Mithilfe eines Schleppers und eines Lastkahns wurde der vor der Ostseeinsel Poel gestrandete Buckelwal, von vielen „Timmy“ oder „Hope“ genannt, in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee und gen Atlantik gebracht. Am Samstagmorgen gegen 8:45 Uhr schwamm er in die Nordsee. Seitdem ist unklar, wo sich das Tier aufhält und wie es ihm geht. Verfolgen Sie hier die Entwicklungen im Newsticker:

Tagesspiegel bei Google So wählen Sie uns als Ihre bevorzugte Quelle aus 17:09 Uhr: Umweltministerium sieht „keine rechtliche Handhabe“, um GPS-Daten einzufordern

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hatte im Vorfeld der finalen Rettungsaktion immer wieder betont, man habe sich mit der Initiative darauf geeinigt, Tracking-Daten und Informationen zum Gesundheitszustand des Wals zu teilen.

Kein Lebenszeichen von „Timmy“ Werden wir jemals vom Schicksal des Buckelwals erfahren?

Bereits am Dienstag lief jedoch ein Ultimatum seitens des Ministeriums aus, und die Initiative blieb die Übermittlung – Stand jetzt – schuldig. Einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung des Umweltministeriums zufolge sind dort immer noch keine Daten zum Verbleib und Zustand des Wals eingegangen. „Diese Informationen liegen bislang nicht vor“, sagte Backhaus demnach. Dabei sei das anders abgesprochen worden.

Eine Ministeriumssprecherin erklärte gegenüber dem Tagesspiegel, dass man „keine rechtliche Handhabe“ habe, um die fehlenden Daten beispielsweise gerichtlich einzufordern. Der Grund: Die Rettungsmaßnahmen wurden von einer privaten Initiative durchgeführt, weshalb man die Aktion geduldet habe – nicht genehmigt. Daher habe das Ministerium auch keine verbindlichen Auflagen erteilen können, sondern nur Erwartungen formulieren können. „Mit dem Verlassen der Landesgewässer ist zudem die Zuständigkeit Mecklenburg-Vorpommerns entfallen“, so die Sprecherin.

10:16 Uhr: Letzte Tracking-Daten vom Buckelwal wohl vom Dienstag

Die Geldgeberin der privaten Rettungsaktion, Karin Walter-Mommert, äußerte sich am Dienstag gegenüber der „Bild“-Zeitung zu einem Tracking-Sender, den die Initiative wohl kurz vor der Freilassung des Buckelwals an dem Tier angebracht hatte. Die Unternehmerin berichtete demnach, dass der Sender seit der Freisetzung in der Nordsee bislang wohl 25 Mal ein Signal gesendet habe – zuletzt am gestrigen Dienstag.

Wie endet das Leben von „Timmy“? „Dieser Wal hat alles, was an Kenntnis über sterbende Wale da war, massiv gesprengt“

Gegenüber der „Welt“ berichtete Walter-Mommert ebenfalls am Dienstag, dass es gestern insgesamt „neun Pins“ von dem Gerät gegeben habe. Ob die Unternehmerin damit eher Pings (also Signale) oder tatsächlich Pins (englisch für „Stecknadel“) im Sinne von Markierungen meinte, bleibt fraglich.

Walter-Mommert zufolge habe der Tracker zwar Signale abgegeben, diese seien aber nicht zu orten gewesen. Obwohl sich demnach also aus den Signalen keine Position ablesen lasse, sei die Unternehmerin positiv gestimmt. Da das Gerät nur Daten senden könne, wenn sich der Wal an der Wasseroberfläche befinde, werte die Millionärin die Signale als Lebenszeichen für „Timmy“.

Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben allerdings bislang nicht, denn die privat finanzierte Initiative hat bislang wohl keine Daten an das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern übermittelt. Minister Till Backhaus hatte den Verantwortlichen der Rettungsgruppe zuvor ein Ultimatum gestellt, in dessen Rahmen die Daten übermittelt werden konnten. Dieses Ultimatum lief allerdings gestern aus.

