Motorola zieht 2026 sein Smartphone-Portfolio in einem ungewöhnlich großen Schritt neu auf. Statt einzelner Modellpflege präsentiert der Hersteller gleich mehrere komplett neue Gerätefamilien – und trennt diese deutlich stärker nach Leistung, Ausstattung und Preis als in früheren Jahren. Die Bandbreite reicht dabei vom 249-Euro-Modell bis hin zum 1.399-Euro-Foldable. Im Mittelpunkt der klassischen Mittelklasse steht die neue moto g-Serie, die gleich drei Modelle umfasst: das moto g37, das moto g37 power und das moto g47. Auffällig ist, dass sich die Geräte auf den ersten Blick ähneln, sich technisch aber unterscheiden.
Das moto g37 bildet den Einstieg. Es bietet ein 6,67-Zoll-Display mit Full-HD+-Auflösung und einer Bildwiederholrate von 120 Hertz. Für die Kamera setzt Motorola auf ein 50-Megapixel-System mit sogenannter Quad-Pixel-Technologie, die mehr Licht einfangen soll. Der Akku liegt bei 5.200 mAh und soll laut Hersteller einen kompletten Tag ohne Nachladen ermöglichen. Der Arbeitsspeicher reicht bis zu 12 GB, unterstützt durch eine Erweiterungsfunktion. Der Preis startet bei 249 Euro.
Weitere Modelle der Einsteiger- und Mittelklasse
Darüber positioniert sich das moto g37 power, das vor allem bei der Akkulaufzeit deutlich nachlegt. Hier kommt ein 7.000-mAh-Akku zum Einsatz, der laut Motorola auch bei intensiver Nutzung mehrere Tage durchhalten soll. Das Display bleibt mit 6,67 Zoll und 120 Hertz identisch, ebenso die 50-Megapixel-Kamera. Beim Laden setzt Motorola auf 30 Watt TurboPower, wodurch kürzere Ladezeiten möglich sein sollen. Der Preis liegt bei 279 Euro. Das moto g47 hebt sich innerhalb der Reihe am stärksten ab. Es bringt eine deutlich höher auflösende 108-Megapixel-Kamera mit, die einen verlustfreien 3-fach-Zoom ermöglicht.
Ergänzt wird sie durch ein Makro-Objektiv für Nahaufnahmen und einen Lichtsensor zur schnelleren Fokussierung. Die Frontkamera arbeitet ebenfalls mit Quad-Pixel-Technik. Beim Display bleibt es bei 6,67 Zoll, allerdings ebenfalls mit 120 Hertz und Full-HD+-Auflösung. Für Multimedia setzt Motorola zusätzlich auf Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos und eine Lautstärkeverstärkung. Der Akku misst erneut 5.200 mAh, das Laden erfolgt per TurboPower. Beim Prozessor spricht der Hersteller von einer Dimensity-Plattform, kombiniert mit bis zu 24 GB RAM über Erweiterung. Preislich liegt das Gerät bei 319 Euro.
200-Megapixel-Kamerasystem in der g-Serie
Während die G-Serie klar auf Alltag und Preis-Leistung ausgerichtet bleibt, verschiebt Motorola im nächsten Schritt die Grenze Richtung Oberklasse. Das moto g87 setzt hier einen deutlichen Sprung nach oben und bringt erstmals ein 200-Megapixel-Kamerasystem in diese Reihe. Der Hauptsensor arbeitet mit optischer Bildstabilisierung und soll besonders bei schlechten Lichtverhältnissen mehr Details erhalten. Ergänzt wird er durch ein 8-Megapixel-Ultraweitwinkel sowie eine 32-Megapixel-Frontkamera. Neben der Hardware setzt Motorola stark auf Software-Verbesserungen über Google Fotos, etwa zur nachträglichen Bildbearbeitung.
Das Display wächst auf 6,78 Zoll und bietet eine höhere Auflösung als klassische Full-HD-Panels. Besonders auffällig ist die Spitzenhelligkeit von bis zu 5.000 Nits, die auch bei direkter Sonne eine bessere Lesbarkeit ermöglichen soll. Auch hier liegt die Bildwiederholrate bei 120 Hertz. Der Akku bleibt bei 5200 mAh, geladen wird mit 30 Watt. Der Preis: 399 Euro. Parallel dazu positioniert Motorola das edge 70 pro als Premium-Gerät innerhalb der klassischen Smartphone-Bauform. Auffällig ist hier vor allem die Kombination aus schlankem Design mit 7,19 Millimetern und einem vergleichsweise großen 6.500-mAh-Akku.
Klappdesign mit großem Außendisplay
Das Kamerasystem setzt auf vier 50-Megapixel-Sensoren, darunter ein Periskop-Zoom für entfernte Motive. Das Display misst 6,8 Zoll, bietet 144 Hertz und eine sehr hohe Spitzenhelligkeit. Laut Hersteller soll das Gerät sowohl bei Leistung als auch bei Akkulaufzeit deutlich über dem bisherigen Mittelklasse-Niveau liegen. Der Preis beträgt 799 Euro. Im Foldable-Bereich geht Motorola noch einen Schritt weiter. Die neue razr-70-Serie besteht aus drei Modellen: dem razr 70 ultra, dem razr 70 plus und dem razr 70. Gemeinsam ist ihnen das Klappdesign mit großem Außendisplay, das je nach Modell zwischen 3,63 und 4,0 Zoll misst.
Das razr 70 ultra ist dabei als Spitzenmodell positioniert. Es bietet ein 6,96-Zoll-Innendisplay mit 165 Hertz und ein sehr helles Außendisplay. Die Kamera arbeitet mit einem 50-Megapixel-System inklusive Teleobjektiv und KI-gestützter Bildverarbeitung. Besonders betont wird der Akku mit 5.000 mAh, der laut Hersteller über 36 Stunden Laufzeit ermöglicht. Der Preis liegt bei 1.399 Euro. Das razr 70 plus reduziert einige technische Spitzenwerte, bleibt aber ebenfalls im oberen Segment. Das razr 70 richtet sich an Nutzer, die ein Foldable mit Einstiegspreis suchen, aber ein vollwertiges Außendisplay wollen. Die Preise reichen hier von 869 bis 1.149 Euro.
Unterschiede und Ähnlichkeiten der neuen Modelle
Fast alle Modelle setzen auf 120-Hz-Displays, große Akkus und 5G-Konnektivität. Unterschiede entstehen weniger über einzelne Basisfunktionen, sondern über Kameraqualität, Ladegeschwindigkeit, Displayhelligkeit und Materialwahl. Ergänzt wird die Hardware durch eine zunehmend stärkere Software-Integration. Motorola setzt dabei auf eigene Oberflächen, Sicherheitsfunktionen und KI-gestützte Dienste wie Gemini oder Google-Integration über „Circle to Search“. Diese Funktionen sollen die Bedienung vereinfachen, ohne sie zu überladen.
{title && {title} } rfi, {title && {title} } 06.05.2026, 16:22