7 erweitert Hardware-Erkennung und wechselt zur Marke Türkaysoft.**
Die neue Version des portablen Windows-Diagnosetools ist da. Glow 26.7, veröffentlicht Anfang Mai, bringt eine grundlegende Überarbeitung der Hardware-Erkennungsalgorithmen mit sich. Entwickler Eray Türkay hat zudem einen strategischen Markenwechsel vollzogen: Das Projekt firmiert nun offiziell unter dem Namen Türkaysoft und ist unter der neuen Domain turkaysoft.com erreichbar.
Das Tool richtet sich an IT-Profis und Hardware-Enthusiasten, die detaillierte Einblicke in Windows-10- und Windows-11-Systeme benötigen – ganz ohne Installationsprozess.
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Verbesserte Erkennung moderner Prozessoren
Der Fokus von Glow 26.7 liegt auf der präziseren Identifikation aktueller Hardware-Generationen. Die Erkennungsmodule für Intel- und AMD-Desktop-Prozessoren wurden komplett überarbeitet. Taktfrequenzen, Cache-Hierarchien und Architektur-Revisionen werden nun deutlich genauer ausgewiesen. Das hilft Anwendern bei der Fehlersuche und beim Abgleich mit Herstellerangaben.
Besonders spannend: Das Tool erweitert seine Kompatibilität auf mobile und ARM-basierte Architekturen. Glow unterstützt jetzt zuverlässig Intel- und AMD-Mobilprozessoren mit ihren spezifischen Energiezuständen und thermischen Konfigurationen. Auch Apple M-Series-Chips und Qualcomm Snapdragon-Prozessoren werden erkannt. Angesichts des wachsenden Marktes für Windows-on-ARM-Geräte ist das ein entscheidender Schritt – die Lücke zwischen traditioneller x64- und neuer ARM64-Architektur schließt sich.
Auch die Grafikhardware-Erkennung wurde verbessert. Intel, AMD, NVIDIA und Apple M-Series – sowohl integrierte als auch dedizierte GPUs – werden nun genauer analysiert. Besonders hohe Bildwiederholraten bei Monitoren mit NVIDIA G-Sync Pulsar und AMD FreeSync werden korrekt identifiziert.
Transparente Ressourcen-Anzeige und überarbeitetes Interface
Die Benutzeroberfläche wurde optimiert. Ein neues Feature: Im Bereich Arbeitsspeicher und Grafikkarte werden Gesamtkapazität und verfügbare Ressourcen gleichzeitig angezeigt. Beispiel: „32 GB RAM insgesamt, 31,7 GB verfügbar“ – sofort erkennbar, ob Systemreservierungen die nutzbare Kapazität schmälern. Gleiches gilt für den Video-RAM.
Die TPM-Analyse (Trusted Platform Module) wurde komplettiert. Im Motherboard-Bereich findet sich nun die „TPM Specification Sub-Version“. Für Intel-Nutzer wurde die Herstellerkennung von „INTC“ auf „Intel (INTC)“ geändert – kleine, aber feine Verbesserung der Lesbarkeit.
Ein „Scroll-to-Top“-Button erleichtert die Navigation in den Hauptbereichen Betriebssystem, Motherboard, Prozessor und Netzwerk. Das Netzwerk-Modul selbst wurde verbessert: Primäre und sekundäre DNS-Server werden zuverlässiger gemeldet, und die Erkennung von VPN- und Tunneling-Lösungen wie Cloudflare WARP, WireGuard, OpenVPN und ZeroTier wurde gestärkt.
Abschied von Altlasten
Um die Leistung zu erhalten, wurden veraltete Funktionen entfernt. Die Windows-CA-2023-Zertifikatsprüfungen sind nach den jüngsten Windows-Updates (10 22H2, 11 25H2) nicht mehr nötig. Der Quick Access Tool – ein Relikt aus Windows-8.1-Zeiten – wurde gestrichen. Auch die TS-Wizard-Integration fiel geringer Nutzung zum Opfer.
Das Ergebnis: Das Open-Source-Tool wiegt gerade einmal 1,7 MB und bleibt unter der MIT-Lizenz auf GitHub verfügbar.
Analyse: Portabilität als Trumpf
Glow 26.7 steht für einen Trend: Portable Software ohne Installation. IT-Administratoren können das Tool auf USB-Sticks mitführen und auf jedem Rechner starten – ohne Spuren zu hinterlassen. In Umgebungen mit strengen Sicherheitsrichtlinien ist das Gold wert.
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Da Glow ideal für den Einsatz auf USB-Sticks konzipiert ist, liegt der Gedanke an ein mobiles Rettungssystem nahe. Mit einem Windows 11 Boot-Stick lassen sich Systeme nicht nur installieren, sondern im Notfall auch in Minuten reparieren. Gratis-Ratgeber: Windows 11 Boot-Stick erstellen
Die Umbenennung des „System ID Generator Tools“ in „System ID Analysis Tool“ zeigt den Wandel: Weg von reiner Datengenerierung, hin zur aktiven Systeminterpretation. Auch die verbesserte Hardware-Erkennung in virtualisierten Umgebungen (VMware, VirtualBox, Hyper-V) macht Glow für Cloud-Architekten und Server-Administratoren interessant.
Ausblick: Eingebauter Update-Mechanismus in Planung
Die Türkaysoft-Entwickler haben bereits das nächste Ziel ausgegeben: Ein integrierter Update-Mechanismus soll die bisherigen externen Update-Prozesse ersetzen. Damit würde die Anwendung Versionierung und Sicherheitspatches nativ verwalten.
Solange Hardware-Hersteller die Grenzen des heterogenen Computings verschieben und ARM-basierte Windows-Plattformen boomen, bleibt Glows Fokus auf plattformübergreifende Unterstützung sein entscheidender Vorteil. Mit der Konsolidierung unter der Marke Türkaysoft ist das Projekt bereit für die nächste Phase – und legt mit Version 26.7 ein solides Fundament.