Wann funktioniert der GPS-Tracker?

Die private Initiative hat nach eigenen Angaben vor der Freilassung von Buckelwal „Timmy“ in der Nordsee bei Skagen einen Sender an der Haut des Tieres angebracht. Dieser soll der Initiative GPS-Daten senden, die Informationen zum Verbleib des Wals liefern.

Allerdings funktioniert der Tracker nur, wenn sich der Wal an der Wasseroberfläche befindet. Sobald „Timmy“ abtaucht, bricht die Verbindung ab. Wenn Wale sterben, sinken sie langsam auf den Grund des Meeresbodens – das nennt man „Whale Fall“ (Walsturz). Die „Bild“-Zeitung berichtete unter Berufung auf Karin Walter-Mommert, dass der Tracker aktuell aber wohl nicht richtig funktioniere.

Backhaus zufolge bestehe ein berechtigtes Interesse an Transparenz. An der Art und Weise der Freilassung von Buckelwal „Timmy“ in der Ostsee war Kritik laut geworden. Dem Umweltminister zufolge bestehe also ein berechtigtes Interesse an Transparenz.

Wal-Newsblog vom 5.5.2026

16:30 Uhr: Backhaus liegen nach Ultimatum immer noch keine Daten vor

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hatte der privaten Rettungsinitiative ein Ultimatum hinsichtlich der Übermittlung von GPS-Koordinaten über den in der Nordsee freigelassenen Buckelwal „Timmy“ gestellt.

Der SPD-Politiker betonte, dass „die relevanten Daten zum Wal zügig vorgelegt und die offenen Fragen aufgeklärt werden müssen“. Bis dato seien allerdings noch keine Informationen übermittelt worden, wie das Ministerium der Deutschen Presse-Agentur (dpa) nun mitteilte.

Nach der Freilassung des Buckelwals in der Nordsee war Kritik an der Art und Weise der Freisetzung des Buckelwals laut geworden. Experten vom Deutschen Meeresmuseum in Stralsund gehen derweil auch wegen der fehlenden GPS-Koordinaten davon aus, dass der Wal „mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr lebt“.

„Seltsame Geschichte von Timmy, dem Wal“ So berichtet die internationale Presse über die Rettungsaktion

„Den Spekulationen über den möglichen Tod des Wals schließe ich mich zum jetzigen Zeitpunkt ausdrücklich nicht an“, betonte Backhaus. „Sollte das Deutsche Meeresmuseum Erkenntnisse haben, die wir nicht haben, bitte ich um entsprechende Herausgabe“.

dpatopbilder - 02.05.2026, Dänemark, Skagen: Der Blas eines Wales, bei dem es sich vermutlich um den in einer flachen Ostsee-Bucht an der Insel Poel geborgene Buckelwal handelt, ist im Meer bei Skagen zu sehen. Der Buckelwal ist nach Angaben aus dem Team der verantwortlichen Privatinitiative und nach Bildern des Livestream-Anbieters News5 in der Nordsee freigesetzt worden. Der Wal sei gegen 9.00 Uhr nicht mehr im Lastkahn gewesen. (Recrop - bestmögliche Qualität) Foto: Sebastian Peters/NEWS5/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Im Meer in Skagen war am Tag der „Timmy“-Freilassung, am 2. Mai, ein Wal zu sehen, der Atemluft ausgestoßen hatte.

© dpa/Sebastian Peters

Backhaus verwies darauf, dass zentrale Punkte vorab mit der privaten Initiative verbindlich vereinbart worden seien – etwa das Anbringen eines Peilsenders sowie das Bereitstellen der Daten für einen vertraulichen Kreis. „Diese Punkte dienen der Nachvollziehbarkeit des Einsatzes und der weiteren Einordnung des Geschehens.“

13:43 Uhr: Experten des Deutschen Meeresmuseums äußern sich

Experten des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund gehen offenbar davon aus, dass Buckelwal „Timmy“ drei Tage nach seiner Freilassung in der Nordsee tot ist.

