Durch das ÖFB-Cup-Finale ist zum ersten und einzigen Mal in dieser Bundesliga-Saison 2025/26 ein Spieltag in drei Zweierpartien aufgeteilt. Beginnend am Samstag in der Qualigruppe in Graz und Ried, wo die WSG Tirol bzw. SV Ried vorzeitig den Klassenerhalt fixieren könnten. Weiter geht es am Sonntag in Wien-Favoriten, ehe das Topspiel zwischen dem FC Red Bull Salzburg und SK Sturm Graz folgt. Am Montag greifen dann die ÖFB-Cup-Finalisten SCR Altach (vs. WAC) sowie final der LASK (vs. SK Rapid), jeweils per Heimspiel, ins Geschehen ein. Damit zur Vorschau für Runde 30 mit Ergebnis-Tipps. Siehe auch EXPERTEN-TIPP.

Auch wenn Dietmar Kühbauer durchaus polarisiert, er macht Mannschaften besser und erfolgreich! Der Burgenländer führte den WAC vor einem Jahr historisch ins erste Cup-Finale und dort zum Titel, um nunmehr ein Jahr später auch mit dem LASK den Bewerb (nach 61 Jahren!) zu gewinnen. Schnupperte der 55-Jährige im vergangenen Mai bereits mit den Wolfsbergern am Double, ist es nunmehr nicht nur schon wieder der Fall, sondern befindet sich das Kühbauer-Kollektiv sogar drei Runden vor Saisonende in Pole-Position. Schaut man sich die „Kühbauer-Tabelle“ an, jene 20 Bundesligapartien seit seiner zweiten Amtszeit bei den Linzer Athletikern (ebenfalls erwähnenswerte die makellose Cup-Bilanz mit vier Siegen, inkl. Finaltriumph!) bis vor der 30. Runde, hat das schon was von einem „Wunderwuzzi“. Stolze elf Punkte mehr als der Zweite SK Sturm! Nur zwei Niederlagen! Jeweils im Frühjahr gegen die kommenden Gegner SK Rapid (auswärts) und RB Salzburg (daheim). Der Erfolgscoach weiß zu motivieren, findet immer wieder den richtigen Ton zu seinen Spielern, hebt das Positive bei ihnen hervor und spricht das Negative in geeigneter Weise an.
Sa, 02.05.2026, 17:00 Uhr
SV Oberbank Ried – FC Blau-Weiß Linz Live-Ticker SV Oberbank Ried gegen FC Blau-Weiß Linz


Dank einer furiosen Aufholjagd und einer makellosen Heimbilanz in der Qualigruppe, hat es der FC Blau-Weiß Linz geschafft, nach einem halben Jahr die Rote Laterne abzugeben. Noch ist das Team von der Donau nicht am rettenden Ufer angekommen, doch hat es nun selbst in der Hand und ist auf einem guten Weg. In Teil eins seines Auswärts-Doppels gastiert das Köllner-Kollektiv am Samstag beim ebenfalls heimstarken Aufsteiger. Im Finalrunden-Hinspiel erlebten Simon Seidl & Co. die Initialzündung für ihre Erfolgsserie, darunter zuletzt vier Spiele zu Null mit zehn Punkten (3S, 1U). Denn damals ging nach frühem 0:2-Rückstand ein Ruck durch die Blau-Weißen, und die Partie wurde zum 3:2-Heimsieg gedreht. Danach gab es in drei Spielen im Hofmann Personal Stadion für Gastteams gar nichts mehr zu holen (3S und beachtliche 11:0-Tore!). Das Gastspiel von BWL in Ried im vergangenen Herbst ging unglücklich verloren. Matchwinner Mutandwa, der bereits beim 1:0 Ante Bajic assistierte, erzielte den 2:1-Siegtreffer für die Innviertler in der siebenten (!) Minute der Nachspielzeit per Lucky-Punch. Das erste Saisonduell in Linz gewannen die Wikinger ebenfalls mit zwei Toren, wobei der Ex-Blau-Weiße Philipp Pomer, der am 1. Mai seinen Vertrag in Ried verlängerte, beim 2:0 einen Doppelpack schnürte. Und im vierten Aufeinandertreffen in 2025/26? Nachdem die Rieder, bei denen nach Gelbsperre Leistungsträger Ante Bajic zurückkehrt, durch Toptorjäger Mutandwa zuletzt in Innsbruck den „Matchball“ zum Klassenerhalt ausließen und durch die 0:1-Niederlage den einen fehlenden Punkt verpassten, soll nun am ersten Samstag im Mai alles unter Dach und Fach gebracht werden mit dem vorzeitig fixierten Ligaverbleib.
SR: Arnes Talic. Ligaportal-Tipp: 1:1.
Sa, 02.05.2026, 17:00 Uhr
GAK 1902 – WSG Tirol Live-Ticker GAK 1902 gegen WSG Tirol


