Schwächer – Vor allem die undurchsichtige Nachrichtenlage rund um den Nahost-Konflikt sorgte für Verunsicherung. Dazu kam das wieder auflebende Zollthema, nachdem US-Präsident Trump angekündigt hat, die Zölle auf Auto-Importe aus der EU zu erhöhen, obwohl der Oberste US-Gerichtshof diese als nicht rechtmäßig bezeichnet hat. Vor allem die Lage im Nahen Osten stand im Blickpunkt. So wollen die USA nun Schiffe, die in der Straße von Hormus festliegen, herausleiten, wobei allerdings Details fehlen, wie dies geschehen soll. Offenbar soll die US-Marine dabei nicht mitwirken. Der Iran hatte daraufhin angekündigt, dass eine Durchfahrt ohne offizielle Genehmigung nicht möglich sei, und dass jede Missachtung eine entschlossene Reaktion der Streitkräfte nach sich ziehen würde. Im Verlauf gab es dann Berichte, wonach der Iran Raketen auf US-Kriegsschiffe und Handelsschiffe abgefeuert habe. Damit droht der Waffenstillstand zu scheitern, hieß es. Unternehmensseitig sorgte Gamestop für das Thema des Tages. Der Videospielehändler hat ein 56-Milliarden-Dollar-Angebot für Ebay angekündigt. Für die Ebay-Aktie ging es um 5,1 Prozent nach oben auf 109,33 Dollar. Gamestop knickten dagegen um 10,2 Prozent ein. Amazon (+1,4%) will sein Logistiknetzwerk für mehr Geschäftskunden öffnen. In der Folge standen die Aktien von UPS und Fedex mit Abgaben von 10,5 bzw. 9,1 Prozent unter Druck.
USA – ANLEIHEN
Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen sprang über die Marke von 5 Prozent, da sich die Anleger Sorgen über die Verschuldung der US-Regierung machen. Diese Sorgen wurden durch die Befürchtung verschärft, dass der Krieg im Iran die Ausgaben erheblich steigern wird. „Der Schuldendienst ist gestiegen, da Anleihen fällig geworden sind, und ich sehe nichts, was diese Entwicklung irgendwie aufhalten könnte“, sagte George Catrambone von DWS. Im Blick steht nun die vierteljährliche Finanzbedarfsschätzung des US-Finanzministeriums im Wochenverlauf. Die Rendite zehnjähriger Papiere kletterte um 6 Basispunkte auf 4,44 Prozent.
+++++ DEVISENMARKT +++++
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:03
EUR/USD 1,1681 -0,1 -0,0009 1,1690 1,1710
EUR/JPY 183,69 -0,1 -0,1200 183,8100 183,8800
EUR/CHF 0,916 -0,1 -0,0005 0,9165 0,9161
EUR/GBP 0,8637 -0,0 -0,0002 0,8639 0,8636
USD/JPY 157,24 +0,0 0,0200 157,2200 157,0000
GBP/USD 1,3519 -0,1 -0,0012 1,3531 1,3556
USD/CNY 6,83 +0,0 0,0027 6,8300 6,8300
USD/CNH 6,8325 +0,0 0,0021 6,8304 6,8271
AUS/USD 0,7148 -0,3 -0,0019 0,7167 0,7186
Bitcoin/USD 81.001,74 +1,3 1.070,54 79.931,20 80.356,49
Der Dollar legte zu. Für den Dollar-Index ging es um 0,2 Prozent aufwärts. „Der USA-Iran-Konflikt stört weiterhin die Energiemärkte und schürt Inflationsrisiken“, so die Analysten der Danske Bank.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.539,01 +0,4 18,61 4.520,40
Silber 72,99 +0,4 0,28 72,72
Platin 1.970,70 +1,3 25,78 1.944,92
Der Goldpreis fiel, da erhöhte Ölpreise und die Unsicherheit über den Verlauf der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran die geldpolitischen Aussichten eintrüben. Für die Feinunze ging es 2,1 Prozent auf 4.517 Dollar nach unten.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 104,18 -2,1 -2,24 106,42
Brent/ICE 113,31 -1,0 -1,13 114,44
Für die Ölpreise ging es mit den aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg kräftig nach oben. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 5,4 Prozent auf 114,01 Dollar.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
IRAN-KRIEG / STRASSE VON HORMUS
Ein Containershiff des dänischen Reedereikonzerns A.P. Moller-Maersk hat die Straße von Hormus passiert. Maersk teilte mit, dass ihr Autotransportschiff „Alliance Fairfax“ die Straße von Hormus mit Hilfe des US-Militärs passiert habe. Der Konzern sei vom US-Militär kontaktiert worden und habe das Angebot erhalten, das unter US-Flagge fahrende Schiff unter dem Schutz des US-Militärs aus dem Persischen Golf auslaufen zu lassen.
