Doppeltorschützin Nicole Anyoymi.

Stand: 04.05.2026 • 20:17 Uhr

Eintracht Frankfurt zeigt gegen den 1. FC Nürnberg eine über weite Strecken abgeklärte Vorstellung, muss aber zwischenzeitlich zittern. Durch den Heimsieg ist Europa nun greifbar nahe.

Eintracht Frankfurt hat am Montagabend einen 4:1 (2:1)-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg eingefahren. Nicole Anyomi (10., 39.), Laura Freigang (89.) und Hayley Raso (90.+4) zeichneten verantwortlich für den Heimerfolg. Meret Günster (25.) traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich für die abstiegsbedrohten Gästinnen.

Den einen oder anderen Sieg werde sein Team schon noch holen müssen, hatte Eintracht Frankfurts Trainer Niko Arnautis nach dem eindrucksvollen Erfolg gegen Wolfsburg und vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Montagabend prognostiziert.

Das war bei noch drei ausstehenden Spielen schon recht üppig bemessen. Nach dem Heimsieg gegen Nürnberg wird der Trainer sein Feierverbot nun langsam einkassieren müssen.

Anyomi wird zur Matchwinnerin

Anyomi veredelte einen feinen Steckpass von Rebecka Blomqvist zur frühen Führung (10. Spielminute). Dass die Fränkinnen ebenfalls die feine Klinge beherrschen, führten sie beim Ausgleichstreffer vor: Vorbereiterin Emöke Papai und Torschützin Meret Günster setzten sich auf engstem Raum durch, Letztere markierte das nicht unverdiente 1:1 (25.).

Nach einer ausgeglichenen Phase legte die Eintracht nun wieder einen Zahn zu: Blomqvist traf zunächst die Latte (32.), Anyomi nach Vorarbeit von Nina Lührßen erneut das Tor (38.). Kleiner Wermutstropfen: Nach der Pause musste Doppelpackerin Anyomi angeschlagen vom Feld.

Nürnberg verpasst die große Ausgleichschance

Nürnberg hatte nun durchaus auch seine Momente und im zweiten Durchgang sogar phasenweise das Momentum. Die größte Chance für den FCN verzeichnete Leia Varley, die nach einer Ecke frei zum Abschluss kam, aber davon selbst etwas überrumpelt war (70.).

Diese zittrige Phase beendete schließlich die eingewechselte Laura Freigang, die mit einem Lupfer zum 3:1 den Abend beendete (89.). Die erst unmittelbar zuvor ins Spiel gekommene Hayley Raso schraubte das Ergebnis sogar noch ein Tor höher (90.+4).

Die TSG Hoffenheim könnte am Mittwoch mit einem Sieg beim FC Bayern noch auf vier Punkte herankommen. Bei noch zwei ausstehenden Spielen haben die Frankfurterinnen die Champions-League-Qualifikation aber ganz fest im Blick.

EINTRACHT FRANKFURT – 1.FC NÜRNBERG 4:1 (2:1)

Tore: 1:0 Anyomi (10.), 1:1 Günster (25.), 2:1 Anyomi (39.), 3:1 Freigang (89.), 4:1 Raso (90.+4)

Eintracht: Altenburg – Riesen, Doorsoun (76. Ostenstadt), Ilestedt, Lührßen – Reuteler (90.+1 Raso), Senß (90.+1 Ivelj), Gräwe, Memeti – Anyomi (76. Chiba), Blomqvist (66. Freigang)

Nürnberg: Romero – Mai (56. Pronietz), Fördös, Varley (90. Lindner), Pollak – Homann (90. Grzywinska), Guttenberger (78. Polaskova), Günster, Seguin – Papai, Lein

Schiedsrichterin: Scholz (Lübeck)

Zuschauer: 2760

Hessischer Rundfunk