Im zweiten Samstagspiel geht die WSG Tirol als derzeit Dritter der Qualigruppe mit drei Zählern Vorsprung (plus Stern) in das Duell beim Tabellenvorletzten und könnte mit einem Sieg bereits vorzeitig den Klassenerhalt sichern. Punktemäßig ist die bisherige Duellbilanz in dieser Saison zwischen beiden ausgeglichen. Nach einem 1:1 in Graz im August, wobei GAK-Abwehrakteur Owusu beide Treffer erzielte, folgte am 8. März am Innsbrucker Tivoli ein 2:0-Heimsieg der WSG, ehe an gleicher Wirkungsstätte zwei Wochen später die Grazer Athletiker für einen 5:1-Husarenstreich sorgten. Dank Jacob Italianos Dreierpack, dazu traf GAK-Toptorjäger Ramiz Harakaté zweifach, wodurch die Steirer nach früher Tiroler Führung durch Baden-Frederiksen die Partie eindrucksvoll gedreht hatten. Das Feldhofer-Team ist im Frühjahr zuhause noch unbesiegt (3S, 2U), hatte sich nach zwischenzeitlich drei Dreiern en suite in Graz-Liebenau zuletzt allerdings mit einem 1:1-Remis gegen Aufsteiger SV Ried zu begnügen. Für die Wattener waren die Reisen nach Graz in dieser Saison bisher mit Zählbarem verbunden. Zunächst das erwähnte 1:1 beim GAK in Runde drei, dann in der Nachtragspartie am 3. Dezember der heroische erste Bundesligasieg bei Meister SK Sturm. Nach frühem 0:1-Rückstand durch Gorenc-Stankovic drehte das Semlic-Team an jenem Mittwoch das Spiel, wobei aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung „Danish Dynamite“ Nikolai Baden-Frederiksen (Tor-Doppelpack) und Mittelfeld-Motor Matthäus Taferner (Tor + Assists) herausragten. In der 30. Runde kommt es nunmehr zum vierten Aufeinandertreffen, für die Rotjacken ist es zudem Teil eins eines einwöchigen Heimspiel-Doppels.
SR: Achim Untergasser. Ligaportal-Tipp: 1:1.
So, 03.05.2026, 14:30 Uhr
FK Austria Wien – TSV Egger Glas Hartberg Live-Ticker FK Austria Wien gegen TSV Egger Glas Hartberg


