Dem SC Freiburg droht nach dem Aus im DFB-Pokal auch in der Europa League der Halbfinal-K.o. Die Breisgauer verloren das Hinspiel bei Sporting Braga unglücklich mit 1:2 (1:1) und gehen mit einer Hypothek in das Rückspiel am Donnerstag (21 Uhr, RTL) in Freiburg. Der SC hat alle Europacup-Heimspiele in der laufenden Saison gewonnen. Im Finale am 20. Mai in Istanbul wartet in jedem Fall ein Klub aus der englischen Premier League. Nottingham Forest und Aston Villa machen den zweiten Teilnehmer unter sich aus. Mit Eintracht Frankfurt konnte bisher erst ein deutsches Team den Nachfolgewettbewerb des Uefa-Cups gewinnen.

Mario Dorgeles gelang in der zweiten Minute der Nachspielzeit das Siegtor für den Gastgeber Braga. Umso bitterer, zumal Freiburg das Spiel bis dahin weitgehend im Griff hatte. Die Partie begann aus SC-Sicht allerdings denkbar ungünstig: Der Bundesligist geriet durch Demir Tiknaz in der 8. Minute in Rückstand. Freiburg meldete sich dann aber rasch durch Vincenzo Grifo (16.) zurück und durfte sich noch vor der Pause bei Noah Atubolu bedanken. Der umstrittene Strafstoß nach einem Foul des Freiburger Verteidigers Philipp Lienhart kam aus dem Nichts. Freiburgs Torwart Atubolu hielt gegen Ex-Bundesligaprofi Rodrigo Zalazar (45.+2).

Der Sport-Club leistete sich trotz der Unterstützung von gut 2000 mitgereisten Fans verhältnismäßig viele Fehler im Passspiel und schaffte es nur selten, Akzente zu setzen. Atubolu wurde nach dem frühen Gegentor kaum geprüft. Als der 23-Jährige jedoch im Fokus stand, war er zur Stelle und parierte kurz vor dem Seitenwechsel den Elfmeter gegen Rodrigo Zalazar. Auch nach Wiederbeginn taten sich beide Mannschaften schwer. Immer wieder wurde die Spieleröffnung unterbunden, immer wieder fehlte die letzte Konsequenz. Die beste Chance vergab Freiburgs Eggestein nach etwas mehr als einer Stunde. Dann deutete alles auf ein Unentschieden hin. Dann traf Braga doch noch.