So nah wie nie: Der LASK hat sich mit einem 3:1-Heimerfolg (0:1) gegen den SK Rapid die Tabellenführung der Bundesliga zurückgeholt und darf sich damit berechtigte Hoffnungen auf den zweiten Doublesieg in der Vereinsgeschichte machen! Trotz frühen Rückstands legte das Kühbauer-Kollektiv eine erfolgreiche Aufholjagd hin und setzte sich am Ende dank der Treffer von Horvath (52.), Adeniran (63.) und Usor (75.) verdientermaßen durch. Hier die Stimmen der Stahlstädter! 

adeniran vs raux yao lask vs sk rapid 04 05 2026 lb photo com lukas biereder biereder

Samuel Adeniran (r.) und der LASK können auch vom SK Rapid rund um Serge-Philippe Raux-Yao nicht aufgehalten werden

„Haben mit der Halbzeit gewusst, dass wir eine Schippe drauflegen werden“

Sascha Horvath (Kapitän LASK):

…nach dem Spiel: „Sie haben uns nach 15 Minuten eigentlich das Leben ein bisschen leichter gemacht, weil sie dann gefallen sind und uns haben spielen lassen. Deswegen sind wir auch besser ins Spiel gekommen. Das war gut für uns. Mit der Halbzeit haben wir gewusst, dass wir da rauskommen und eine Schippe drauflegen werden. Dass es dann so ausgeht, ist extrem schön, aber ich glaube, wir haben am Ende auch verdient gewonnen. Wir waren anfangs nicht so bissig wie sonst, sind immer einen Schritt zu spät gewesen. Dann sind wir aufgewacht.“

…über den Meisterkampf: „Wir regenerieren einmal gut, weil die Tage jetzt anstrengend waren. Wir wollen natürlich zuhause unser Bestes auf den Platz bringen und die Punkte machen. Was dann rauskommt, werden wir sehen. Wir wollen nur auf uns schauen, gut regenerieren, eine gute Leistung bringen und dann mit den Fans den Sieg feiern. Es ist sehr schwer. Jeder kann jeden schlagen. Jeder weiß, wie verrückt die Saison ist.“

„Das ist einfach ungeschickt“

Sasa Kalajdzic (Spieler LASK):

…nach dem Spiel: „Es war eine ganz tolle zweite Spielhälfte von uns, als hätten wir irgendwie eine zweite Luft bekommen. In der ersten Halbzeit haben wir nicht so frisch gewirkt. Vor allem in den ersten 15 Minuten war Rapid besser. Gott sei Dank war es dann nur 1:0. Dann hatten wir gute Chancen und haben uns gesteigert. In der zweiten Halbzeit war das top Wir haben 120 Minuten vom Samstag in den Beinen und ich habe das Gefühl gehabt, dass wir in der zweiten Halbzeit viel frischer waren als Rapid. Das spricht für die Mannschaft, Respekt an jeden Einzelnen. Auch an die Fans, die waren top heute!“

…über das Elfmeterfoul: „Ich weiß gar nicht, warum die da diskutieren. Die sind zu mir gekommen und haben gesagt, dass er den Fuß zurückzieht. Ich habe den Kontakt ganz klar gespürt. Ich habe zum Horn gesagt: ‚Hawara, schau es dir nachher an, dann wirst du es sehen, aber zurückziehen ist das nicht!‘. Bei aller Liebe, aber das ist einfach ungeschickt verteidigt. Ich hab‘ denen gesagt: ‚Was fantasiert’s ihr herum?‘. Das ist einfach ungeschickt, ein ganz klarer Elfer, sehr souverän verwertet.“

…über das Elfmetertor: „Auf der Liste stand, dass ich schieße, aber ‚Samu‘ wollte schießen. Dann habe ich gesagt, dass er ihn reinhauen soll. Wichtig ist, dass er drin ist. Das ist mir egal, wer die Tore macht. Hauptsache, wir gewinnen. Er wollte schießen und wenn er ihn reinhaut, haut er ihn rein. Das hat super funktioniert.“

