Die Rabattschlacht um Apples aktuelle Profi-Notebooks hat begonnen, während der Konzern bereits die Weichen für eine grundlegende Neuordnung seiner High-End-Produkte stellt. Aktuelle M5-Modelle sind so günstig wie nie – doch langfristig drohen steigende Kosten.

Rekord-Rabatte auf M5 Pro und M5 Max

Seit Anfang Mai 2026 überbieten sich große Händler mit Preisnachlässen auf Apples neueste Profi-Notebooks. Amazon, B&H Photo und Best Buy haben die M5 Pro- und M5 Max-MacBook-Pro-Modelle teils deutlich unter den ursprünglichen Verkaufspreis gedrückt. Das 14-Zoll MacBook Pro mit M5 Pro, 24 GB Arbeitsspeicher und 1 TB SSD kostet bei einigen Anbietern rund 1.800 Euro – ein Abschlag von etwa 230 Euro gegenüber dem Einführungspreis.

Anzeige

Warum viele Mac-Nutzer täglich wertvolle Minuten verschwenden – ohne es zu merken. Diese 19 Tastenkürzel zeigen Ihnen, wie einfach schnelleres Arbeiten am Mac wirklich ist. Die 19 besten Mac-Shortcuts jetzt kostenlos herunterladen

Auch das Flaggschiff ist betroffen: Das 16-Zoll MacBook Pro mit M5 Max, 48 GB Speicher und 2 TB SSD liegt bei Amazon bei umgerechnet rund 3.900 Euro. Die M5-Serie bietet laut Apple bis zu 30 Prozent mehr Leistung als die Vorgänger und unterstützt erstmals Wi-Fi 7 sowie Bluetooth 6. Selbst das 13-Zoll MacBook Air mit M5-Chip und 16 GB RAM ist für unter 900 Euro zu haben – ein neuer Tiefstpreis für Einsteiger.

Parallel dazu treibt Apple seine Software-Entwicklung voran. Am 4. Mai 2026 veröffentlichte der Konzern die Release-Candidate-Version von macOS Tahoe 26.5 für Entwickler. Der Build mit der Nummer 25F71 konzentriert sich auf Stabilität und Leistungsoptimierungen. Zudem enthält er Vorbereitungen für Ende-zu-Ende-verschlüsselte RCS-Nachrichten und neue Abonnement-Modelle im App Store.

Kommt das MacBook Ultra?

Während der Markt aktuell von den M5-Rabatten lebt, blicken Branchenkenner bereits auf eine grundlegende Neustrukturierung der Profi-Reihe für Ende 2026 und 2027. Apple arbeitet offenbar an der Wiederbelebung des iMac Pro – möglicherweise angetrieben vom M6 Max-Chip. Während der Standard-iMac noch dieses Jahr ein reines M5-Update erhalten dürfte, wird der echte Profi-All-in-One erst für Herbst 2027 erwartet.

Noch spannender ist ein Gerücht, das seit Wochen kursiert: Apple entwickelt ein „MacBook Ultra“, das oberhalb des aktuellen MacBook Pro positioniert werden soll. Das neue Spitzenmodell soll ein dünneres Gehäuse, OLED-Displays und integrierte Touch-Funktionen bieten. Der Umstieg auf OLED-Technologie wäre ein großer Schritt – doch Lieferketten-Probleme könnten den Start von Ende 2026 auf Anfang 2027 verschieben.

Anzeige

Mac-Experte verrät: Mit diesen 19 Shortcuts sparen Sie jeden Tag messbar Zeit. Der kostenlose PDF-Ratgeber ist sofort anwendbar und benötigt keinerlei Vorwissen. Kostenlosen Sonderreport zur Zeitersparnis am Mac sichern

Die erwarteten M6-Chips sollen im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt werden und weitere Effizienzsprünge bringen. Die GPU-Konfigurationen könnten bei den Basismodellen auf zwölf Kerne anwachsen. Allerdings bleibt der Zeitplan unsicher – Apples Chip-Partner TSMC kämpft mit Produktionsengpässen.

Steigende Kosten bedrohen die Preisstabilität

Die aktuellen Rabatte täuschen: Langfristig wird Apple-Hardware teurer. In einer Telefonkonferenz warnte CEO Tim Cook bereits vor zunehmenden Engpässen bei Speicherchips. Branchendaten zufolge könnten die Preise für DRAM im Laufe des Jahres 2026 um 125 Prozent steigen, NAND-Flash-Speicher sogar um bis zu 234 Prozent. Ab dem Juni-Quartal dürften diese Kosten die Margen von Apple belasten.

Der Konzern reagiert bereits: Die 256-GB-Version des Mac Mini wurde eingestellt, um höhere Basis-Speicherkonfigurationen ohne direkte Preiserhöhung durchsetzen zu können. Analysten von Morgan Stanley erwarten jedoch, dass die Ära stabiler Preise mit der nächsten iPhone-Generation endet. Für die Modelle der zweiten Jahreshälfte 2026 werden Aufschläge von mindestens 100 Euro prognostiziert.

Hinzu kommt: Nvidia hat Apple als größten Kunden für TSMCs fortschrittliche Fertigungsprozesse abgelöst. Das könnte Apples bevorzugten Zugang zur 2-Nanometer-Kapazität gefährden, die für M6- und A20-Chips benötigt wird. Besonders anfällig für Engpässe sind Modelle wie das MacBook Neo, der Mac Mini und der Mac Studio.

Das Ende der Intel-Ära rückt näher

Apple treibt den Abschied von Intel voran. Mit macOS 27, das für September 2026 erwartet wird, endet offiziell der Support für alle verbliebenen Intel-Macs. Auch Rosetta 2, die Übersetzungsschicht für x86-Programme, wird entfernt. Intel-Apps lassen sich dann auf den neuen Betriebssystemen nicht mehr ausführen – der Übergang zur einheitlichen M-Serie ist damit endgültig vollzogen.

Die Worldwide Developers Conference (WWDC26) am 8. Juni 2026 dürfte weitere Details liefern. Im Fokus stehen tiefe KI-Integration, eine neue Siri-Generation und die spezifischen Hardware-Anforderungen für das nächste macOS. Die aktuellen M5-Chips verarbeiten KI-Workloads bereits bis zu 9,5-mal schneller als der ursprüngliche M1.

Ausblick: 2026 als Übergangsjahr

Der Herbst 2026 bringt voraussichtlich ein Update für Mac Mini und Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra. Auch der iMac erhält ein reines Chip-Update. Die wirklich revolutionären Neuerungen – OLED-MacBook Ultra und iMac Pro – verschieben sich jedoch zunehmend auf 2027.

Der Erfolg dieser Modelle hängt maßgeblich davon ab, ob Apple genügend 2-Nanometer-Kapazität sichern und die explodierenden Speicherkosten abfedern kann. Für professionelle Anwender heißt das: Jetzt die Rekordrabatte auf die M5-Generation nutzen – oder auf die nächste große Design-Revolution warten. Die WWDC im Juni wird zeigen, wohin die Reise geht.