Mir ist wieder klar geworden, wie vergänglich die Kunstform Theater ist. Wie oft es vorkommt, dass man etwas zum letzten Mal bringt. 2024 brachten wir die „Sturm“-Inszenierung von Peter Brook, zwei Jahre nach seinem Tod. Heuer bringen wir das letzte Stück von Robert Wilson. Wir spielen es noch, dann verschwindet es. Es gibt keine Inszenierung von Brook mehr, Pollesch ist fast verschwunden, Schlingensief gibt es nur mehr auf Video. Theater ist vergänglich, anders als die Literatur. Wenn du weg bist, ist auch dein Werk weg, ist abgespielt. Das gilt auch fürs „Beste Stück“: Es läuft sechs Mal, dann ist es für immer weg. Dabeisein ist im Theater alles.