Die Meistergruppe-Matches hatte sich die Wiener Austria heuer sicher anders vorgestellt. Doch es ist der Wurm drin bei den Veilchen, die in den sieben Spielen bisher vier teils deftige Niederlagen kassierten, bei einem Remis und nur einem Sieg. Der datiert vom Hinspiel am 22. März mit 1:0 in Hartberg dank Kapitän und Goldtorschütze Manfred Fischer. Hernach sprang für die Violetten vom Verteilerkreis nurmehr ein Punkt heraus, wodurch sie von Rang drei auf Rang fünf abrutschten. Augenscheinlich, dass die Austria den Ausfall ihrer Schlüsselspieler Barry und Eggestein (jeweils verletzt) zuletzt nicht kompensieren konnte. In den letzten drei Spielen im Oberen Play-off bleibt die Helm-Truppe in Wien. Erst in der Generali-Arena gegen die Oststeirer, dann geht es final gegen Titelkandidat LASK, wo die Gastgeber im Titelrennen noch zum Zünglein an der Waage werden können, und zwischenzeitlich steht das 350. Wiener Derby in Hütteldorf an.
Während beim TSV der im Sommer scheidende Cheftrainer Manfred Schmid mal wieder in seinem ehemaligen „Wohnzimmer“ und bei seinem „Herzensklub“ zu Gast ist und mit seiner Mannschaft im Übrigen beide Grunddurchgang-Duelle gewann. Darunter mit 3:1 am 24. August in Wien-Favoriten, als die Blau-Weißen alle Treffer erzielten und nach 75 Minuten 3:0 vorn lagen. Ein Eigentor in der Nachspielzeit von Coulibaly bescherte violette Ergebniskosmetik. Es ist für beide Teams drei Runden vor Schluss die Chance, um nochmal etwas Boden gutzumachen und die „Chance auf Europa“ am Leben zu halten.
SR: Sebastian Gishamer. Ligaportal-Tipp: 2:1.
So, 03.05.2026, 17:00 Uhr
FC Red Bull Salzburg – SK Sturm Graz Live-Ticker FC Red Bull Salzburg gegen SK Sturm Graz


Der amtierende Vizemeister und der Titelverteidiger als Jäger von Spitzenreiter LASK, nur zwei bzw. einen Zähler hinter den Linzern. Die Saisonbilanz nach drei engen Duellen sieht den SK Sturm knapp vorn. Auf den 2:0-Auswärtssieg der Steirer im Herbst in der Red Bull Arena, folgten in Graz-Liebenau zwei 1:1-Remis. Kleines Wortspiel…der SK Sturm hat ein Sturm-Problem. Toptorschütze beim Tabellenzweiten aus Graz ist mit 14 Treffern Mittelfeldspieler Otar Kiteisvhili, erst zehn Tore dahinter taucht mit Seedy Jatta ein Stürmer auf (4).
Beim FC Red Bull Salzburg wiederum führt mit neun Treffern die interne Torschützenliste zwar ein Stürmer an, doch Petar Ratkov verließ den Vizemeister bereits im Winter. Gegen die Grazer verloren die Roten Bullen die letzten beiden Heimspiele – in der Red-Bull-Ära zuvor nur im Jahr 2014. Für das Team um Cheftrainer Daniel Beichler, ehemals Profi beim SK Sturm und gebürtiger Grazer, ist es die Woche der Wahrheit…geht es doch binnen acht Tagen gegen den Tabellenzweiten Sturm und dann zu Spitzenreiter LASK nach Linz. Noch ist der Titelgewinn aus eigener Kraft möglich, bei der Instabilität der Salzburger allerdings fragwürdig.
Die „Schwoazn“ verloren zwar in der vergangenen Runde die Tabellenführung an den LASK, sind jedoch am längsten in der Bundesliga ungeschlagen. Und zwar seit zehn Spielen (4S 6U) – erstmals so lange in dieser BL-Saison. Zugleich ist Sturm aber auch seit vier BL-Spielen sieglos (4U) – erstmals so lange seit Oktober/November 2025 (damals 1U 3N).
Die Roten Bullen (1S 5U) und der amtierende Meister (2S 4U) punkteten jeweils in sechs Spielen nach Rückstand – nur der SK Rapid und die WSG Tirol (je 7 Spiele) in dieser BL-Saison mehr. Im Duell in Runde 13 punktete Salzburg nach 0:1-Rückstand, in Runde 24 gelang Sturm dasselbe – beide Spiele endeten 1:1-Remis.
SR: Harald Lechner. Ligaportal-Tipp: 1:1.
Mo, 04.05.2026, 18:30 Uhr
SCR Altach – RZ Pellets WAC Live-Ticker SCR Altach gegen RZ Pellets WAC


