München – „Ach, liebster Mario“: Mit diesen Worten an ihren Schauspielerkollegen begann Iris Berben in der Kirche St. Michael ihre Trauerrede. „Für mich warst Du immer ein Komplize der Kunst, ein Komplize des Lebens.“
Schauspieler Axel Milberg („Tatort“) erinnerte sich bei der Zeremonie an ein Mittagessen mit Adorf und dessen Frau Monique in Paris Ende 2024. Adorfs Verleger Helge Malchow verlas eine Kurzgeschichte, die der Schauspieler und Schriftsteller kurz vor seinem Tod verfasst hatte.
Sein Manager Michael Stark wiederum zitierte Adorfs eigene Abschiedsworte: „Erst wenn es so weit ist, merken wir, dass wir uns unser Leben lang für unsterblich hielten“, habe der 95-Jährige erst kürzlich geschrieben – und dass er das Ende annehmen wolle, ohne zu jammern und ohne zu sagen: „Schon? Warum? Es war doch so schön.“
Schauspielerin Iris Berben erinnerte sich an Mario Adorf als „Komplize der Kunst“ und „Komplize des Lebens“.
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Adorf hatte zwar auch eine Wohnung in München, beigesetzt werden soll er allerdings an der französischen Mittelmeerküste, genauer gesagt in St. Tropez. Seine Witwe Monique Faye stammt aus Südfrankreich, das Ehepaar lebte in Paris.
Neben Gattin Monique und Adorfs Tochter Stella, die ihre Rede mit den Worten „Vielen Dank, Mario, vielen Dank, Papi – für alles“ abschloss, waren auch Prominente wie Senta Berger, Günter Netzer, Veronica Ferres und David Dietl zur Abschiedsfeier gekommen.
Danach sollte es Medienberichten zufolge zu einem Empfang ins Nobelhotel Bayerischer Hof gehen. Dort hatte Adorf für Helmut Dietls satirische, sozialkritische Serie „Kir Royal“ eine seiner ikonischsten Szenen gedreht – am Pool und im Bademantel. (APA, dpa)