(Motorsport-Total.com) – Max Verstappen und Charles Leclerc haben nach dem Großen Preis von Miami beide eine Zeitstrafe erhalten. Während Max Verstappen mit fünf Sekunden extra keinen Platz einbüßen muss, fällt der Monegasse mit einer Zeitstrafe von 20 Sekunden vom sechsten auf den achten Platz. Lewis Hamilton und Franco Colapinto rücken jeweils einen Rang nach vorne auf.

Foto zur News: Stunden nach Rennende: Zeitstrafen für Verstappen und Leclerc in Miami

Max Verstappen und Charles Leclerc wurden nach Rennende in Miami bestraft
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Verstappen wurde nach dem Grand Prix für das Überfahren der Linie am Boxenausgang bestraft. Zwar hatte man dieses Vergehen schon im Rennen notiert, doch entschloss man sich kurze Zeit später dazu, die Entscheidung erst nach der Zieldurchfahrt zu fällen.

Niels Wittich, seines Zeichens ehemaliger Formel-1-Rennleiter, äußerte seine Gedanken dazu in der Sky-Übertragung: „Man möchte wahrscheinlich so wenig wie es geht ins Rennen eingreifen mit irgendwelchen Entscheidungen, und sich da ganz sicher sein, dass man die richtige trifft.“

„Ich finde es ein bisschen komisch, weil rein aus der Onboard hat es schon so relativ eindeutig ausgesehen, und das sind alles Daten und Videos, die haben die Stewards auch zur Verfügung.“

„Und es gibt, wenn ich mich richtig erinnere, auch eine relativ gute Boxenausfahrtskamera, die das genau covert. Man hat ja am Anfang auch schon gesehen, diesen Drohnen-Schuss, der genau über der Kurve 1 ist. Da ist all das gut zu sehen, also ich würde sagen, man soll es eigentlich während des Rennens abhaken oder abhandeln können. Aber naja, offensichtlich geht man da den sicheren Weg.“

Trotzdem bleibt der Red-Bull-Pilot hinter George Russell auf Platz fünf und kann zehn WM-Punkte mitnehmen. Leclerc wurde hingegen für das mehrmalige Abkürzen der Strecke bestraft.

Chaos in der letzten Runde

In der letzten Runde war der Ferrari-Pilot gegen die Mauer geprallt, nachdem er sich am Ausgang von Kurve drei gedreht hatte. Dadurch war sein SF-26 in Rechtskurven kaum noch zu bändigen.

„Aufgrund dieses Problems war er gezwungen, auf dem Weg zur Zielflagge die Schikanen abzukürzen“, heißt es im FIA-Urteil.

„Wir kamen zu dem Schluss, dass die Tatsache, dass er die Schikanen abkürzen musste (d.h. die Strecke verließ), bedeutete, dass er sich durch das Verlassen der Strecken auf diese Weisen einen dauerhaften Vorteil verschaffte.“

Eigentlich hatte man gegen Leclerc eine Durchfahrtsstrafe verhängt. Da diese aber nicht nach dem Rennen abgesessen werden kann, wurde diese in eine Zeitstrafe umgewandelt. Die Beschädigungen am Auto des Monegassen sehen die Sportkommissare nicht als Entschuldigung.

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Hinzukamen in der letzten Runde das Herausschieben von Avid Lindblad und eine Kollision mit George Russell, wofür es jedoch keine Strafen gab. „Mein Fehler [in Kurve drei] ist inakzeptabel und darf nicht passieren“, resümiert der Ferrari-Pilot nach dem Rennen.