Ein stark überfüllter Railjet der ÖBB auf der Strecke Wien–Zürich musste am heutigen Nachmittag außerplanmäßig gestoppt werden. Da die Sicherheit der Fahrgäste nicht gewährleistet werden konnte, wurde die Polizei hinzugezogen, um Reisende ohne Sitzplatzreservierung zum Verlassen des Zuges aufzufordern. Mit rund einer Stunde Verspätung konnte der Zug schließlich seine Fahrt fortsetzen.
Der Railjet hatte den Wien Hauptbahnhof um 13.28 Uhr verlassen und hielt kurz darauf in Wien-Meidling an. Laut einer Sprecherin der ÖBB sei zu diesem Zeitpunkt „keine gesicherte Mitfahrt gewährleistet werden konnte“. An Bord befanden sich unter anderem eine Schulklasse sowie eine schwangere Frau.
Polizei am Bahnsteig
Um Passagiere zum freiwilligen Aussteigen zu bewegen, stellte die ÖBB 25-Euro-Gutscheine in Aussicht – ein Angebot, das ein Großteil der Betroffenen jedoch ablehnte. Nachdem der Zugbegleiter per Notruf gemeldet hatte, dass „Fahrgäste möchten nicht aussteigen“, rückte die Polizei an. Die Landespolizeidirektion Wien bestätigte den Einsatz. Die Beamten betraten den Zug dabei nicht; ihr Einsatz erfolgte nach Angaben einer Polizeisprecherin aus Sicherheitsgründen.
Betroffene Fahrgäste
Während ein Teil der Fahrgäste den Zug daraufhin freiwillig verließ, war bei anderen erst Druck durch das ÖBB-Personal erforderlich. Wie viele Personen insgesamt betroffen waren, gab die ÖBB nicht bekannt. Ein Betroffener sprach von 30 bis 40 Personen.
Die ÖBB wiesen im Zusammenhang mit dem Vorfall auf die Wichtigkeit hin, vor reisestarken Wochenenden eine Sitzplatzreservierung vorzunehmen.