. Dass der auf den 1. Mai fällt, war Zufall“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Dann aber wird er ernst: „Ermutigend, dass so viele kommen – auch, obwohl es ein langes Wochenende ist.“ Den Anblick des vollgefüllten Platzes findet auch er beeindruckend: „Im Moment geht vieles in Richtung totalitärer Systeme. Da ist es schön, wenn man hört, wie man hier das Sozialwesen über den persönlichen Vorteil stellt.“