Wie die „Ostseezeitung“ berichtete, teilte die Institution mit: „Da sich der Wal in einem extrem geschwächten Zustand befand und nach früheren Rettungsversuchen innerhalb kurzer Zeit immer wieder strandete, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er nicht genug Kraft besaß, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen, und nicht mehr lebt.“

Das Meeresmuseum betonte, dass es die letzte nachweisbare Sichtung des Buckelwales im offenen Meer „am 2. Mai um 9.24 Uhr via Drohne“ gegeben habe und es seither „keine weiteren unabhängig verifizierbaren Informationen über den Aufenthaltsort und die gesundheitliche Verfassung des Tieres“ gebe.

Wir haben der privaten Initiative eine Frist bis heute gesetzt.

Umweltminister Till Backhaus

Derweil forderte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus die private Rettungsinitiative dazu auf, sämtliche Daten hinsichtlich des GPS-Trackers zum Aufenthaltsort des Buckelwals zu teilen. Gegenüber der „Ostseezeitung“ sagte er: „Wir haben der privaten Initiative eine Frist bis heute (Anm. d. Red. 5. Mai) gesetzt, uns die Daten des Trackers zu übermitteln und mitzuteilen, wie es dem Tier geht. Mehr wissen wir zurzeit auch nicht.“

9:09 Uhr: Fachleute zweifeln angebliche „Vitalzeichen“ von Buckelwal „Timmy“ an

Auch am Dienstag gibt es keine neuen Entwicklungen hinsichtlich eines Lebenszeichens von dem am Samstagmorgen in der Nordsee freigelassenen Buckelwals „Timmy“. Die private Rettungsinitiative hatte berichtet, dass ein am Wal befestigter Sender zwar keine Ortsdaten, dafür aber Vitalzeichen übermittle.

Fachleute äußern daran nun Zweifel. Zwar sei das konkrete Gerät nicht bekannt, ein GPS- oder Satellitentracker liefere jedoch üblicherweise keine medizinischen Vitaldaten, erklärte das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). „Echte Vitalparameter würden spezielle Sensorik voraussetzen“, hieß es dort.

Es gibt keinen handelsüblichen GPS-Sender, der Vitaldaten des Wales liefern kann – wer das behauptet, sagt nicht die Wahrheit.

Peter Madsen, Meeresbiologe

Auch andere Experten wie der dänische Meeresbiologe Peter Madsen von der Universität Aarhus sind skeptisch: „Es gibt keinen handelsüblichen GPS-Sender, der Vitaldaten des Wales liefern kann – wer das behauptet, sagt nicht die Wahrheit“, sagte er. Ebenso betonte Thilo Maack von der Naturschutzorganisation Greenpeace, dass ein GPS-Tracker keine Vitaldaten erfassen oder übertragen könne.

Abschied von „Timmy“ Wahrscheinlich hofften wir mehr für uns selbst als für den Wal

Welcher Sendertyp tatsächlich verwendet wurde, blieb zunächst unklar. Weder die Initiative noch Jeffrey Foster vom beteiligten Whale Sanctuary Project oder das in die Prüfung eingebundene Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns machten dazu nähere Angaben. Aus dem Ministerium hieß es am Montag lediglich, es liegen noch keine Daten vor und man warte weiterhin auf Rückmeldungen.

Wie wurde der GPS-Sender am Wal angebracht?

Nach Angaben der Kleintierärztin Kirsten Tönnies von der Privatinitiative wurde der Tracker am Tier festgeschraubt. Üblicherweise werde der Sender mittels Durchstich an der Rückenfinne befestigt, da er nur an der Wasseroberfläche, also oben am Tier angebracht, Daten liefere, erklärte der Meeresbiologe Boris Culik, früher beim Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel.

