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Forscher entdecken 27 neue Planeten, die zwei Sterne umkreisen
Australische Astronomen haben die Zahl bekannter zirkumbinärer Planeten mit einer neuen Methode mehr als verdoppelt. Wer «Star Wars» kennt, kann sich unter Planeten, die zwei Sterne umkreisen, sogar etwas vorstellen.
Publiziert heute um 18:19 Uhr
Die Szene, die wohl nicht nur «Star Wars»-Fans geläufig sein könnte: Luke Skywalker beobachten einen doppelten Sonnenuntergang.
Foto: Mary Evans (Imago)
Astronomen haben 27 neue potenzielle Planeten entdeckt, die zwei Sterne umkreisen. Bislang waren im Universum nur etwa 18 zirkumbinäre Planeten – also solche, die zwei Sterne umkreisen – identifiziert worden.
Entdeckt wurden zudem mehr als 6000 Planeten, die nur einzelne Sterne unkreisen, wie «The Guardian» berichtet. Auch die Erde ist ein Planet, der einen Stern, die Sonne, umkreist.
Forschende entdecken «Star Wars»-Planeten
Publiziert wurden diese neuen Entdeckungen am 4. Mai, auch bekannt als «Star Wars»-Tag, von Forschenden an der Universität New South Wales (UNSW) in Australien. «Star Wars»-Tag heisst es deswegen, weil im Film die Phrase «May the force be with you» – zu deutsch «Möge die Macht mit dir sein» – vorkommt, die zum Wortspiel wurde, da may und force ähnlich klingt wie Mai, der Vierte.
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«Star Wars» spielte auch eine Rolle für einen der Autoren der Studie. So sagt Ben Montet gegenüber «The Guardian», dass sich «dank der berühmten Szene auf dem fiktiven Wüstenplanet Tatooine jeder eine Vorstellung davon hat, wie ein um einen um einen Doppelstern kreisender Planet aussieht und was es bedeuten würde, auf einem Planeten mit zwei Sonnen zu stehen».
Neue Methode machte Planeten-Entdeckung möglich
Normalerweise entdeckt die Wissenschaft solche Planeten anhand ihrer Transite, gemeint ist das Vorbeiziehen eines Himmelskörpers vor einem anderen.
Wenn diese Planeten vor einem Stern vorbeiziehen, so Montet, «wirft das einen Schatten auf die Oberfläche des Sterns, wir sehen einen Helligkeitsabfall des Sterns und können so daraus schliessen, dass sich etwas um ihn herum bewegt».
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Dies geschieht jedoch nur, wenn der Planet und sein Stern perfekt in unserer Sichtlinie von der Erde aus ausgerichtet sind. Die Forschenden nutzten bei ihren neuen Funden deswegen stattdessen eine als «Apsidenpräzession» bekannte Methode und suchten nach einer Schwankung zwischen Sternen, die sich gegenseitig umkreisen und verdecken.
So wurde genau gemessen, wann Verfinsterungen passierten: Bei manchen Sternsystemen verdecken sich zwei Sterne regelmässig gegenseitig, was wie kleine Finsternisse aussehen kann. Diese passieren normalerweise immer im gleichen Rhythmus. Wenn sich diese Zeiten aber leicht verschieben, ist das ein Hinweis darauf, dass noch ein drittes Objekt an der Bewegung beteiligt ist.
Dank der neuen Methode konnten die Forschenden 27 Sternsystemen identifizieren, deren Verhalten nur durch einen dritten Himmelskörper erklärt werden konnte und deren Masse jener eines Planeten entspricht.
Diese Funde erhalten – insbesondere am heutigen Tag, an dem eine Hommage an die «Star Wars» Filme gefeiert wird – weltweit Beachtung. Dr. Sara Webb, Astrophysikerin an der Swinburne University of Technology, ebenfalls in Australien, ordnet ein: «Zum Zeitpunkt, als der erste «Star Wars»-Film erschienen war, war noch nicht einmal bekannt, dass es überhaupt Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems gibt.»
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