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Berlin – Nina Chuba zählt zu den erfolgreichsten Popstars Deutschlands. Doch hinter ihrem Erfolg steckten auch psychische Probleme. Jetzt spricht sie offen darüber, warum sie Hilfe brauchte, und sagt: Das würde ich jedem empfehlen.

„Therapie sollte kein Makel sein. Für mich zeigt das eher Stärke und Selbstreflexion“, sagte die Wahl-Berlinerin dem „Stern“. Sie fände es befreiend, wenn Menschen offen sagten, dass es ihnen schlecht ginge oder sie Unterstützung benötigten. So wie sie selbst. Chuba sprach bereits 2025 in Interviews offen über Ängste, psychische Belastung und persönliche Krisen. In ihrem Podcast „Die Leute lieben das“ fiel dabei das Wort „Mini-Depression“.

Ungewohnt zukeknöpft: Nina Chuba bei einem Auftritt in der NDR-Talkshow im vergangenen September

Ungewohnt zugeknöpft: Nina Chuba bei einem Auftritt in der NDR-Talkshow im vergangenen September

Foto: picture alliance/dpa

Warum brauchte Nina Chuba Therapie?

Im Gespräch mit dem „Stern“ schildert Chuba, wie sie in einem Songwriting-Camp merkte, dass es ihr schlecht ging. „Ich konnte morgens plötzlich nicht mehr aufstehen. Ich lag im Zimmer, war traurig, habe viel geweint und mich zu nichts aufraffen können. Das kannte ich so von mir nicht. Da war klar: Das ist nicht einfach nur Erschöpfung“, erzählt die Sängerin, die schon mit sieben Jahren durch die Kika-Serie „Die Pfefferkörner“ zum Kinderstar wurde, offen. „Ich habe mir selbst enormen Druck gemacht.“

Nina Chuba erzählt, dass sie damals „unbedingt fürs zweite Album arbeiten“ wollte, aber nur ein Song sei entstanden. „Ich habe sofort mit meinem Management gesprochen und gesagt: ‚Ich brauche eine Therapie.‘ Die haben mir direkt geholfen.“ Seit zweieinhalb Jahren hat sie regelmäßige Sitzungen mit ihrer Psychotherapeutin. „Ich empfehle es jedem.“

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In ihrem Podcast „Die Leute lieben das“, den sie mit ihrem Jugendfreund Momme Hitzemann macht, erzählt sie regelmäßig von ihren Sitzungen und Fortschritten in Sachen Selbstreflexion. Und: Obwohl sie mit Nummer-1-Hits („Wildberry Lillet“, „Fata Morgana“) und zwei Nummer-1-Alben zu den erfolgreichsten deutschen Popstars der Gegenwart gehört, hinterfragt sie den Hype um ihre Person. „Dieser Hype war so irre, und ich war darauf nicht vorbereitet. Es hat sich zunächst einfach angefühlt wie der völlige Kontrollverlust. In der Therapie habe ich gelernt, dass viele meiner Ängste, die ich seitdem habe, aus dieser Zeit kommen. Weil ich mich damals so ausgeliefert gefühlt habe.“ Sie empfindet ihre Situation selbst als „absurd“, sagt Nina Chuba. „Ich lebe meinen Traum, aber habe Angst, alleine einen Kaffee zu bestellen oder in einen Flieger zu steigen.“

Depressiv? Hier bekommen Sie umgehend Hilfe!

BILD berichtet in der Regel nicht über Selbsttötungen, um keinen Anreiz für Nachahmung zu geben – außer Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst depressiv sind, Selbstmord-Gedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de).Unter der kostenlosen Hotline 0800–1110111 oder 0800–1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.