Wal-Newsblog vom 4.5.2026

18:02 Uhr: Rätsel um Aufenthaltsort der „Fortuna B“

Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, soll sich der Schlepper „Robin Hood“ nach seinem Zwischenaufenthalt in Kiel nun auf dem Weg nach Stettin befinden. Damit sei die Rettungsmission für das Boot offiziell beendet.

Rätsel gibt unterdes der Verbleib des anderen an der Rettungsaktion beteiligten Schleppers „Fortuna B“ auf. Bereits am Sonntag hatte das Schiff sein Trackingsignal deaktiviert, sodass es bei Schiffsortungsdiensten wie beispielweise „VesselFinder“ nicht mehr aufzufinden war.

Die Crew war wegen der Art und Weise der Freilassung des Buckelwals zuvor in die Kritik geraten. Wie die Geldgeberin der Rettungsaktion Karin Walter-Mommert laut der „Bild“-Zeitung berichtete, soll der Kapitän der „Fortuna B“ das Tier am Samstagmorgen anders als abgesprochen in der Nordsee freigesetzt haben.

15:19 Uhr: „Robin Hood“ setzt Barge im Kieler Hafen ab

Die „Robin Hood“ ist im Kieler Hafen eingetroffen – an ihrer Seite die Barge, mit der der Wal in die Nordsee gebracht wurde. Diese ist inzwischen im Hafen abgesetzt worden. Nach Informationen von „News5“ dürfte die „Robin Hood“ nun ihre Reise fortsetzen. Wohin es geht, ist bislang noch unklar.

04.05.2026, Schleswig-Holstein, Kiel: Der Schlepper «Robin Hood» und die Barge legen am Kieler Scheerhafen an. Das Schiff begleitete den Transport des gestrandeten Buckelwals auf dem Weg zurück in die Nordsee. Foto: Frank Molter/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Der Schlepper „Robin Hood“ und die Barge legen am Kieler Scheerhafen an.

© dpa/Frank Molter

12:43 Uhr: Ankunft des Wal-Transports „Robin Hood“ verzögert sich

Die „Robin Hood“ mit der Barge, die den Wal transportiert hat, sollte ursprünglich um 12 Uhr in Kiel eintreffen. Die Ankunft verzögert sich jedoch. Laut „VesselFinder“ befindet sich das Schiff jedoch inzwischen in unmittelbarer Nähe des Zielhafens.

Weiterhin wird davon ausgegangen, dass das Tier extrem geschwächt ist. Kaum abzuschätzen ist, ob tatsächlich zu einem späteren Zeitpunkt von einer „Rettung“ gesprochen werden kann. Nur mit Trackingdaten und damit dem jeweiligen Aufenthaltsort des Wals ließe sich transparent machen, ob sich das Leiden des Wals auf dieser Reise gelohnt hat, sagte Greenpeace-Experte Thilo Maack am Samstag.

11:02 Uhr: GPS-Sender sendet offenbar Signale

Die Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies hat der „Bild“ gegenüber bestätigt, dass mehrere Signale vom GPS-Sender ausgegangen seien. Da üblicherweise nur dann Signale übertragen werden, wenn sich das Tier an der Wasseroberfläche befindet, wertet Tönnies dies als unmittelbares Zeichen, dass der Wal am Leben ist.

10:56 Uhr: Helfer wollen rechtliche Schritte prüfen

Die fehlende Transparenz der Rettungsinitiative hat jüngst für Kritik gesorgt. So hinterfragten die Tierärztin Kirsten Tönnies, die sich an Bord befand, und die Geldgeber der Aktion vor allem den Ablauf der Freisetzung. Die Helfer der Initiative wollen nun nach eigenen Angaben rechtliche Schritte prüfen. „Wir werden jetzt alles aufklären und dann werden wir natürlich auch die Fragen entsprechender gerichtlicher Konsequenzen oder auch strafrechtlicher Konsequenzen abstimmen“, sagte deren Sprecherin Constanze von der Meden vor Journalisten in Cuxhaven am Montag.

