Der SK Sturm Graz hat mit einem Last-Minute-Ausgleich im Spitzenspiel gegen den FC Red Bull Salzburg das vierte 1:1-Remis in Folge erreicht. Joker Axel Kayombo verhinderte mit seinem Treffer in der 93. Minute einen Salzburger Befreiungsschlag im Titelrennen. Yorbe Vertessen hatte die Bullen in der 22. Minute in Führung gebracht. Die Grazer liegen als Tabellenführer einen Punkt vor dem LASK. Der FC Red Bull Salzburg rangiert mit 29 Zählern auf Position drei.

Vertessen schlägt wieder gegen seinen Lieblingsgegner zu
Die Partie begann bei frühsommerlichen Bedingungen mit viel Intensität in den Zweikämpfen, spielerisch blieb jedoch zunächst vieles Stückwerk. Die Hausherren übernahmen früh mehr Ballbesitz, ohne daraus klare Vorteile zu ziehen, während der amtierende Meister vorerst kaum in gefährliche Zonen kam.
Nach rund 20 Minuten näherten sich die Hausherren erstmals konkreter an: Ein Distanzversuch von Alajbegović zwang Keeper Khudiakov zu einer Parade. Kurz darauf fiel dann auch die Führung. Über die linke Seite wurde der Angriff sauber vorbereitet, Kjaergaards Abschluss konnte der Sturm-Schlussmann nur nach vorne abwehren – genau in den Lauf von Yorbe Vertessen, der aus kurzer Distanz zum 1:0 vollstreckte (22.).
Zwar blieben die Bullen gefährlicher, trotzdem ergab sich plötzlich die große Ausgleichschance: Malone setzte sich stark durch, scheiterte zunächst an Schlager, ehe Mamageishvili den Abpraller aus aussichtsreicher Position über das leere Tor setzte (30.).
Salzburg reagierte darauf mit noch mehr Druck. Ein Abschluss von Vertessen landete am Lattenkreuz, zudem verpasste Kitano aus der Drehung nur knapp das zweite Tor (41.). Insgesamt kamen die Hausherren häufiger in Abschlusspositionen, weil sie im letzten Drittel zielstrebiger agierten und zweite Bälle besser sicherten. So ging es mit einer 1:0-Führung für Salzburg in die Pause.
Hektische Schlussphase im Spitzenspiel
In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein richtiger Schlagabtausch. Während sich die Grazer nicht versteckten und mutig nach vorne spielten, kamen die Hausherren vor allem über das Umschaltspiel zu Chancen: Sota Kitano war dem zweiten Treffer des Spiels am nähesten, scheiterte aber an Khuyakov (58.).
Vier Minuten später musste der russische Keeper der Grazer erneut zupacken – und zwar nach einem Vorsroß und Abschluss von Krätzig (62.). Der Sturm-Keeper wurde in weiterer Folge weiter beschäftigt: Sota Kitano versuchte sein Glück mit einem ansatzlosen Schuss, doch erneut packte der Grazer Schlussmann zu (67.).
Bei den Gästen aus Graz keimte nach der Einwechslung von Otar Kiteishvili nochmal Hoffnung auf. Sofort suchten seine Kollegen die georgischen Zauberfüße, gefährlich wurde es dann aber mit einem Distanzschuss von Paul Koller (83.). Auf der Gegenseite hatte Karim Konaté die Großchance auf das 2:0, setzte den Ball aus guter Position aber weit am langen Eck vorbei (86.).
Und als bereits jeder mit einem Salzburger Heimsieg gerechnet hatte, schlug ein Joker der Grazer eiskalt zu: Axel Kayombo traf nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung nach Kiteishvili-Zusapiel zum 1:1-Ausgleich (90.+3). Damit war die Partie aber noch nicht zu Ende, denn Moussa Yeo besorgte praktisch mit dem Schlusspfiff den vermeintlichen Ausgleich, der Treffer zählte wegen Abseits aber nicht.
FC Red Bull Salzburg – SK Sturm Graz 1:1 (1:0)
Sonntag, 03.05.2026 (17:00 Uhr); Red-Bull-Arena, Salzburg; 17.318 Zuschauer; SR Harald Lechner.
Red Bull Salzburg: Schlager – Lainer, Schuster, Drexler, Krätzig – Kitano (87./Terzic), Diabaté, Kjaergaard – Vertessen (74./E. Baidoo), Onisiwo (80./Konaté), Alajbegovic (80./Yeo). Trainer: Daniel Beichler.
SK Sturm Graz: Khudyakov – Gazibegovic, Vallci, Mitchell (59./Koller) – Hödl, Mamageishvili (73./Kiteishvili), Gorenc Stankovic, Fosso (73./Weinhandl), Karic (73./Geyrhofer) – Malone (88./Kayombo), Jatta. Trainer: Fabio Ingolitsch.
Tor: Vertessen (22.) bzw. Kayombo (90.+3)
Gelbe Karten: Keine bzw. Mamageishvili, Ingolitsch (Sturm-Trainer), Gazibegovic
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