Vorwürfe gegen Ex

Collien Fernandes: „Traumschiff“-Team wusste vor Öffentlichkeit Bescheid

von spot on news

05.05.2026, 19:51 Uhr

05. Mai 2026 um 19:51 Uhr

Erschien in Kooperation mit

spot on news

Collien Fernandes hat schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Partner Christian Ulmen erhoben. Sie spricht jetzt unter anderem darüber, wie ihr in dieser schwierigen Zeit das ZDF-„Traumschiff“ hilft.

ANZEIGEIm Video oben: Hass gegen Collien Fernandes im Netz – „Traumschiff“-Macher müssen reagieren

Erstmals im März 2026 wurden schwere Vorwürfe bekannt, die Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Partner Christian Ulmen (50) erhebt. In einem neuen Interview deutet die Moderatorin und Schauspielerin unter anderem an, wie schwierig die vergangenen Wochen gewesen sein müssen und wie die ZDF-Kultreihe „Das Traumschiff“ ihr derzeit hilft. Collien Fernandes spielt in der Reihe die Schiffsärztin Dr. Jessica Delgado. Auf dem „Traumschiff“ kann Fernandes sich von allem etwas distanzieren.

ANZEIGE

Sie wirft Ulmen vor, mutmaßlich Fake-Profile im Netz angelegt und pornografische Inhalte verbreitet zu haben. Erstmals ging Collien Fernandes in einem Bericht des „Spiegel“ mit der Angelegenheit an die Öffentlichkeit. Seither gibt es in Deutschland verstärkt eine wichtige Debatte über gesetzliche Lücken unter anderem im Zusammenhang mit Identitätsbetrug im Internet und der Veröffentlichung von pornografischem Material ohne die Zustimmung betroffener Personen. Tausende Menschen gingen nach Bekanntwerden der Vorwürfe auf die Straßen, um sich mit der Moderatorin sowie anderen Betroffenen sexualisierter und digitaler Gewalt zu solidarisieren. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

ANZEIGEChristian Ulmen und Collien Fernandes gaben im September 2025 ihre Trennung bekannt. Christian Ulmen und Collien Fernandes gaben im September 2025 ihre Trennung bekannt. IMAGO / Eventpress „Das Traumschiff“ als Rückzugsort

„Auf dem Meer zu sein, fühlt sich nach geschütztem Raum an“, erzählt Fernandes jetzt im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung„. „Auch das Umfeld hier trägt seinen Teil dazu bei. Da draußen wünschen mir Menschen den Tod. Aber hier habe ich Freunde und zu vielen ein sehr enges Vertrauensverhältnis aufgebaut.“ Bereits im März hatte Fernandes erstmals auch öffentlich gemacht, dass sie im Rahmen des Falls Morddrohungen erhalten habe. Auf einer Demo in Hamburg wollte sie daher zunächst nicht sprechen. Sie trat allerdings doch auf, „mit einer schusssicheren Weste und mit Polizeischutz“, wie sie erklärte.

ANZEIGE

Das „Traumschiff“-Team habe schon vor der ursprünglichen Veröffentlichung „einiges mitbekommen“, sagt sie nun. „Für sie waren viele Dinge also nicht ganz neu. In diesem Team wird auf Harmonie geachtet, vor und hinter der Kamera. Ich weiß nicht, ob ich die vergangenen Wochen überstanden hätte, wenn es diesen Ort nicht gäbe. Als die Anfrage zum ‚Traumschiff‘-Dreh kam, dachte ich: Das könnte mir privat helfen, Abstand zu gewinnen.“ Die Situation sei für Fernandes „wahnsinnig belastend“, erzählt sie.

ANZEIGECollien Fernandes: „Nicht mehr auf Anfragen von Produktionsfirmen geantwortet, weil ich Angst hatte“

In der Debatte, die auf die Anschuldigungen folgte, vermischten sich die Vorwürfe auch mit dem Thema Deepfake-Videos. Ulmens Anwalt Schertz teilte mit, dass sein Mandant „zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Frau Fernandes oder anderen Personen hergestellt und/oder verbreitet“ habe. Den Bericht des „Spiegel“ hatte Schertz zuvor scharf kritisiert. In einer Mitteilung hieß es, es würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“ und man sei beauftragt worden, rechtliche Schritte einzuleiten.

ANZEIGE

In Bezug auf den Vorwurf an sich mache es für Collien Fernandes, die unter der Anzeige leidet, keinen Unterschied, was für Material genau verbreitet worden sei: „Wenn jemand einen nackten Schritt oder Brüste verschickt und behauptet, das sei mein Körper, dann ist es doch völlig egal, ob es sich um KI-Brüste handelt oder um die Brüste einer anderen Frau. Die Aussage dazu ist ja immer: Hallo, ich bin Collien Fernandes, und hier sind meine Brüste.“

ANZEIGEANZEIGE

Fernandes wisse bislang nicht, „wie groß der Schaden war, der dadurch auch in der Zusammenarbeit mit Produktionsfirmen für mich entstanden ist“. Denn es sei laut ihr Material an Arbeitskontakte geschickt worden. Sie wisse nicht, wer alles solche Nachrichten erhalten habe, wodurch es bei ihr auch zu Panikattacken gekommen sei. „Immer wenn ich zur Arbeit fuhr und ein Mann mich komisch anguckte, dachte ich: Oh Gott, hatte ‚ich‘ eine Onlineaffäre mit dem?“, erzählt die Moderatorin. „Ich habe zeitweise nicht mehr auf Anfragen von Produktionsfirmen geantwortet, weil ich Angst hatte, dass ich am Ende dort in einem Meeting sitze mit jemandem, der glaubt, er habe eine Onlineaffäre mit ‚mir‘.“

ANZEIGE

Das Magazin „Spiegel“ gab Ulmen eine Möglichkeit zur Stellungnahme. Dessen Anwälte boten den Journalisten ein Hintergrundgespräch an. Auf einen Teil der Vorwürfe gingen sie demnach ein. Aus dem Gespräch dürfte aber nicht berichtet werden.

Auf eine BUNTE.de-Anfrage ließ Christian Ulmens Anwalt am 19. März verlauten, dass „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“ werden. Rechtliche Schritte sollen eingeleitet werden. Am 27. März folgte dann die Veröffentlichung eines Informationsschreibens, in dem Deepfake- und einseitige Gewaltvorwürfe dementiert wurden.

Nach der Anzeige von Fernandes wurden Vorermittlungen eingeleitet. Bisher ist unklar, wie das Verfahren weitergeht. Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.