Kurz vor Schluss wird aber auch Xatars Gewicht thematisiert. Samy verrät dabei erstmals, dass die Rapikone sich einer Magenverkleinerung unterzogen hatte. „Er musste schnell abnehmen, weil er Herzinfarkt-gefährdet war“. Umso tragischer wirkt es im Rückblick, dass der Rapper schließlich an einem Herzstillstand starb – ein Detail, das der Doku eine bittere, fast schon zynische Note verleiht.
Am Ende bleiben vor allem Bilder seiner Familie, leise Töne statt großer Inszenierung. Diese Doku versteht sich als Andenken – an einen Künstler, Unternehmer und eine Figur, die im Deutschrap unvergessen bleibt.

Fazit: „Xatar: Ein Leben ist nicht genug“ ist ein solides, stellenweise eindringliches Porträt, das die wichtigsten Stationen seines Lebens nachzeichnet. Wirklich neue Einblicke liefert die dreiteilige Produktion jedoch kaum. Vieles bleibt an der Oberfläche, Konflikte werden nur angerissen statt vertieft. Was bleibt, ist ein würdiger, aber nicht überraschender Blick auf ein Leben voller Extreme und die Frage die wohl Xatar mit ins Grab nimmt: Wo ist denn das Gold jetzt?