Fußballprofi Patrik Schick von Bayer 04 Leverkusen bejubelt einen Treffer gegen RB Leipzig

Stand: 02.05.2026 • 20:24 Uhr

Zwei Spieltage vor Saisonende der Fußball-Bundesliga springt Bayer 04 Leverkusen mit einem überzeugenden Sieg gegen RB Leipzig auf einen Champions-League-Platz.

Durch drei Tore von Patrik Schick (25., 76., 89.) sowie eins von Nathan Tella (45.) und bei einem Gegentreffer von Christoph Baumgartner (80.) gewann Leverkusen das Topspiel am Samstagabend mit 4:1 (2:0) und zieht aufgrund der besseren Tor-Differenz bei 58 Zählern an den punktgleichen TSG Hoffenheim und VfB Stuttgart vorbei, die sich zuvor am Nachmittag mit 3:3 getrennt hatten.

„Wir haben sehr gut gespielt, vier Tore gemacht und hätten mehr Tore schießen können“, frohlockte Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand.

Leipzig, das zuvor fünf Spiele in Folge gewonnen hatte, vergab seine erste Chance, Platz drei fix zu machen. Mit einem Sieg aus den letzten beiden Spielen kann RB das aber noch nachholen. „Was uns heute gefehlt hat, war unsere eigene Leistung. Wir haben viele Dinge, die uns sonst ausgezeichnet haben, heute nicht auf den Platz gebracht“, analysierte Trainer Ole Werner.


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Frühe Chancen auf beiden Seiten

Beide Teams begannen die Partie so, wie man sie kennt: schnörkellos und mit Tempo. Schick (3.) blieb mit einem Abschluss hängen. Im Gegenzug traf Romulo (3.) nur das Außennetz. Leverkusen wirkte in der Folgezeit insgesamt griffiger und besser vorbereitet. Immer wieder überspielten die Gastgeber die letzte Linie mit langen Bällen.

Brenzlig wurde es allerdings zunächst noch einmal vor dem Bayer-Tor, aber in einem wilden Gewusel retteten erst Torwart Mark Flekken und dann Aleix Garcia vor der Linie (17.). Wie gut sich ganz Leverkusen auf das Spitzenspiel vorbereitet hatte, zeigte sich dann wenige Minuten später.

Umstrittener Ball-Zuwurf vor Leverkusens Führung

Nach einer RB-Chance bekam Flekken den Ball zum Abstoß von hinter der Bande schnell zugeworfen. Der Torwart schickte mit einem langen Schlag Tella auf rechts auf die Reise. Dann ging es schnell über Ibrahim Maza und erneut Tella zu Schick im Zentrum, der den Ball im Fallen aus zehn Metern links zum 1:0 ins Netz drückte.

Der Treffer hätte eigentlich nicht zählen dürfen, weil Spielbälle seit dieser Saison nicht mehr von Ballkindern oder Volunteers ins Spiel geworfen, sondern nur von den um das Spielfeld verteilten Hütchen entnommen werden dürfen. Da aber weder Schiedsrichter noch VAR eingriffen zählte der Treffer und Schiedsdrichter Tobias Welz unterband das taktische Mittel der Leverkusener auch in Halbzeit zwei, indem er über Kapitän Robert Andrich die Volunteers hinter dem Tor darauf hinwies, keine Bälle ins Spiel zu bringen.

Nathan Tella erhöht kurz vor der Pause

Aber die Führung zählte und erst einmal spielte danach nur noch das Team von Trainer Kasper Hjulmand. Tella (30.) verzog nach einem Eckball. Wenig später scheiterte der Nigerianer nach einem weiteren Konter an Schlussmann Maarten Vandevoort, Schicks Nachschuss kratzte El Chadaille Bitshiabu vor der Linie weg (31.).

Als Leipzig kurz vor der Pause besser aufkam, schlug Bayer ein zweites Mal zu. Garcia hob einen langen Ball von rechts weit in den Strafraum. Am Fünfmeterrraum stand Tella völlig blank und traf per Volleyabnahme zum 2:0 – sein erstes Saisontor.

Die Gäste mussten etwas tun und die Elf von Trainer Ole Werner kam auch mit deutlich mehr Energie aus der Pause. Die erste Viertelstunde machte vor allem RB Druck. Der eingewechselte Brajan Gruda (46.) hatte sofort einen Abschluss. Kurz darauf musste Andrich gegen Romulo retten (49.).

Leizpziger Flügelzange ohne Wirkung

Für Leverkusen hatte Schick (53.) die erste Möglichkeit in Durchgang zwei. Aber Vandevoort war auf dem Posten. Insgesamt wirkte Leipzig jetzt aber deutlich druckvoller. Allerdings fanden die Gastgeber nach knapp einer Stunde ihre Stabilität wieder. Vor allem die brandgefährlichen Leipziger Außen Yann Diomande und Antonio Nusa schnitt Leverkusen insgesamt vom Spiel ab.

Bei einem Freistoß von Alex Grimaldo (72.) und einem Konter über Schick (74.) hatte die Werkself die Möglichkeit zu erhöhen. Schick tat das dann kurz darauf doch noch. Der starke Maza trieb den Ball durch das Mittelfeld und legte perfekt in den Lauf des Tschechen. Der blieb vor Vandevoort cool und schoss unten links zum 3:0 ein.

Leipzig kam zwar durch das 13. Saisontor von Baumgartner noch zum 1:3-Anschlusstreffer. Mehr war für die Gäste aber nicht mehr drin. Stattdessen machte der starke Schick bei einem weiteren Konter mit seinem 16. Saisontreffer zum 4:1 einen runden Abend für die Gastgeber perfekt.

Leverkusen in Stuttgart, Leipzig gegen St. Pauli

Für Leverkusen steht am 33. Spieltag fast schon so etwas wie ein Endspiel um die Champions League an, wenn die Werkself am Samstagnachmittag (09.05.2026, 15.30 Uhr) beim Tabellenfünften VfB Stuttgart zu Gast ist.

Leipzig hat parallel im Heimspiel gegen den FC St. Pauli seine zweite Chance, mit einem Sieg die Königsklasse für die Saison 2026/27 klar zu machen.


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