Spiele gehören für viele Menschen in Deutschland zum Alltag, berichtet der Branchenverband Game. Neue Zahlen sollen zeigen, wie breit digitale Spiele inzwischen genutzt werden.
In Deutschland spielen dem Branchenverband Game zufolge rund 41,2 Millionen Menschen Computer- und Videospiele. Vor einem Jahr waren es noch 37,5 Millionen. Grundlage sind Daten des Marktforschungsunternehmens YouGov. In der Altersgruppe der 6- bis 69‑Jährigen liege der Gamer-Anteil sogar bei rund 60 Prozent.
Smartphones bleiben die wichtigste Gaming-Plattform
Am häufigsten wird in Deutschland auf Smartphones gespielt. Rund 23,7 Millionen Menschen greifen der Erhebung zufolge zum Handy, um Games zu zocken. Direkt dahinter folgen Konsolen mit 22,1 Millionen Nutzern.
Die Plattformverteilung in der Übersicht:
23,7 Millionen Menschen nutzen Mobile-Spiele
22,1 Millionen Menschen setzen auf Konsolen
14 Millionen Menschen spielen auf dem PC
9,9 Millionen nutzen Tablets
19 Millionen verwenden zwei oder mehr Geräte zum Spielen
Das Durchschnittsalter aller Spieler liegt laut Game bei 38,3 Jahren. 79 Prozent seien volljährig. Bei der Verteilung zwischen Männern und Frauen zeigen die Zahlen ein weitgehend ausgeglichenes Bild. Rund 46 Prozent der Spieler sind Frauen, 54 Prozent Männer. Vor einem Jahr lagen diese Werte bei 48 und 52 Prozent.

Die neuesten Daten von Game noch einmal hübscher präsentiert.
Die Zahlen wirken auf den ersten Blick hoch. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass der Branchenverband weder die Nutzungsdauer noch die Art der Spiele näher definiert. Das heißt, auch der seltene Start einer Sudoku-App könnte aus einer Person eine Gamerin oder einen Gamer machen.
Die genannte Zahl von mehr als 41 Millionen spielenden Menschen in Deutschland sollte daher nicht auf Leute projiziert werden, die abends regelmäßig zum Controller greifen und sich mitunter mehrere Stunden durch virtuelle Welten schnetzeln. Das verdeutlicht auch die Aufnahme von 6‑Jährigen in die Gruppe von Gamern.
Die Daten basieren laut Game auf mehreren Erhebungen von YouGov Shopper, Nielsen IQ und Sensor Tower. Dazu gehört unter anderem eine laufende Befragung von 25.000 Konsumenten in Deutschland zu ihrem Nutzungs- und Kaufverhalten bei digitalen Spielen.
Neu ist die Datengrundlage: In der Statistik wurden auch Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit berücksichtigt. Bis 2024 bezogen sich die Daten nur auf deutsche Staatsbürger.
Deutscher Games-Markt wächst wieder
Schon vor der neuesten Statistik zur Nutzung von Videospielen hatte Game Angaben zu den in Deutschland erwirtschafteten Umsätzen gemacht. Demnach wuchs der deutsche Games-Markt 2025 um vier Prozent. Insgesamt setzte die Branche rund 9,4 Milliarden Euro um.
Besonders deutlich legte der Bereich Games-Hardware zu. Der Umsatz mit Spielekonsolen stieg laut Game um 26 Prozent. Auch Gaming-PC-Zubehör verzeichnete ein Wachstum von 13 Prozent. Weiter zulegen konnten zudem Online-Gaming-Services wie PlayStation Plus oder der Xbox Game Pass. Der Umsatz in diesem Bereich überschritt erstmals die Marke von einer Milliarde Euro.
Weitere Erhebungen für 2025:

Legen wir die heute genannten Spielerzahlen zugrunde, zahlen Spielerinnen oder Spieler in Deutschland im Schnitt etwa 25 Euro pro Jahr für Online-Game-Dienste, 83 Euro für Games-Hardware (davon 25 Euro für Konsolen und Handhelds) und 121 Euro für Games und Zusatzinhalte. Die reinen Spielekäufe liegen anteilig bei knapp unter 20 Euro. Insgesamt sind es pro spielendem Kopf etwa 229 Euro an Gesamtumsatz.
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