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Memmingen (Bayern) – Er soll den 14-jährigen Jermaine B. in Memmingen getötet haben, wurde dann selbst von der Polizei erschossen – jetzt zeigt sich: Der 37-jährige mutmaßliche Mörder war ein abgelehnter Asylbewerber, der aber aufgrund ungeklärter Identität geduldet war. Das teilte Philipp Höß, Sprecher der Regierung von Schwaben, auf BILD-Anfrage mit. Der Verdächtige wurde laut Staatsanwaltschaft in Abu Qash geboren, einem Ort im von Israel besetzten Westjordanland. Seine Nationalität war aber noch unklar.
Der 37-Jährige war demnach bereits zweimal rechtskräftig zu Geldstrafen verurteilt worden – in diesem Jahr wegen unerlaubten Aufenthalts ohne Pass und bereits im Jahr 2021 wegen Sachbeschädigung. Ist die Nationalität unklar, ist es kaum möglich, einen abgelehnten Asylbewerber abzuschieben. Warum er keinen Pass besitzt, ist bislang nicht bekannt.

Eine Polizistin hat ein Messer sichergestellt
Foto: Allgäu-Online-Verlag
Der Fall: Jermaine galt seit Samstagabend als vermisst. Ein Großaufgebot der Polizei suchte u.a. mit einem Hubschrauber nach dem Schüler. In der Nacht zu Montag fanden Beamte dann die Leiche in einem verlassenen Haus. Nach BILD-Informationen starb der Junge durch Gewaltanwendung gegen den Hals. Ob der Täter dabei ein Messer benutzte, ist noch nicht bekannt.

In diesem leer stehenden Haus wurde Jermaine tot aufgefunden
Foto: Fritz Pavlon
Bei der Fahndung konnten Polizisten am Montagabend einen Verdächtigen stellen und schossen ihn nieder. Er soll die Beamten mit einem Messer bedroht haben. Der Mann starb an den Folgen der Schussverletzung.