
AUDIO: George-Lucas-Comic-Doku: Das Imperium zeichnet zurück (3 Min)
Stand: 04.05.2026 14:40 Uhr
Der 4. Mai ist traditionsgemäß Welt-Star-Wars-Tag. In zehn Tagen feiert Star-Wars-Erfinder George Lucas seinen 82. Geburtstag. Eine Graphic Novel nimmt die Entstehung des Kinoklassikers bildstark unter die Lupe.
Im Stil eines guten Hollywood-Films beginnen die beiden französischen Comicmacher, Laurent Hopman für die Szenerie und Renaud Roche für die Zeichnungen, mit einem unerwarteten Auftakt. Der junge George Lucas cruised mit einem Auto und gut Tempo über die Straßen. Sein Traum ist es, Rennfahrer zu werden. Doch dieser Traum zerschellt an einem Walnussbaum unweit seines Elternhauses nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Auto. Es folgen zwei Tage Koma und nach dem Aufwachen die Erkenntnis, dass das mit dem Rennfahren wohl keine so gute Idee ist. Die Kinowelt dankt ihm für diese Entscheidung.
Nach Autounfall: George Lucas widmet sich dem Film
Er frönt nun seiner zweiten Leidenschaft, dem Film – und das kompromisslos. Es folgt die Uni, ein erster Kinoerfolg, die enge Freundschaft mit dem US-filmemacher Francis Ford Coppola und die Heirat mit Cutter-Legende Marcia Lou Griffin. Schnell führen Hopman und Roche den roten Faden wie ein Millennium Falcon Richtung „Star-Wars“-Entstehung.
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Ein Comic wie im Rausch und wie ein klassischer Hollywood-Film
Ihre Zeichnungen in „Der lange Weg zu Star Wars“ sind ähnlich der Erzählweise von George Lucas: einfach, klar und unmissverständlich. Überwiegend in Schwarz-weiß verwenden sie in ihren klassischen Panels pro Doppelseite immer wieder kleine Farbsprenkel, ein gelbes Buch hier, blaue Streifen an R2-D2 dort. Damit setzen sie kleine, aber wichtige Akzente, die das Betrachten und Folgen der Geschichte leichter machen.
Sie sind ganz nah an George Lucas dran und machen sein Zweifeln, Hoffen, Kämpfen mit nur wenigen Strichen sicht- und erlebbar. Damit taucht man beim Lesen und Betrachten unweigerlich besonders tief in das Lucas-Universum ein.
Akribie für Spezialeffekte
Man erfährt, mit welcher Akribie der Filmemacher sich den Spezialeffekten widmet, mit welchem Frust und Selbstbewusstsein er sich den Filmbossen entgegenstellt, mit welcher Innigkeit er Job-Probleme mit seiner Frau bespricht. Das liest sich alles wie im Rausch und wie ein klassischer Hollywood-Film – auch dramaturgisch: junger, talentierter Mann zieht in die Welt hinaus, um seiner Idee zu folgen, dabei muss er sich mit bösen Kräften herumschlagen und siegt am Ende auf ganzer Linie und schreibt Geschichte – Filmgeschichte.

„Steven Spielberg“ strotzt nur so von Film- und Insiderwissen – was dem Werk jedoch fehlt, sind Klarheit und Ruhe.
Band „Episode II“ folgt dem gleichen Schema
Nahtlos geht es in Band zwei nach dem gleichen Muster weiter. Auch hier folgen wir George Lucas und der Produktion von Film Nummer zwei – „Das Imperium schlägt zurück“ – auf Schritt und Tritt. Wir sind ganz nah bei Verhandlungen, Absagen, Schwächeanfällen, Überredungsversuchen, Skript-Besprechungen, Unfällen und und und.
Es ist eine dichte Aneinanderreihung von entscheidenden Momenten, wichtigen Situationen im Produktionsablauf und zahllosen Hintergrundinformationen – garniert mit emotionalen Lufthol-Momenten, wie zum Beispiel, als sich Harrison Ford und Carrie Fisher nach einer Feier in einem Taxi näher kommen.
Die Buchreihe zeigt unterhaltsam und tiefgehend, wie ein Film-Revolutionär seiner inneren Stimme folgt und was alles hinter einer Leinwand zu so einem Meisterwerk eben auch dazu gehört: viel Mut, Ärger und Zuversicht. Ein bisschen philosophisch – aber das ist ja „Star Wars“ auch. Band Nummer drei ist für den Herbst 2027 angekündigt.

Ab 4. Mai finden die Graphic Novel Tage in Hamburg statt. Schon jetzt stellen wir Ihnen drei Bücher vor, die sich lohnen, gelesen zu werden.

Der Kinojahrgang bietet tolle Filme – etwa einen Thriller von Steven Spielberg, die Komödie „Der Teufel trägt Prada 2“, und „Die Odyssee“ von Christopher Nolan.