Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Schweden beschlagnahmt verdächtigen russischen Tanker

Aktualisiert am 03.05.2026 – 20:09 UhrLesedauer: 23 Min.

Einheiten der schwedischen Küstenwache verfolgen die "Jin Hui" in der Ostsee: Der Tanker soll unter falscher Flagge fahren und auf mehreren Sanktionslisten stehen.Vergrößern des Bildes

Einheiten der schwedischen Küstenwache verfolgen die „Jin Hui“ in der Ostsee: Der Tanker soll unter falscher Flagge fahren und auf mehreren Sanktionslisten stehen. (Quelle: Schwedische Küstenwache)

Schweden geht gegen Putins Schattenflotte vor. Die Ukraine hat ein seltenes russisches Waffensystem zerstört. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Russische Truppen rücken auf die Festungsstadt Kostjantyniwka vor. Fällt sie, könnte das ein entscheidender Wendepunkt im Ukraine-Krieg sein. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Die schwedische Küstenwache hat in der Ostsee einen Tanker beschlagnahmt, der mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehört. Das unter syrischer Flagge fahrende Schiff „Jin Hui“ sei in schwedischen Hoheitsgewässern südlich von Trelleborg geentert worden, teilte die Behörde am Sonntag mit. Polizei und Küstenwache hätten Vorermittlungen wegen mangelnder Seetüchtigkeit eingeleitet. Der schwedische Zivilschutzminister Carl-Oskar Bohlin erklärte auf der Kurznachrichtenplattform X, das Schiff gehöre mutmaßlich zur russischen Schattenflotte.

Die Küstenwache erklärte weiter, es gebe eine Reihe von Unregelmäßigkeiten beim Flaggenstatus. Daher werde vermutet, dass der Tanker unter falscher Flagge fahre
und gegen internationale Bestimmungen verstoße. Der Tanker stehe auf mehreren Sanktionslisten, darunter denen der Europäischen Union und Großbritanniens. Das Schiff hatte den Angaben zufolge vermutlich keine Ladung an Bord, das Ziel der Reise war unklar.

Europäische Staaten gehen verstärkt gegen die Schattenflotte vor, mit deren Hilfe Russland seinen Krieg gegen die Ukraine finanziert. Schweden hat in diesem Jahr bereits fünf Schiffe wegen des Verdachts auf verschiedene Vergehen gestoppt, darunter Ölverschmutzungen und das Fahren unter falscher Flagge. Gegen einige Besatzungsmitglieder wurden Strafverfahren eingeleitet.

Bisher hat er einen Besuch in Kiew strikt vermieden – nun will der Moskau-freundliche slowakische Regierungschef Robert Fico erstmals in die Ukraine reisen. Nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erklärte Fico am Samstag: „Wir werden das Format gemeinsamer Regierungssitzungen fortsetzen und zudem gegenseitige Besuche in unseren Hauptstädten vornehmen.“ Nach der Abwahl von Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Fico der engste Verbündete von Kremlchef Putin in der EU.

Der nationalistische slowakische Regierungschef erklärte nun, er habe bestätigt, „dass die Slowakei den EU-Beitritt der Ukraine unterstützt, denn wir wollen, dass die Ukraine, unser Nachbar, ein stabiles und demokratisches Land ist“. Er äußerte zudem den Wunsch nach freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern. Er werde Selenskyj auch am Montag am Rande des Gipfeltreffens der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in der armenischen Hauptstadt Eriwan sehen.