…über Didi Kühbauer: „Er kümmert sich um mich. Er weiß auch, was ich brauche. Am Anfang habe ich es nicht verstanden. Ich brauche jemanden, der mich ein bisschen in den Arsch tritt, aber auch jemanden, der mich versteht und auch wirklich auf meine Gesundheit schaut. Das habe ich am Anfang nicht verstanden. Dann haben wir ein Gespräch gehabt und er hat mir alles erklärt. Ich habe es mir auch erarbeitet. Er hat mir nichts geschenkt. Es ist bis jetzt vielleicht der beste Trainer, den ich hatte, im Sinne davon, dass er auf mich schaut und es ihm wichtig ist, dass es mir gut geht.“

…über seine Zukunft beim LASK: „Der Vertrag [bei den Wolverhampton Wanderers] gilt auch für die Championship. Dino und ich sind ständig im Austausch. Ich bin ja auch wegen Dino hergekommen. Er war der entscheidende Faktor. Was im Sommer passiert, weiß ich nicht. Heute sind auch ein paar Leute von den Wolves da und haben sich das Spiel angeschaut. Ich bin zufrieden und lebe im Hier und Jetzt, deswegen bleibe ich auch da.“

kalajdzic sasa lask vs sk rapid 04 05 2026 lb photo com lukas biereder biereder

„War eine Geschichte des Kopfes“

Didi Kühbauer (Trainer LASK):

…nach dem Spiel: „Wir haben in der ersten Halbzeit die Energie nicht gehabt. Speziell in den ersten 20 Minuten waren wir energielos. Ich habe mir gedacht, dass die wirklich gefeiert haben dürften. Die haben aber nicht gefeiert. Ich kenne meine Spieler gut, habe dann eh noch einen DNA-Test gemacht in der Pause. Natürlich war es wichtig, dass wir die richtigen Worte gefunden haben. Die Jungs haben das auch angenommen und dann fantastisch umgesetzt.

Ab der 20 Minute sind wir besser ins Spiel gekommen, weil Rapid einfach zu wenig gemacht hat. Dann haben sie uns das Spiel gegeben und das hat sich bis zum Ende des Spiels nicht mehr verändert. Bis zum 3:1 waren wir klar die dominierende Mannschaft und die verdienten Sieger. Ich habe gewusst, dass es nicht an der Fitness liegt, sondern das war eine Geschichte des Kopfes. Ich kenne meine Spieler und weiß, was sie leisten können. Das war in der ersten Hälfte nicht ihr Anspruch.“

cupsieger 26 lask vs sk rapid 04 05 2026 lb photo com lukas biereder biereder

Darf sich der Cupsieger 2026 bald auch Doublesieger nennen? Bereits am Sonntag könnten die Oberösterreicher den Meistertitel fixieren…

„Sasa ist in allen Belangen eine andere Liga, auch gehaltstechnisch…“

Dino Buric (Sportdirektor LASK):

…über Didi Kühbauer: „Er hat es sich absolut verdient, dass in höchsten Tönen von ihm gesprochen wird, weil er über Jahre hinweg überragende Arbeit leistet. Ich wünsche ihm, dass er eines Tages auch die Chance bekommt, sich im Ausland zu beweisen. Das hat er sich absolut verdient, das wird auch kommen. Didi ist aber bei uns vertraglich gebunden. Er fühlt sich unglaublich wohl in unserem Umfeld, genießt vollste Wertschätzung. Deswegen bin ich guter Dinge, dass er uns noch erhalten bleibt.“

…über die Chancen eines Verbleibs von Sasa Kalajdzic: „Man muss ehrlich sein. Sasa ist in allen Belangen, auch gehaltstechnisch, eine andere Liga. Der Junge ist hungrig und will mehr. Er will sich auf höchstem Niveau beweisen. Er möchte eine gute WM spielen und träumt natürlich von den Topligen. Deswegen müssen wir uns umso glücklicher schätzen, dass er aktuell bei uns ist.“

Siehe auch:

Statement-Quelle: SKY Sport Austria bzw. Herbert Pumann und Antonio Perner/Ligaportal
Fotocredit: lb-photo.com / Lukas Biereder