8:10 Uhr: Tierärztin erhebt schwere Vorwürfe gegen „Fortuna B“-Rettungsteam

In einem Interview mit der Videonachrichtenagentur News5 erhebt die an der Rettungsaktion beteiligte Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies schwere Vorwürfe gegen den Kapitän des Schleppers „Fortuna B“. Das Schiff war maßgeblich an der Rettungsaktion des Buckelwals beteiligt und zog die Barge samt Tier bei Skagen in die dänische Nordsee, wo der Meeressäuger am frühen Samstagmorgen freigelassen wurde.

Am Sonntag schilderte Tönnies die Ereignisse an Bord als „ziemlich ungemütlich“, wie sie News5 berichtete. Sie sei absichtlich isoliert worden und habe die Barge, in der sich der Wal befand, nicht mehr betreten dürfen.

Weiter berichtete sie: „Ich mache mal ein Zitat für alle hier: ‚Endlich, das Mistviech ist jetzt weg. Das ist die Hauptsache. Nächstes Projekt.‘ Und deshalb glaube ich, dass im Hintergrund Sachen gelaufen sind, die ich nicht verstanden habe.“ Vielleicht sei der Tierärztin zufolge Zeitdruck dafür verantwortlich gewesen, „warum der [Wal – Anm. d. Redaktion] jetzt unbedingt da rausmusste, denn es gab aus tiermedizinischer Sicht keinen Grund.“

Sie sagte weiter: „Wir wollten das anders haben.“ Aktuell ist fraglich, ob die Verantwortlichen Buckelwal „Timmy“ tatsächlich mit Schläuchen an der Schwanzflosse aus der Barge herausgezogen haben, wie kurz nach der Rettungsaktion mitunter von Experten kritisiert wurde. „Sie haben verhindert, dass es Filmaufnahmen gibt“, berichtete die Praxistierärztin aus dem Main-Taunus-Kreis. Auch diese Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen – welche Personen konkret die Filmaufnahmen unterbunden haben sollen, ließ Tönnies offen. Seitens der Schiffsbesatzung, der Verantwortlichen oder des Kapitäns gab es keine Stellungnahme.

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6:59 Uhr: Schlepper kommt kurz vor Mitternacht in Cuxhaven an

Eines der beiden Schiffe, die den mehrfach vor der deutschen Küste gestrandeten Wal in die Nordsee brachten, ist am Sonntagabend in Cuxhaven eingelaufen. Nach Informationen eines dpa-Reporters vor Ort machte der Schlepper „Fortuna B“ kurz vor Mitternacht im Hafen fest. Die Polizei war vor Ort.

Das andere große Schiff des Transportkonvois war die „Robin Hood“. Sie befand sich am späten Sonntagabend nach Daten des Schiffsortungsdienstes Vesselfinder in der Nähe der Westküste Dänemarks.

Einige Mitglieder der Initiative hatten am Samstag kritisiert, die Schiffsbesatzung sei bei der Freisetzung des Wales grob vorgegangen. Die Bereederungsgesellschaft des Begleitschiffs „Robin Hood“ sprach in einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, allerdings von einem Erfolg. Die Freisetzung sei in Abstimmung mit allen Beteiligten erfolgt, hieß es.

Weiterhin wird davon ausgegangen, dass das Tier extrem geschwächt ist. Kaum abzuschätzen ist, ob tatsächlich zu einem späteren Zeitpunkt von einer „Rettung“ gesprochen werden kann. Nur mit Trackingdaten und damit dem jeweiligen Aufenthaltsort des Wals ließe sich transparent machen, ob sich das Leiden des Wals auf dieser Reise gelohnt hat, sagte Greenpeace-Experte Thilo Maack am Samstag.

