Der chinesisch-britische Dichter und Essayist Yang Lian ist in den kommenden Wochen Innsbrucks „Writer in Residence“. Zwei öffentliche Abende widmen sich seiner Lyrik, seinem Essayband „Im Einklang mit dem Tod“ und dem Verhältnis von Poesie und Politik.

Innsbruck – In den kommenden Wochen ist der chinesisch-britische Dichter und Essayist Yang Lian Innsbrucks „Writer in Residence“. Der 1955 in Bern geborene und in Peking aufgewachsene Autor zählt zu den international bekanntesten Stimmen der chinesischen Gegenwartslyrik. Sein Werk wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt.

Yang Lians Schreiben ist von den Erfahrungen der Kulturrevolution, von politischer Verfolgung, Zensur und der Auseinandersetzung mit der klassischen chinesischen Dichtung geprägt. Während der Kulturrevolution wurde er zur Arbeit aufs Land geschickt. Später gehörte er zu den wichtigen Stimmen der sogenannten „Misty Poetry“, jener chinesischen Lyrikbewegung, die nach der Kulturrevolution neue Formen des Sprechens suchte – verschlüsselt, bildstark, widerständig.

Termine:

Freitag, 8. Mai, 19 Uhr: Lyrik-Lesung mit Yang Lian, Buchhandlung Haymon, Sparkassenplatz 4.

Mittwoch, 27. Mai, 19 Uhr: Podiumsgespräch mit Yang Lian, Marie-Luisa Frick und Frank Kraushaar, Stadtbibliothek Innsbruck, Amraser Straße 2.

In Innsbruck ist Yang Lian bei zwei öffentlichen Veranstaltungen zu erleben. Am Freitag, 8. Mai, liest er um 19 Uhr in der Buchhandlung Haymon unter dem Titel „Erkundung des Bösen“ und andere Wege zur Schönheit der Sprache. Die deutschen Übersetzungen liest und moderiert der Sinologe Frank Kraushaar.

Am Mittwoch, 27. Mai, folgt um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Innsbruck ein Podiumsgespräch mit Yang Lian, der Philosophin Marie-Luisa Frick und Frank Kraushaar. Ausgangspunkt ist Yang Lians 2025 erschienener Essayband „Im Einklang mit dem Tod“. Von dort aus führt das Gespräch zu den großen Themen seines Werks: Exil und Poesie, das Politische im Poetischen, Literatur und Öffentlichkeit, China und Europa, Sprache und Verantwortung.

Kooperation von Stadt und Universität

Das Innsbrucker Stadtschreiber-Programm wird von der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck gemeinsam mit der Stadt Innsbruck getragen. Die Universität lädt die Autorinnen und Autoren ein, stellt das Honorar für einen Lehrauftrag zur Verfügung und organisiert öffentliche Veranstaltungen; die Stadt Innsbruck übernimmt die Einladungskosten und unterstützt bei der Organisation.

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