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06.05.2026

Der Eurovision Song Contest bringt nicht nur Glitzer, Pop und internationale Aufmerksamkeit nach Wien, sondern auch zusätzliche Umsätze in zweistelliger Millionenhöhe für den heimischen Handel.

Wenn ab kommenden Dienstag der Eurovision Song Contest in Wien über die Bühne geht, profitiert nicht nur die Eventbranche. Auch der Handel darf sich über zusätzliche Ausgaben freuen. Laut aktueller Erhebung von Reppublika Research im Auftrag des Handelsverbands planen 17 Prozent der Österreicher:innen rund um den ESC zusätzliche Einkäufe. Im Durchschnitt beabsichtigen sie dafür rund 108 Euro auszugeben.

Besonders gefragt sind Lebensmittel und Getränke für den Fernsehabend zu Hause. Doch auch Fanartikel, spezielle Outfits sowie Party- und Dekoartikel profitieren vom ESC-Effekt. Insgesamt rechnet der Handelsverband mit einem zusätzlichen Handelsumsatz von rund 70 Millionen Euro. „Der ESC ist nicht nur ein Medienereignis mit überragender Reichweite, er hat auch starke Auswirkungen auf unser Konsumverhalten“, sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Sport begeistert, Festivals bringen die größten Kassenbons

Der ESC ist allerdings nur ein Teil eines größeren Trends. Der aktuelle Consumer Check zeigt deutlich, dass Großveranstaltungen generell wichtige Konsumtreiber sind. Besonders hoch ist das Interesse an heimischen Sport-Großevents wie dem Vienna City Marathon, dem Wings for Life Run oder dem Formel-1-Grand-Prix in Spielberg. Rund 30 Prozent der Bevölkerung interessieren sich dafür.

Noch spannender für den Handel sind allerdings Musikfestivals und Großkonzerte. Sie sorgen für die höchsten Ausgaben pro Kopf. Wer heuer ein Festival besucht, plant durchschnittlich 296 Euro dafür ein. Neben Lebensmitteln und Getränken profitieren dabei auch Modehandel, Camping-Ausrüster sowie der Bereich Fanartikel und Merchandise. „Events sind ein wichtiger Treiber für Zusatzumsätze im Handel“, so Will. Je nach Veranstaltungsformat profitieren unterschiedliche Branchen und Handelssegmente.

Gen Z treibt den Event-Konsum an

Besonders stark zeigt sich der Effekt bei jüngeren Zielgruppen. Die Gen Z weist über alle Eventformate hinweg die höchste Ausgabebereitschaft auf. Beim ESC liegt das Interesse der 18- bis 28-Jährigen mit 33 Prozent deutlich über jenem der Gesamtbevölkerung. Noch stärker fällt der Unterschied bei Musikfestivals aus. Auch regional zeigen sich Unterschiede. Urbane Formate wie ESC oder Pride sprechen vor allem Wiener:innen an. Bei Sportveranstaltungen dominieren dagegen männliche Zielgruppen, während Musik-Events breiter aufgestellt sind.

www.eurovision.com

www.handelsverband.at

www.reppublikaresearch.com