Der RZ Pellets WAC hat mit dem zweiten Bundesliga-Sieg in Folge die Rote Laterne an den FC Blau-Weiß Linz abgegeben. Die Kärntner bejubelten auswärts gegen Cup-Finalist SCR Altach einen klaren 4:1-Erfolg. Der WAC springt damit zwei Runden vor Schluss auf den vorletzten Tabellenplatz und vergrößert den Abstand zu den Linzern auf zwei Punkte. Der SCR Altach wiederum liegt nur drei Punkte vor dem Abstiegsplatz und hat den Klassenerhalt noch nicht geschafft.

Altach geht in Führung, doch der WAC dreht die Partie noch vor der Pause
Beide Teams starteten eher abwartend in die Partie, klare Offensivaktionen blieben in den Anfangsminuten aus. Die erste Annäherung gehörte den Gästen über eine Hereingabe von Wimmer, die jedoch keinen Abnehmer fand.
Mit zunehmender Spieldauer wurde Altach aktiver und nutzte das konsequent: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die Vorarlberger schnell um, Srdjan Hrstic bekam zu viel Raum und traf mit einem platzierten Abschluss über die Innenstange zur frühen Führung (10.). Nun war der WAC früh gezwungen, ins Risiko zu gehen.
Die Kärntner übernahmen in der Folge tatsächlich mehr Ballbesitz und setzten sich phasenweise in der gegnerischen Hälfte fest. Zunächst fehlte aber die Präzision im letzten Drittel, zudem musste Jessic Ngankam früh verletzt vom Feld, was den Spielfluss zusätzlich unterbrach.
Der Ausgleich fiel schließlich nach einem Standard und war begünstigt durch einen Fehler des Altachers Schlussmannes: Nach einer Flanke kam Dominik Baumgartner zum Kopfball, wobei Altach-Keeper Stojanović den Ball unglücklich passieren ließ (28.). Nur wenige Minuten später drehte der WAC die Partie komplett. Ein Freistoß von René Renner landete aus großer Distanz im Tor – 1:2 (32.).
In der Schlussphase der ersten Halbzeit blieb der WAC die aktivere Mannschaft, kam aber nicht mehr zu zwingenden Abschlüssen.
Kärntner legen noch zwei Treffer nach
Nach dem Seitenwechsel versuchte der SCR Altach zunächst, Druck aufzubauen und sich früh im letzten Drittel festzusetzen. Wirklich zwingend wurde es dabei aber selten, weil die Hereingaben zu ungenau gerieten oder Abschlüsse, wie etwa nach einer Freistoßsituation, in der Mauer hängen blieben. Die beste Gelegenheit auf den Anschluss ergab sich nach etwas mehr als einer Stunde: Hrstić wurde stark freigespielt, setzte seinen Lupfer über den herauslaufenden Keeper jedoch auf das Tordach (64.).
Der WAC agierte in dieser Phase deutlich abwartender, lauerte aber auf Fehler und genau so fiel auch die Vorentscheidung. Nach einem missglückten Defensivverhalten der Altacher kam Angelo Gattermayer frei zum Abschluss und hob den Ball sehenswert ins lange Eck zum 1:3 (70.).
In der Folge war die Partie praktisch entschieden. Altach brachte zwar frische Kräfte, fand offensiv aber kaum mehr Lösungen gegen kompakt stehende Kärntner. Stattdessen blieb der WAC bei Standards gefährlich und legte nach: Nach einer Ecke kam Piesinger im Strafraum aus kurzer Distanz zum Abschluss und stellte auf 1:4 (77.). Spätestens hier war die Intensität aus dem Spiel und die Partie entschieden.
SCR Altach – RZ Pellets WAC 1:4 (1:2)
Montag, 04.05.2026 (18:30 Uhr); Schnabelholz, Altach; SR Safak Barmaksiz.
Altach: Stojanovic (46./Antosch) – Milojevic, Zech, Jäger – Ingolitsch (84./Oswald), Demaku, Bähre (78./Benjamin), Ouedraogo – Massombo (84./Gorgon), Hrstic, Diawara (68./Greil). Trainer: Ognjen Zaric.
WAC: Polster – Baumgartner (46./Diabaté), Piesinger, Wimmer – Wohlmuth, Sulzner (85./Gruber), Schöpf (85./Kujovic), Renner – Gattermayer, Ngankam (21./Pink), Agyeman (65./Avdijaj). Trainer: Thomas Silberberger.
Tore: Hrstic (10.) bzw. Baumgartner (28.), Renner (32.), Gattermayer (70.), Piesinger (77.)
Gelbe Karten: Milojevic bzw. Baumgartner, Pink, Sulzner (im nächsten Spiel gesperrt), Avdijaj
Siehe auch:
Torschützenliste Bundesliga 2025/26
Fotocredit: GEPA ADMIRAL