Nach großer Gegenwehr und 120 Spielminuten in den Beinen, geht es für die Altacher nach der Niederlage im historisch ersten ÖFB-Cup-Finale bereits drei Tage später im Liga-Alltag weiter. Wo weiterhin die Chance auf „Europa“ besteht, über das Bundesliga-Play-off. Allerdings andererseits bei noch drei ausstehenden Runden in der Qualigruppe auch der Klassenerhalt noch nicht fixiert ist. In der englischen Woche blieben die Vorarlberger sieglos, remisierten zweimal im West-Duell gegen die WSG Tirol und kassierten eine empfindliche 0:3-Niederlage beim FC Blau-Weiß Linz. Um dennoch Platz zwei in der Qualigruppe zu wahren. Doch wieviel Kraft hat dem Zaric-Team das Cup-Match samt Verlängerung gekostet? Vorjahres-ÖFB-Cup-Sieger WAC kommt ausgeruht ins Ländle. Und mit dem ersehnten ersten Saisonsieg im Kalenderjahr zuletzt gegen den GAK 1902 (1:0). Worauf Trainer Thomas Silberberger seinen Schützlingen sogar mehr als einen Tag frei gab. Fakt ist jedoch, dass die Rote Laterne weiterhin im Lavanttal leuchtet und das Wolfsrudel noch zweimal auf Reisen ist und in der Fremde neunmal in Folge ohne Beute blieb. Letztmals die volle Punkteausbeute holte der WAC am Nationalfeiertag unter Peter Pacult mit dem 3:1 beim SK Sturm Graz. Das Hinspiel im Unteren Play-off gegen den SCRA endete in Kärnten mit 1:1, im Grunddurchgang gewannen die Vorarlberger beide Spiele. Im Cup-Finale lieferten die Rheindörfler auch ein starkes Spiel, weil Patrick Greil ein gelungenes Comeback feierte und in der ersten Halbzeit bester Akteur in diesem packenden Match war.
SR: Safak Barmaksiz. Ligaportal-Tipp: 1:2.
Mo, 04.05.2026, 20:30 Uhr
LASK – SK Rapid Live-Ticker LASK gegen SK Rapid


Das ewig junge Traditionsduell zwischen den Kultklubs in Schwarz-Weiß und Grün-Weiß beendet die 30. Runde, ungewohnt am späten Montagabend im Flutlichtspiel. Im Grunddurchgang gab es für den SK Rapid nichts zu holen. Beim Comeback vom Ex-Rapidler Dietmar Kühbauer in seiner zweiten Amtsperiode als LASK-Cheftrainer gewannen die Oberösterreicher mit 2:0 in Hütteldorf und nur sechs Wochen später auch daheim das Rückspiel mit 3:0. In der Meistergruppe behielt Rapid allerdings am 22. März in einer packenden Partie mit 4:2 im Allianz Stadion die Oberhand. Mit 4:2 gewann der LASK am 1. Mai auch das Cup-Finale, wurde dabei allerdings 120 Minuten gefordert und hatte einen Kraftakt zu leisten. Was wird drei Tage später im Ligaalltag beim Kühbauer-Kollektiv noch „im Tank“ sein oder setzt dieser historische Triumph, der zweite Cup-Gewinn nach 61 (!) Jahren, ungeahnte Kräfte frei? Bei den Athletikern weiß man, was man bekommt. Vor allem eine bemerkenswerte Energie in den Spielen „hinten heraus“ und seit Wochen Leistungskonstanz. Rapid dagegen ist eine „(Wiener) Wundertüte“ und in jeder Hinsicht Überraschungen liefernd. Einerseits können Kapitän Matthias Seidl & Co. jeden Gegner schlagen, andererseits auch gegen jeden verlieren. Ebenso spannende wie völlig offene Partie. Der LASK steht vor einem Heimspieldoppel gegen Rapid und RB Salzburg, für das Thorup-Team steht danach noch das Wiener Derby sowie das Auswärtsspiel beim amtierenden Meister SK Sturm Graz auf dem Programm. Noch ist vieles möglich für den Rekordmeister.
SR: Alexander Harkam. Ligaportal-Tipp: 2:2.
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