Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Russland greift mit Gleitbomben an – mindestens 21 Tote
Aktualisiert am 05.05.2026 – 19:04 UhrLesedauer: 10 Min.
Rettungskräfte durchsuchen Trümmer nach dem russischen Angriff in Saporischschja: Allein dort wurden mindestens zwölf Menschen getötet. (Quelle: Serhii Chalyi)
Nach russischen Angriffen gibt es viele Tote und Verletzte. Die Ukraine trifft einen Rüstungsbetrieb und eine Ölraffinerie. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Kurz vor einer von der Ukraine angekündigten Waffenruhe sind in der Großstadt Saporischschja infolge russischer Bombenangriffe mindestens zwölf Menschen getötet worden. Mehr als ein Dutzend weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur der südostukrainischen Region Saporischschja, Iwan Fedorow, bei Telegram mitteilte. Bilder zeigten schwere Schäden an Gebäuden und Rauchwolken. Die Front zwischen russischen und ukrainischen Truppen verläuft nur etwa 20 Kilometer südlich der Stadt.
Diese von ukrainischen Rettungskräften verbreiteten Bilder zeigten die Lage in Saporischschja nach dem Angriff:
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Parallel dazu wurden in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk nach Behördenangaben mindestens neun Menschen durch drei russische Bomben getötet. Es gebe zudem 16 Verletzte, teilte der Zivilschutzdienst bei Telegram mit. Dutzende Menschen mussten psychologisch betreut werden. Den Angaben nach wurde eine große Zahl an Wohnhäusern und Autos beschädigt. Mehrere Brände wurden gelöscht. Die Industriestadt im hart umkämpften Gebiet Donezk ist nur rund 15 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
Kurz vor Inkrafttreten einer einseitig erklärten Feuerpause hat die Ukraine ihre Bereitschaft zu einer unbefristeten Verlängerung bekräftigt. „Wenn die Waffenruhe gegenseitig eingehalten wird, dann setzen wir diese fort“, teilte der Chef des Präsidentenbüros in Kiew, Kyrylo Budanow, auf sozialen Netzwerken mit. Das gebe Hoffnung für einen dauerhaften Frieden. „Nun ist die Russische Föderation am Zug“, schrieb er. Kiew werde jeden Schritt des Kriegsgegners genau beobachten.
Tags zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Waffenruhe für die Nacht zum Mittwoch ab Mitternacht Ortszeit (23 Uhr MESZ) angekündigt. Seine Erklärung folgte einer russischen Ankündigung für eine Kampfpause am Freitag und Samstag anlässlich der Feier des 81. Jahrestages des Sieges über Hitler-Deutschland am 9. Mai. Eine Reaktion des Kremls auf den ukrainischen Vorstoß stand noch aus.
Das ukrainische Militär wappnet sich für einen langen Krieg. Im Hinterland der Front entsteht dafür ein weitverzweigtes Netzwerk an Verteidigungsstellungen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Die russische Ölraffinerie Kirischi hat Insidern zufolge nach einem ukrainischen Drohnenangriff den Betrieb eingestellt. Bei der Attacke seien drei der vier Rohöldestillationsanlagen beschädigt worden und ein Feuer ausgebrochen, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
