Titelverteidiger Sturm startete als Favorit, wurde der Rolle aber nur zwischenzeitlich und sporadisch gerecht. Red Bull schreitet in der seit einiger Zeit stattfindenden Abwärtsspirale zügig weiter voran und die Wiener Vereine taten sich auch nicht irgendwie nachhaltig hervor.

Das schon viel besprochene kollektive Nach-unten-Nivellieren der früheren Spitzenteams der Liga zeigte sich in großteils unansehnlichen Spielen und einer verheerenden Bilanz auf internationaler Ebene. Die Debatte darüber, wohin sich der heimische Kick entwickeln kann und soll, wird in nächster Zeit noch viel intensiver zu führen sein, als es derzeit in Anflügen schon stattfindet.

Mehr Technik, weniger Leichtathletik

Nicht nur, aber auch aufgrund dieses niedrigen Leistungslevels war der Lauf des LASK überhaupt noch möglich, nachdem Dietmar Kühbauer als Trainer nach Linz zurückgekehrt ist. Dass eine Mannschaft mit acht Niederlagen und 41 Gegentreffern an der Spitze stehen kann, ist ein Alarmsignal für eine Liga. Und bevor das Schimpfen aus Linz beginnt: Über einen Meister SK Sturm gäbe es genau dasselbe zu vermelden.

Schön zu beobachten ist in Linz aktuell auch, wie sehr und wie schnell sportlicher Erfolg die Kritik an diversen Missständen zeitweilig verschwinden lässt. Dazu nur die Erinnerung an die LASK-Fans: Siegmund Gruber und alles, was dazu gehört, ist auch in der nächsten Saison noch immer da.