GELDPOLITIK AUSTRALIEN
Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat ihre dritte Zinserhöhung in Folge vorgenommen. Sie verwies dabei auf sich verschlechternde Inflationsaussichten. Zudem warnte sie vor „plausiblen“ Szenarien, in denen der Preisdruck bei Kraftstoffen stärker als erwartet zunimmt. Die Zentralbank hob ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,35 Prozent an. Damit knüpfte sie an die Erhöhungen im Februar und März an. Sie hat nun alle Zinssenkungen, die sie im Jahr 2025 angekündigt hatte, wieder rückgängig gemacht.
FRESENIUS MEDICAL CARE
hat im ersten Quartal 2026 die Markteinführung seiner 5008X-Dialysegeräte in den USA vorangetrieben, und seine Jahresziele bei Vorlage der Erstquartalszahlen bekräftigt. Für das Gesamtjahr 2026 plant der Konzern unverändert mit einem Umsatz ungefähr auf Höhe des Vorjahres. Das operative Ergebnis sieht er auf einem konstanten Niveau, mit einer Veränderungsrate im Vergleich zum Vorjahr zwischen einem positiven und negativen mittleren einstelligen Prozentbereich. Für das erste Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):
. BERICHTET PROG PROG
1. QUARTAL 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25
Umsatz 4.612 -6% 4.586 -6% 4.881
EBIT 286 -14% 283 -15% 331
EBIT-Marge 6,2 — k.A. — 6,8
Ergebnis nach Steuern/Dritten 118 -22% 109 -28% 151
Ergebnis je Stammaktie 0,43 -17% 0,40 -23% 0,52
EBIT bereinigt 467,0 +2% k.A. — 457,0
EBIT-Marge bereinigt 10,1 — 10,1 — 9,3
Ergebnis nach Steuern/Dritten ber. 251 +2% k.A. — 246
Ergebnis je Aktie bereinigt 0,91 +8% k.A. — 0,84
FRAPORT
hat im ersten Quartal in allen Märkten eine positiven Entwicklung der Passagierzahlen verzeichnet und den operativen Gewinn deutlich stärker gesteigert als den Umsatz. Unter dem Strich stand jedoch ein höherer Verlust als im Vorjahreszeitraum, da das Ergebnis durch Zinsaufwendungen und Abschreibungen im Zuge der inzwischen abgeschlossenen Ausbauprojekte an den Flughäfen Lima und Antalya belastet wurde. Der MDAX-Konzern bestätigte die Jahresprognose. Für das erste Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Bilanzierung nach IFRS):
. BERICHTET PROG PROG
1. QUARTAL 2026 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25
Gesamtleistung k.A. — 904 +1% 892
Umsatz 882 +2% k.A. — 869
EBITDA 196 +10% 188 +6% 178
EBIT 56 +8% 49 -6% 52
Ergebnis nach Steuern -33 +25% -26 — -26
Ergebnis nach Steuern/Dritten k.A. — -12 — -16
Ergebnis je Aktie -0,19 +6% -0,12 — -0,18
ADTRAN NETWORKS
hat im ersten Quartal 2026 von der anhaltenden Nachfrage nach optischer Übertragungstechnik profitiert und den EBIT-Verlust deutlich verringert. Der Anbieter von Netzwerken für die Bereitstellung von Cloud- und Mobilfunkdiensten steigerte den Quartalsumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent auf 117,5 Millionen Euro. Das Proforma-Bruttoergebnis ging auf 37,8 von 39,2 Millionen Euro zurück. Die entsprechende Marge verschlechterte sich auf 32,2 von 34,3 Prozent. Den Rückgang der Bruttomarge führte Adtran auf Effekte des Produktmixes sowie höhere Fixkosten zurück. Der Verlust auf Basis des Pro-forma-EBIT verringerte sich auf 1,4 von 4,8 Millionen Euro vor einem Jahr. Dies sei auf höhere Umsätze sowie die fortwährende Fokussierung auf Kostenkontrolle und operative Effizienz zurückzuführen, was jedoch teilweise durch die geringere Bruttomarge aufgehoben worden sei, so Adtran.
HSBC
Der Nettogewinn stagnierte im ersten Quartal weitgehend. Höhere Kreditrückstellungen angesichts des Nahost-Konflikts glichen die Stärke in den Geschäftsbereichen Hongkong, Großbritannien und Vermögensverwaltung aus. Die Bank teilte mit, dass der Nettogewinn in den drei Monaten bis Ende März um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 6,94 Milliarden US-Dollar gestiegen sei. Damit wurde die Schätzung von 7,02 Milliarden Dollar aus einer Analystenumfrage des Datenanbieters Visible Alpha verfehlt. Der Vorsteuergewinn sank um 1,1 Prozent auf 9,38 Milliarden Dollar.
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May 05, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)