Wal-Newsblog vom 3.5.2026

21:09 Uhr: Jeffrey Foster ist zurück an Land – „Wir wissen, dass es Timmy gut geht“

Wal-Retter Jeffrey Foster ist in Sassnitz angekommen und hat mit „Bild“ gesprochen. „Ich kann wirklich nicht viel sagen, aber alles, was ich sagen kann, ist, dass der Wal da draußen ist. Wir haben einige Signale von dem Tracker, also wissen wir, dass es ihm gut geht“, sagt Foster.

Wo genau Timmy sei, wisse man aber nicht. „Wir haben immer noch Probleme mit dem Tracker. Aber so weit läuft alles gut.“

19:48 Uhr: Bundeskanzler Merz wird nach Timmy gefragt

Bei „Caren Miosga“ ist auch Bundeskanzler Friedrich Merz nach Buckelwal Timmy gefragt worden. Konkret wollte Miosga wissen, ob Merz sich eher um die FDP oder Timmy Sorgen mache. „Jetzt stellen Sie mich aber vor ganz schwierige Fragen“, antwortete der Kanzler und ergänzte: „Der Wal ist gerettet“.

Merz hatte die FDP im März für „tot“ erklärt, nachdem die Liberalen auch aus den Parlamenten in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg geflogen waren. Das brachte ihm scharfe Kritik von FDP-Urgestein Wolfgang Kubicki ein, der Merz daraufhin einen „Eierarsch“ nannte.

Wie Wie geht es nach „Timmys“ Freilassung weiter? „Pudelwohl“ und „heim zu Mutti“? Die Wal-Aussagen von Minister Backhaus im Faktencheck „Timmy“ und „Moby-Dick“ Die fatale Wal-Wut des Menschen 16:41 Uhr: Reederei äußert sich – Timmy wurde durch hohen Seegang wiederholt gegen Wände gestoßen

Nach der deutlichen Kritik der Geldgeber wehrt sich nun die Reederei des Begleitschiffs „Robin Hood“ gegen die Vorwürfe. In einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: Die Freisetzung von Timmy sei erfolgreich und in Abstimmung mit Jeffrey Foster vom Team „Free Willy“ erfolgt – unter Berücksichtigung des Tierwohls und der Schiffssicherheit. Das Tier sei zuvor durch hohen Seegang wiederholt gegen die Wände der Barge gestoßen. Auch von „vielen riskanten Manövern“ während des Transports ist die Rede.

13:23 Uhr: Keine Ortsdaten, aber Vitalzeichen

Der mehrfach an Ostsee-Küsten gestrandete Buckelwal wurde am Wochenende ins Meer gesetzt. Wo er sich aufhält, ist unklar: Der GPS-Sender liefere anders als geplant keine Ortsdaten, sagte Karin Walter-Mommert, eine Geldgeberin der privaten Initiative hinter dem Transport. Damit bliebe unbekannt, ob und in welche Richtung das Tier schwimmt. Es gebe zumindest vom Sender übertragene Vitalzeichen, demnach lebe der Wal, meinte Walter-Mommert. Die Informationen ließen sich zunächst nicht durch unabhängige Quellen verifizieren. 

Sollte das geschwächte Tier ertrinken, würde ein GPS-Sender ohnehin keine Ortsdaten mehr liefern: Solche Sender funken ihren Standort üblicherweise nur dann, wenn sich das jeweilige Tier an der Wasseroberfläche aufhält. Experten von Tierschutzorganisationen hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt.

11:51 Uhr: „Timmy“-Tracker soll angeblich senden

Trotz fehlender Standortdaten gibt es offenbar erste Lebenszeichen von Wal Timmy: Nach Angaben der Rettungsinitiative wurden über den Peilsender rund um die Uhr Signale empfangen. Das berichtet die „Bild“.

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(mit Agenturen)