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Hantavirus-Ausbrüche – das empfehlen die Basler Behörden
Wann ist das letzte Mal eine Person in Basel an dem Virus erkrankt? Müssen Sie beim Frühlingsputz jetzt eine Maske tragen? Die wichtigsten Antworten.
Publiziert heute um 16:41 Uhr
Nager können das Virus nicht nur aerogen, also durch die Luft, sondern auch oral übertragen.
Foto: Imago
Der Hantavirus-Ausbruch auf der MS «Hondius» forderte bisher drei Todesopfer, ein Schweizer wird zurzeit in Zürich behandelt und die WHO sucht Passagiere von einem Flug von St. Helena nach Johannesburg. Unter ihnen hat sich eine 69-jährige Niederländerin befunden, die nach der Landung in Südafrika am Virus verstarb. Auch in Basel wurden Infektionen mit dem Hantavirus erfasst – die Letzte liegt allerdings rund fünf Jahre zurück.
«Gemäss Statistik der Bundesbehörden ist für den Kanton Basel-Stadt eine Infektion im Jahr 2021 erfasst», sagt Anne Tschudin vom Gesundheitsdepartement Basel-Stadt gegenüber dieser Redaktion. Das Risiko sich mit dem Hantavirus anzustecken, sei in Basel zurzeit sehr gering. Infektionen mit dem Hantavirus seien in der Schweiz insgesamt sehr selten, sagt Tschudin. Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz zwei Fälle registriert – einer davon soll der Basler Samuel Rink gewesen sein, der in Finnland erkrankte, wie die «bz Basel» am Mittwoch berichtete. Der Journalist soll sich in den Ferien in Finnland infiziert haben – er sei in der Sauna in Kontakt mit einer Maus gekommen.
Das muss beim Frühjahrsputz beachtet werden
Zu dieser Jahreszeit steht auch Basel für viele der Frühjahrsputz und damit potenziell der Kontakt mit Mäusen und deren Hinterlassenschaften an. «Generell sollten Orte und Stellen, an denen Schadnager – also Wildnager – genistet haben und wo Spuren von Mäuse- und Rattenkot im Keller oder Gartenhäuschen zu sehen seien, mit der gegebenen Vorsicht gereinigt werden», sagt das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt gegenüber dieser Redaktion. Handelsübliche Reinigungsmittel seien ausreichend. Allfällig durch Schadnager angeknabberte Lebensmittel seien zu entsorgen, «da das Virus nicht nur aerogen, also durch die Luft, sondern auch oral übertragen werden kann.»
Laut dem Basler Gesundheitsdepartement bestehe aktuell «kein erhöhtes Risiko, sich beim Frühjahrsputz mit dem Hantavirus zu infizieren.» Grundsätzlich sei das Tragen einer Hygienemaske eine einfache Massnahme, mit der man sich vor Krankheitserregern oder Allergenen in Tierkot, Staub und Schmutz schützen könne.
Halterinnen und Halter von Hamstern, Mäusen, Farbratten aus Zuchten oder Zoofachhandlungen müssen sich diesbezüglich keine Sorgen machen. Ihre Tiere würden in der Regel nicht mit der Aussenwelt und allfälligen Trägertieren in Kontakt kommen.
Diese Isolationsmassnahmen sieht das Unispital vor
Das Basler Unispital teilt auf Anfrage mit, dass bei der in Südamerika vorkommenden Variante des Hantavirus am Universitätsspital Basel entsprechende Isolations- und Schutzmassnahmen umgesetzt werden.
«Betroffene Personen würden in einem speziellen Einzelzimmer betreut, das so eingerichtet ist, dass eine Weiterverbreitung von Erregern möglichst verhindert werden kann», heisst es seitens des Unispital Basel. Das Behandlungsteam würde mit persönlicher Schutzausrüstung arbeiten, insbesondere Atemschutzmasken (FFP), Handschuhen und Überschürzen.
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