Der vielumjubelte ÖFB-Cup-Gewinn des LASK am 1. Mai war ein Kraftakt, brauchten die Linzer Athletiker doch gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Außenseiter SCR Altach die Verlängerung, um nach dem „Match-Marathon“ im Wörthersee Stadion in Klagenfurt nach 61 Jahren die begehrte Trophäe wieder in die Vereins-Vitrine zu holen. Wobei sich ein Wermutstropfen in den Freudenkelch mischt. Zwar hat das Kühbauer-Kollektiv die große Chance auf das Double, doch spielt bereits drei Tage später in der Bundesliga gegen den ausgeruhten SK Rapid (20:30 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER). Was bei vielen Unverständnis hervorruft.

„Schwachsinnig, dieses Spiel an einem Montag anzusetzen“
So meinte bei den im Jubel- und Euphoriemodus befindlichen Athletikern Kapitän Sascha Horvath (siehe auch komplettes Interview) nach Spielende des ÖFB-Cup-Finales: „Ich weiß nicht, warum wir am Montag spielen und nicht erst Dienstag oder Mittwoch spielen können. Aber das wissen andere besser. Jetzt heißt es für uns zwei Tage erst mal extrem regenerieren und nicht zu viel feiern.“
Auch sein „Chef“ schlug in die gleiche Kerbe, meinte LASK-Coach Dietmar Kühbauer auf der Pressekonferenz nach der Cup-Partie: „Wenn ich jetzt was sage, dann heißt es wieder, er ist sauer, wütend oder schockiert. Ich sage nur, dass es schwachsinnig ist, dieses Spiel an einem Montag anzusetzen. Punkt.“
Um zu ergänzen: „Natürlich muss uns der Cup-Sieg Kraft geben. Aber die Terminisierung ist für mich dermaßen schlecht und ich frage mich ganz ehrlich, was sich Leute dabei denken. Weil es um was geht. Nicht nur für uns, sondern auch für Altach. Weil sie ja in punkto Klassenerhalt noch nicht durchsind. Sie werden es schaffen, aber ich bin überrascht und der Meinung, dass sich Leute da Gedanken machen sollten.“

„Wettbewerbsverzerrung“ / „Sowas ist nicht zu verstehen“
Solidarisch mit Kühbauers Haltung erklärte sich auch GAK-Cheftrainer Ferdinand Feldhofer, der von einer Wettbewerbsverzerrung sprach.
Und TSV Hartberg-Coach Manfred Schmid meinte am Sonntag nach dem Spiel bei der Wiener Austria auf der Pressekonferenz auf Ligaportal-Nachfrage: „Wenn man selber Fußball gespielt hat, ist sowas nicht zu verstehen. Ich glaube, dass es für die beiden Mannschaften, die das Cup-Finale gespielt haben, am Montagabend sehr schwierig wird. Für den LASK ist es vielleicht noch einfacher durch den Titelgewinn. Altach hat in den 120 Minuten alles reingeworfen. Es geht um den Klassenerhalt, es geht um die Meisterschaft. Um den Titel und den Abstiegskampf. Es ist schon sehr fragwürdig für mich.“
Siehe auch:
Gewinnen Sie 2 x 2 Sitzplatz-Tickets für das 350. Wiener Derby!
SCR Altach-Routiniers Greil & Bähre im Ligaportal-Interview: „Der LASK wird Meister“
Nach 61 Jahren: LASK gewinnt ÖFB-Cup gegen starken SCR Altach
SCR Altach: „Wenn wir das 2:2 nicht kriegen wird es für den LASK ganz eklig“
Fotocredit: Christian und Daniel Fauland und Josef Parak